Innovative Lehr- und Lernkonzepte Wie geht das?

Hinweis zum nachfolgenden Text: Die Ausführungen können unausgewogen, unvollständig, subjektiv und mehrdeutig sein und sind stets hinterfragungswürdig. Vielfältige Assoziationen tun ein übriges. Sicht auf Welt entspricht einer inneren Konstruktion von Welt. Zu jeder einseitigen Beschreibung gehören begriffliche Unschärfen. Stets möge der Leser ergänzende Sichten hinzudenken. Was ist die Bedeutung und was kann es bedeuten? Die nachfolgenden Ausführungen sind also eher rein empirisch-subjektiv-spontan entstanden und können, falls gewünscht, als "Steinbruch" dienen. Bekanntlich versucht eine empirische Ausrichtung der Bildungsforschung die Bildungswirklichkeit objektiviert zu begreifen ( Evidenz ), zu verstehen und weiter zu entwickeln hin zum Wohle aller. Mahatma Gandhi sagt es so:

 Mahatma Gandhi:
 Sei du selbst die Veränderung,
 die du dir wünscht für diese Welt.


:: Einführendes zu Innovative Lehr- und Lernkonzepte

Bildung und Lehr- und Lernkonzepte sind auf Menschen ausgerichtet. Integrierende Konzepte versuchen die möglichen Methoden des Miteinander von "historisch-bewährtem" und "innovativ-neuem" geeignet zu nutzen. Hierzu gehören z.B. Gegenseitigkeit, Miteinander, technisch-mediale Unterstützung, persönlichen Begegnungen und Präsenztraining, Rollenspiel und Erfahrungsaustausch und mehr. Es gibt unterschiedliche Sichten. Die Sichtweise vom Allgemeinen hin zum Besonderen wird Deduktion ( deducere meint herabführen; Top-down) genannt. Die Sichtweisen vom Besonderen hin zum Allgemeinen wird Induktion ( inductio, die Hereinführung; Bottom-up) genannt. Die Vereinigung von Teilen zu einem Ganzen wird Aggregation genannt. Die Zerlegung eines Ganzen in einzelne Teile wird Dekomposition genannt.



Bildung für alle, überall Was meint der Begriff "Bildung"?

Bildung hängt von der Kultur, der Sprache der Mit- und Umwelt ab. Bildung hängt von jedem Einzelnen, seinen Gaben und der Gemeinschaft ab, vom Verhältnis zu sich und zu den anderen und zur Welt. Bildung hängt von den Wertevorstellungen jedes Einzelnen und der Kultur und vielen weiteren Faktoren ab. Bildung ist nicht vollständig in Worten faßbar. Es gibt Erfahrungswissen und implizites Wissen.

 Oscar Wilde: 
 Bildung ist bewundernswürdig, aber man sollte sich 
 von Zeit zu Zeit daran erinnern, dass wirklich 
 Wissenswertes nicht gelehrt werden kann. 
 Daniel Goeudevert:
 Ausbildung ohne Bildung führt zu Wissen ohne Gewissen.
 Ruth Cohn 
 ( Themenzentrierten Interaktion ) sagt:
 Es geht ganz klar um eine Umwertung der Werte. 
 Wenn ich als höchstes Ziel setze, dass meine 
 Organisation nur den größten Profit macht, dann 
 sind menschliche Werte Humanitätsduselei. 

So schreibt die UNESCO zu "Open Educational Resources":

"Open Educational Resources" are defined as technology-enabled, open provision of educational resources for consultation, use and adaptation by a community of users for non-commercial purposes."

Die OECD definiert "Open Educational Resources" als "…digitised materials offered freely and openly for educators, students and self-learners to use and reuse for teaching, learning and research."

 Antoine de Saint-Exupéry:
 Wer nur um Gewinn kämpft,
 erntet nichts, wofür es sich
 lohnt zu leben.

Chance für offene Bildungsinitiativen an Hochschulen, Wie werden geeignete Lernarrangements mit "didaktischen Pattern" gestaltet? Der Herbartianismus führte an den Universitäten das Fachgebiet "Pädagogik" ein. Auch Forschung und Lehre sollten Pädagogik und Didaktik einzubeziehen. Didaktik bezeichnet die "Lehre von der Wissensvermittlung". Die Formalstufentheorie und die Idee des pädagogischen Lehrplans standen bis in die 1920-er Jahre im Vordergrund.

In eine multilateralen Welt führt der Komplexitätszuwachs zu neuer Vielfalt und fachgebiets- und hochschulübergreifenden (Fach-) Gebieten und zu unüberschaubaren Forschungsbereichen, und zu interdisziplinären Lernkulturern und zu wachsendem "Bildungschaos". Bei beschleunigten Entwicklungen in Um- und Mitwelt gibt es wieder-verwendbarer Lernobjekte? Wie sehen diese aus? Wie ist das Spannungsfeld zwischen "closed shops" und "Chaos", wenn aus Chaos neues entstehen kann?

Im Informationszeitalter sind visuell-mediale Darstellungen weltweit sichtbar, im Internet überall verfügbar und Dieter Hildebrandt schreibt:

"Bildung kommt von Bildschirm.
Wenn es von Buch käme, hieße es Buchung."

Siehe z.B. Akademischer Grade ( Deutschland )


Was meint der Begriff "Konzept"?

Konzepte entsprechen einer Sammlung oder Zusammenstellung von Leitsätzen/Prinzipien/Skizzen/Plänen, die nicht bis zum letzten Detail ausgeführt sind und konkrete Realisierungen unterstützen können.

So wie eine Stadtplan nicht die Stadt selbst ist, garantieren gute Lehr- und Lern-Konzepte noch keine gute Bildung. Zu erfolgreichen Konzepten gehört individueller/kollektiver Nutzen.

Lernprozesse korrelieren ( Gegenseitigkeit, Wechselbeziehung ) mit Wiederholungserfahrungen und kognitiven Ähnlichkeitsmustern ( korrelieren = einander bedingen, miteinander in Wechselbeziehung stehen, Erfahrungsbasiertes Lernen ).

Die United World Colleges verwendet die Erlebnispädagogik . Hierzu gehören die Prinzien des erfahrungsbasierten Lernens bei Kindern:

  • Gebt den Kindern Gelegenheit, sich selbst zu entdecken.
  • Lasst die Kinder Triumph und Niederlage erleben.
  • Gebt den Kindern Gelegenheit zur Selbsthingabe an die gemeinsame Sache.
  • Sorgt für Zeiten der Stille.
  • Übt die Phantasie.
  • Lasst Wettkämpfe eine wichtige, aber keine vorherrschende Rolle spielen.
  • Erlöst die Söhne und Töchter reicher und mächtiger Eltern von dem "entnervenden" (=verweichlichenden) Gefühl der Privilegiertheit.

Es wird versucht, von der detailierten Vielzahl von zergliedernden Einzelmethoden abzusehen und Wesentliches möglichst integrativ zu fassen.

  Comenius ( 1592-1670 ):
 Alle alles in Rücksicht auf das Ganze zu lehren.

"Alle" meint Arme und Reiche, "alles" meint altersangemessenes vollständiges Weltbild. "Lehren" meint eine zwangarme Didaktik , mit Methoden, die sich an der Natur orientieren, wie Leichtigkeit, in Sicherheit, Anschaulichkeit und Strukturiertheit, vielfältige Bezüge zum Alltag hin zur nachhaltigen Charakterbildung. Lernen geht vom Leichten zum Schweren, vom Nahem zu Fernem, und ( im 16. Jh. ) vom Allgemeinen ( Absolutem ) zum Besonderen. Vor der Klasse soll der Lehrer wie die Sonne seine Strahlen über alle ausbreiten.

Johann Heinrich Pestalozzi (1746 - 1827), Schweizer Pädagoge und Sozialreformer:
"Ihr müßt die Menschen lieben, wenn ihr sie verändern wollt"

"Rücksicht auf das Ganze" entspricht ( 2013 ) nicht der Deduktion von Einzelfällen aus der "Weltformel", die einem mathematischen Systeme von Differenzialgleichungen entspricht. Lehrbeispiele am Anfang von neuen Kapiteln können im "fachlich-kybernetisches Ineinander" sinnstiftend wirken. Dies gilt in ähnlicher Weise für Grundlagen und Anwendungen.

Lernen vollzieht sich beim Kleinkind im Erfassen der Welt. Auch später geht das Lernen meist vom einfachen Beispiel hin zu einer ( emergierenden ) Gesamtheit. Emergenz meint das Auftreten neuer Qualitäten bei Interaktion von Systemkomponenten.

Lucius Annaeus Seneca ( 4 vor - 65 nach Chr. ):
"Lehren sind ein langweiliger Weg, Vorbilder ein kurzer, der schnell zum Ziel führt."

Lernprinzipien von Comenius ( 1592-1670 ) sind:

  • Lernen durch Tun
  • Anschauung vor sprachlicher Vermittlung
  • Vorbild vor Worten.

In gewisser Weise gab es schon bei Seneca den transformationalen Führungsstil .

Bernard Glassman ( in Anweisungen für den Koch ) sagt zum Lernen:

Viele Menschen glauben, 
Sinn und Zweck des Lernens 
sei die Überwindung von Irrtümern 
oder das Erreichen völligen Verstehens. 
Wenn wir meinen, es gebe einen Ort, 
an dem alles vollkommen frei 
von Problemen sei, 
leben wir in der 
Zukunft. 
Doch die Zukunft ist eine Illusion. 
Wir sind im Hier und Jetzt.... 
Es werden immer Dinge aus heiterem Himmel auftauchen. 
So viele Problemlösungstechniken wir uns auch 
aneignen möchten, das Leben wird uns trotzdem 
immer wieder vor völlig unerwartete Situationen 
stellen.

Was meint der Begriff "Innovation"?

Innovationen ( lat. innovare, Erneuerung ) können in gewichteten Kategorien betrachtet werden. Es gibt z.B. "Technische Innovation", "Strukturelle-Innovation", "Soziale Innovation", "Service-Innovation", Design-Innovation.

Im Alltag und täglichen Anpassungsprozessen haben Lehr- und Lernkulturen ( wie das Leben "an sich" ) kaum statische "Endgültigkeiten". Zu Lehr- und Lernkulturen gehören aktuelle Bereiche und Inhalte. Wissenszuwachs und Erfahrungszuwachs sind "Geschwister" ( siehe z.B. de.wikipedia Erfahrungsbasiertes Lernen ). In sozialen-mentalen Lehr- und Lern-Räumen sind individuelle Erfahrungen Erprobungen von Lernarrangements ( Face-to-Face ) und geeignete Präsentationen möglich. Die Nutzung von technischen Hilfsmitteln kann bedingt unterstützend wirken. Innovatives Lehren und Lernen kann in Arbeitsgemeinschaft kooperativ weiter entwickelt und gemeinsam gestaltet werden. Was ist zu beachten?

  • Das Sammeln und Einschätzen von Wissen und von Lebens- und Berufserfahrungen.
  • Zum lebenslange Lernen gehören experimentelle Anpassungen im Alltag.
  • Zur kollektiven Bewußtwerdung und Ausrichtung im Alltag und die Gruppenbewusstseinsbildung gehören praktisch-experimentelle Vorgänge.
  • Zu den eigenen Einschätzungen gehört die Unterscheidung von primären Erfahrungen und sekundären Erfahrungsberichten "aus zweiter Hand" und ein achtsam-sorgsamer Umgang mit sekundären und/oder indirekten Erfahrung z.B. bei der sprachliche Kommunikation.
  • Zu persönlich-mental-psychische Erlebniswelten gehören Zustände des Selbstbewusstsein, Wunschziele und das eigene Wachstum.
  • Zuhören-Können und gegenseitige Wertschätzung bilden die Basis achtsamer Kultur des Miteinander. Einfühsame Gegenseitigkeit ist die Basis erfolgreicher Gruppenarbeit.
  • Zum lösungsorientierten Ansatzes nach
     Steve de Shazer  gehört:
     Reden über Probleme lässt die Probleme wachsen.
     Reden über Lösungen lässt die Lösungen wachsen.
    

Zu Bildungsprozessen gehört ein offene "Spielwiese" von Freiheiten, Notwendigkeiten und eigenen Experimenten.

Auf technologisch-ausgestatteten "Spielwiesen" gibt es einerseits z.B. strikt festgelegte virtuelle Computer-Lernmethoden und anderseits didaktische Modellierungen, die mehr oder minder auf innere Bedürfnisse von Menschen gerichtet sind und bedingt mit/ohne digitalen Handapparaten sinnvoll sein können.

Der Begriff Digitalisierung umschreibt tiefgreifende Veränderungsprozesse, die Gesellschaft und Arbeitswelt von Grund auf verändern.

Bei der Erprobung von innovativen Konzepten gibt es mindestens 2 Probleme zu lösen:
das pfadlose Neuland und das Kompetenzgerangel in erstarrten Institutionen.

Ruth Cohn ( Themenzentrierten Interaktion ) sagt es so:

 Du kannst keine Schulstunde halten, ohne ein bißchen gegen die Institution zu verstoßen. 

Zu technischen Innovationen gehören Ideen und Verfahren, neue Produkte, Dienstleistungen. Zu einer Innovationen gehört der individuelle/kollektive Nutzen und das Ideal der transparenten, subjektunabhängigen Prüfbarkeit der Ergebnisse. Mit wissenschaftlich prüfbaren Ergebnissparametern wird versucht, eine zugeordnete Realität zu untersuchen und mentale Auswirkungen von "ermessenen Prüfungen" zu fassen.

Eine Innovation ( lat. innovare, Erneuerung ) kann unterschiedliche Wirkungen entfalten. Die Wirkungen von Innovationen zeigen sich in den Ergebnissen. Machbarkeit und Konkretisierung von kreativen Innovationen unterliegen Begrenzungen. Jeder Dummkopf kann leicht ein kleines Pflätzchen zertreten, das gerade das erste Sonnenlicht erblickt. Innovationen und deren Wirkungen sind keine Konstanten, sondern können einen offenen, wechselwirkenden Prozeß von "erneuernder Gegenwart und vergegenwärtigter Vergangenheit" bilden.

  1. Innovationswirkungen können "Bisheriges" unstetig ersetzen.
  2. Innovationswirkungen können "Bisheriges" punktuell berichtigen, ergänzen und erweitern.
  3. Innovationswirkungen können sich disjunkt zum "Bisherigen" etablieren.
  4. Innovationswirkungen können "das Bisherige" durchdringen.
  5. Innovationswirkungen können "vielfältige Kreativität und innovative Vielfalt" befördern.

    Albert Einstein ( 1948 ) sagt es so: Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.


Was sind strukturelle Gesichtspunkte?

Zu den Prozessen des Lernens gehören u.a.

 Remembering ( recognizing, recalling ),
 Understanding ( 
            interpreting, exemplifying, classifying, 
            summarizing, inferring, comparing, explaining ),
 Applying ( executing, implementing ),
 Analyzing ( differentiating, organizing, attributing ),
 Evaluating ( checking, critiquing ),
 Creating ( generating, planning, producing ).

Die Lernzieltaxonomie nach Benjamin Samuel Bloom unterscheidet:

Kognitive Ziele

  • Wissen
  • Verstehen
  • Anwenden
  • Analyse
  • Synthese
  • Evaluation

Affektive Ziele

  • Aufmerksamwerden, Beachten
  • Reagieren
  • Werten
  • Strukturierter Aufbau eines Wertesystems
  • Erfüllt sein durch einen Wert oder Wertstrukturen

Psychomotorische Ziele

  • Imitation
  • Manipulation
  • Präzision
  • Handlungsgliederung
  • Naturalisierung


Bei der Bildung wird vielschichtig-klassifizierend unterschieden zwischen

 informellen Lernen, 
 freien Lernbemühungen, 
 institutionsbezogenem Lernen,
 abschlussbezogenem Lernen,
 internen/externen beruflicher Weiterbildung,
 allgemeiner Weiterbildung und politischer Bildung,
 Bildung am Arbeitsplatz ( Training on the job, Training near-the-job ),
 Bildung außerhalb des Unternehmens ( Training off the Job ), usw.

Die Realisierung von Zukunftskonzepten können das Ersetzen und/oder das Durchdringen des Bisherigen umfassen. Ähnliches gilt bei innovativen Lehr- und Lernkonzepten Gesellschaftliche Strukturpläne für das Bildungswesen sollen gemeinsame Prinzipien ausdrücken, wie z.B. der Strukturplan des Deutsche Bildungsrat von 1970 . Die unmittelbar faßbaren und direkt nutzbaren Struktur-Gestaltungen können detailierter sein und sich auf kleinere, speziellere und angepaßte Bildungseinheiten beziehen. Es gibt ( unermeßlich ) vielfältige Strukturierungsmoglichkeiten. Beispiele:

  • Wissen unterteilen
    in objektivierendes Wissen ( "Wissen-Von", Objektisierung, Komponenten- und Systembegrenzungen, Systemkontexte ),
    in prozedurales Wissen ( "Wissen-Wie", Verknüpfungswissen, Wechselwirkungsbeschreibungen, Methoden ),
    in abgrenzendes Wissen ( "Wissen-Daß", zielführende Assoziationsketten, technologisches Produktionswissen )
  • Die unermesslich vielen Details ( Fragmentierung ) bedingen eine "Wissensexplosionen". Wie kann Vielfalt gestaltet werde? Wie die zunehmende Undurchschaubarkeit des "abstrakten Ganzen" erfasst werden. Universitäten möchten nicht nur eine diversitätssensible Lehre machen, Wissen vermitteln, sondern Bildung ermöglichen, die Studierende und Teilhabende mit unter­schied­lichen Lebens­wegen und Bildungs­hintergründen auch durch unvorhersehbare Anforderungen trägt.
  • Zur Unterscheidung der komplexen, vielgestaltigen Wirklichkeit werden auch die Begriffe verwendet:
    Strukturen ( P o l i t y, Grundsatzpapier ),
    Prozesse   ( P o l i t i c s ),
    Inhalte    ( P o l i c y ).
    
  • Strukturelle externe Gesichtspunkte,
    wie z.B. offenen/einengenden/starre Formen von Lernorganisation mit offenem/einengenden rechtlichen Gestaltungfeiräumen, systemischer Eigensinn von Organisationen/Hochschulen, Verfügbarkeiten und Nutzungserlaubnis von Ressourcen, latentes Beharrungsbestrebungen bei Veränderungsprozessen, Zugangserlaubnis bei Räumen und Gestaltungsberechtigungen für gemeinschaftlich nutzbare tutorielle Systeme und soziale Netze. ( Anonymisierte ) Lehrorganisationen neigen dazu, das formale Recht als Machtinstrument zu verwenden: Juristische ("Über") - Korrektheit greift zu kurz, wenn es pädagogisch falsch ist.
  • Soziale Gesichtspunkte,
    wie z.B. kooperative, soziale Lehr und Lernformen in bildungsgemeinschaftlichen, offenen Kulturlandschaften können die emotionale Kohärenz und das humane Miteinander befördern.

    Eine mathematische "1 zu n"- Abbildung kann in der Praxis ( grob ) einer individuell - asynchron - speichernden Übertragung von Informationen eines Teilnehmers hin zum gemeinsamen Datenvorrat entsprechen. Eine mathematische "n zu 1"- Abbildung kann in der Praxis ( grob ) einem individuell - asynchron - lesenden Zugriff auf den gemeinsamen Datenvorrat entsprechen.



Live-Praxis und Präsenz-Praxis Veranstaltungen

Zu einer gemeinsamen "face-to-face"-Veranstaltung gehört ein gegenseitiges Miteinander. Zum Miteinander gehören Quellen und Senken. Zum Sprecher gehört ein aktuelles Sprechen. Zum Hörenden gehört ein aktuelles Hinhören. Im Handlungsrollenmodell gehören zum kohärenten Miteinander kooperierenden Wechselwirkungen und Selbsterprobung. Was bedeutet es, wer spricht, wer hört? Wie wird ungefiltert wahrgenommen, wenn erst das Erkennen gewichtet wertet?

Foucault schreibt z.B. 2003:
Vielleicht ist es an der Zeit, Diskurse nicht mehr nach ihrem Ausdruckswert oder nach formalen Transformationen zu untersuchen, sondern in ihren Existenzmodalitäten: die Art, in der sie sich über die sozialen Verhältnisse äußern, lässt sich meiner Meinung nach direkter im Spiel der Autor-Funktion und ihren Veränderungen entziffern als in den Themen und Begriffen, die sie ins Werk Setzen.

In 2017 befindet sich die Bildung in den Schulen zwischen "Hausaufgaben und Hashtags". Jugendliche verbringen täglich reichlich Zeit mit modernen IT-Diensten.

Die durchschnittliche Zeit mit "WhatsApp, Instagram, Snapchat, Youtube, Facebook, Skype, Onlinemobbing, Lovoo, YouNow, Sexting, Videospiele, Smartphones, Apps, mobiles Internet, Filesharing" und mehr liegt 2017 bei ca. 2 bis 5 Stunden je Tag. Zur IT-Nutzung kommen weitere "undurchschaubare" Gesichtspunkte, wie z.B. Kostenfallen, Copyright, Darknet, radikale WWW-Inhalte und Onlinemobbing.

Insbesondere unter Jugendlichen hat sich (in Verbindung mit den IT-Möglichkeiten ) eine neue Jugendsprache entwickelt. Siehe z.B. Academic dictionaries and encyclopedias , Jargon ( Sondersprache der Jugendlichen ). Emojipedia ( Emoticons, Smileys, Emojis).

Die aktuelle (Schüler-) Generation kann eine neuen Vielfalt von technischen Möglichkeiten nutzen. Die Potenzialität einer digitalen Welt hat Auswirkungen auf den Schulalltag und das Familienleben. Natürlich gibt es ebenso Auswirkungen auf die Lehrenden und Lernenden in Lehrorganisationen. Der Begriff Digitalisierung umschreibt tiefgreifende Veränderungsprozesse, die Gesellschaft und Arbeitswelt von Grund auf verändern.

Wozu dienen technischen Möglichkeiten?
Wo sind die Grenzen der Digitalisierung?
Wann sind für technische Hilfsmittel Begrenzungen angebracht ( hinsichtlich Ort, Zeit und Miteinander )?
Wie könne moderne Möglichkeiten zum Wohle von vielen werden?
Wie lernen wir zukünftig unter Einbeziehung der Digitalisierung?
Wie sind die Wechselwirkungen zwischen der Digitalisierung und dem Kulturwandel?
Wie entsteht bei/mit Unternehmen/Mitarbeitenden/Individuen kollektive/humanitäre Nützlichkeit?
Wie können Methoden ( "working out loud", "design thinking" ) wechselseitige Veränderungsprozesse unterstützen?

Wie können Lehrende und Lehrende kooperativ und multilateral zusammen wirken? Was ist in diesem Zusammenhang ein "Autor"? Was ist in diesem Zusammenhang ein "Mentor", wenn aus Kennen ein Können werden soll und das Mentor-Wissen und die Mentor-Erfahrungen lediglich "Steigbügel" sein können?


Wie können Lehr- und Lernveranstaltungen gestaltet werden?

Lehr- und Lernveranstaltungen sind vielgestaltig und hängen von zahlreiche Einflußgrößen ab. Zu Lehr- und Lernveranstaltungen gehören die verfügbare Zeit, das bettende Umfeld, die Gruppengröße, die Teilnehmern und deren Interessen, Unterschiede in den Vorkenntnissen und Erfahrungen.

 Cohn/Matzdorf:
 Eine Gruppe wird nicht dadurch gestärkt, 
 daß Personen ihre Individualität aufgeben, 
 sondern dadurch, daß diese sich in der 
 jeweiligen Gemeinschaft aktualisieren. 
 Jeder Mensch verwirklicht sich in der Beziehung 
 zu den anderen und in der Zuwendung zur Aufgabe.

Das Miteinander hängt von den verpflichtenden Regeln, dem Umfeld, der individuellen Unterstützung, den Gruppengrößen und nicht zuletzt von Referenten/in ab. Zu Veranstaltungen gehören Orientierungsregeln. Beispiele:

  • Einführende Veranstaltungen können einfach und überschaubar gestaltet werden.
  • Wissenschaftliche Veranstaltungen können eine unüberschaubare Wissenvielfalte ( kybernetisch-strukturiert ) vereinfachen.
  • Vereinfachungen können mit "einfach-sprechende" Beispielen ein fruchtbares Denkfeld für gedankliche Eigen-Innovationen schaffen.
  • Veranstaltungen können einfach und überschaubar gestaltet werden.
  • Die Form kann kurz, einfach, verständlich gestaltet werden.
  • Die Form kann vom Einfachen hin zu den unermeßlichen Wissenst führen
  • Veranstaltungen kann bei einigen/vielen Teilnehmern motivieren und deren Interesse wecken ( exploratives Verhalten ).
  • Mit einfachen Hilfsmitteln können Zusammenhänge und Abhängikkeiten visualisiert werden.
  • Ein geeignetes Umfeld ( Lernkontext ) kann Selbst-Erprobungserfahrungen ermöglichen.

Wie können Lehr- und Lernveranstaltungen durchgeführt werden?

Die Durchführung von Lehr- und Lernveranstaltungen ist vielfältig und hängen von zahlreiche Einflußgrößen ab. ( Umfeld, Räume, verpflichtende, Benutzungsregeln, Medien, Gruppengrößen, Dauer, obsolete Erlasse, kreative Experimente, erstarrte Organisationsformen, usw. ) Im Miteinander kommt der dem Sprechen eine vermittelnde Bedeutung zu. Es gibt "Alleinunterhalter" für das Lernen durch Belehrung. Es gibt das "ungeordnete Sprachgewirr" ( Chaos ). Es gibt das Schweigen, usw.. "Im Ressonanzraum des Miteinander" gehört zum Sprechen das "Reinhören, das "einfühlsame Mitdenken", das "aufmerksame Zuhören", das "Aufnehmen/Mitschreiben" von Erfaßtem. Zum Sprechen und Hören gehören auftauchenden Gedanken, die sich in das gegenwärtig Gesagte einmischen. Die Redekunst ( altgriechisch Rhetorik ) versucht Regeln für eine ein überzeugendes, wirksames Reden zu fassen.

Zu einem Miteinander gehört der gegenseitige Respekt. Zur verbale Kommunikation gehört eine verständliches Sprechen und ein achtsames Zuhören.


Beispiele zu Rhetorik-Regeln:

  • Fasse dich kurz.

    Ein ausuferndes Reden kann das Wesentliche überdecken, "verunklaren".

  • Sprich einfach.

    Zu viele Fachbegriffe, Abkürzungen, Fremdwörter können die Verständlichkeit mindern.

  • Sprich inspirierend.

    Es gilt, das Interesse an thematischen Zusammenhängen und Ideen zu wecken ( mentale Inspiration , Außensinne Stimulation )

  • Sprich strukturiert.

    Eine klare, übersichtliche Reihenfolge der Inhalte deutet auf Kompetenz. Vor dem "Ziel" sollte der "Grund" genannt werden.

  • Sprich mit Redepausen

    Geeignete Redepausen schaffen einen Wirkungsraum zum Vertiefen und Reflektieren.

  • Sprich gegenwärtig

    Nach Plato ist die Gegenwart das einzige real Existierende ( siehe z.B. Vergangenheit und Präsenz ). Zu Vergangenem gehören Ereignisse an die sich gegenwätig erinnert wird. Die grammatische Vergangenheitsform kann leicht zu anklagenden Reden führen. Bei zukünftigen Möglichkeiten kann es um Vorausplanungen, Entscheidungen und "Wegwahl" gehen.

  • Vielfach werden schwierige Gespräche in der Zukunftform geführt. Zum lösungsorientierten Ansatzes gehört nach
      Steve de Shazer :
     Reden über Probleme lässt die Probleme wachsen.
     Reden über Lösungen lässt die Lösungen wachsen.
    


Einige Stichworte zu Lernen-Lehren ...

Was beanspruchen cross-medial-vermarktete Selbstinzenierungen? Was meinen "Autorenfunktion" und "Autorenschaft", wenn es unermeßlich viele Abhängigkeiten und "davor"-Bezüge gibt?

  Ruth Cohn
 ( Themenzentrierten Interaktion )
 Es geht ganz klar um eine Umwertung der Werte. 
 Wenn ich als höchstes Ziel setze, 
 dass meine Organisation nur den größten Profit macht, 
 dann sind menschliche Werte Humanitätsduselei. 
 Konfuzius (ca. 551 - 479 v.Chr.):
 Dummheit ist nicht "wenig wissen",
 auch nicht "wenig wissen wollen",
 Dummheit ist "glauben, 
 genug zu wissen.
 Konfuzius (ca. 551 - 479 v.Chr.):
 Wer einen Fehler macht und 
 ihn nicht korrigiert, 
 begeht einen zweiten.

Einige Stichworte zu Lernen und Lehren:

  • Lernen durch Lehren, nachhaltige Lernstrategien, solide Bildungsbasis, Bildungskrise, Bildungsnotstand, plakative Erziehungspolitik, länderweiser pseudo-Reformaktionismus, flexible Problembewältigungsfähigkeiten, zielführendes Eigenengagement, gegenseitige Wissensvermittlung in der Gruppe, Tutoring, soziale Gemeinschaft, Gruppenidentität, Online-Campus, selbstloses Gruppenmanagement, Campus-Gemeinschaft, Soziale Kompetenz , Social Media Akademien, usw.

  • Stichworte: Soziale Kompetenz, Sozialisation, social skills, fehlerfreundlicher Umgang, Studierende als Partner, Peer Assessment, konstruktive-wechselseitige Kritik, Umgang mit kulturellen Ambiguität wie Mehrdeutigkeit, Vagheit, Kontingenz und Widersprüchlichkeit, eigene und wechselseitige Evaluationen bei Lernprozessen, gegenseitige Tandem-Begutachtung unabhängig-voneinander, Peer-Assessment-Sheets und Checklisten/Kriterienkataloge, Peer-Review, offener Unterricht, Media-Studies-Assessment, Projektzentrierung mit kooperierende Partner, die allein und miteinander Zielfindungswege suchen und gehen

    Zu 'Learning by Doing' sind zu beachten: die gemeinsame Planung und die Komplexität der Aufgabe, Lehrende und Lernende sind kooperierende Lernpartner, Prozessorientierung/Wegfindung/Zielorientierung, fachübergriefende ( mehrdimensionale ) Lernbeanspruchung, die Kontextbezüge und Bedürfnisspannung der Beteiligten ( Mit- und Umwelt, gesellschaftliche Relevanz ), Interdisziplinarität der Problemstellungen und Sachansätze, Mikro-Evaluationen, ( Gesamt- ) Auswertung, E-Lerning, Virtuelle Lernräume, virtuelle Studieninformationstage, online-Tests, Multiple Choice, Autonomes Lernen, Tele-Tutoring, mobiles Lernen, interaktiven, computerlauffähigen Lernmodule, Virtuelle Lehre, Blended Learning ( Hybride Lernarrangements ), Content Sharing, Learning Communities, Computer-Supported Cooperative Learning, Web Based Collaboration, Virtual Classroom (virtuelles Klassenzimmer), Interaktives Whiteboard, Business TV, Rapid E-Learning, Mikrolernen, Prozessvisualisierung modularer Inhalte, 3-D-Infrastruktur-Plattformen, funktionale-grafische Simulationen im Unterricht, Einbeziehung von Whiteboards, E-Learning, Blended Learning ( Hybride Lernarrangements ), elektronische Wandtafeln, Bildschirmanzeige, Beamer, substanzielles Wissenretrivel, Self Assessments, Random Exercises, Prozess- und/oder Verfahrensbasiertes Lernen, Praxisrelevanz

    Führungskultur, Dialog, interpersonales Konfliktmanagement, Quiz-Didaktik, individualisiertes Lernangebot, interkulturelle Kompetenz, Referenzprojekte und Medienbildung, Vision-Scenarios-Insights-Recommendations, Bildungspakt, interfakultative Veranstaltungen, Teamkompetenz, Kompetenz für fehlerfreundlichen Interessenausgleich, Handlungsorientierungen (soziale Identität), Lebenslanges Lernen, life long learning, lernend Altern, Wissenschaftliche Weiterbildung, Medien-Kompetenz, Präsentationen, Rhetorik, Moderationstechniken bei Gruppen, Präsenzveranstaltung, Kontaktstudium, Erwachsenenbildung, Alumni, begleitetes/individuelles/freies/autonomes Studium

    Prüfungsrelevanz, problembasiertes Lernen, On-demand-Lernen, Grenzen der Lernbarkeit, Projektorientierung, Projektzentriertes Lernen, Klassische Vorlesung und problembasiertes Lernen, Projektunterricht, Seminaristische Interaktionen, Problem-Based Learning, Feedback-Techniken, Interkulturelle Kompetenz, Kulturelle Vielfalt in Lerngruppen, Erwachsenenbildung, Konfliktkompetenz, Partizipation und Konstruktion, Lernen durch Beteiligung, Mind Mapping, Gedankenlandkarten, Motiven, Absichten, Zwecke, Vermittlungmethodik, Phasierung von Vermittlungs- oder Selbstlernsequenzen, Verständnis und Fokus auf Zusammenhänge zwischen den Wissenselementen, begleitetes Selbststudium, selbständig zu erarbeitender Einstieg, Stärkung von Selbstlernkompetenzen, best practice bei Lehren/Lernen ( bewährte, optimale Methoden, bewährte Vorgehensweisen, bewährte Praktiken, Erfolgsmethode ), Orientierung am Besten, Orientierung am Schwächsten, geführte Eigensteuerung der Gruppe, Reflexivität in der bewußter Selbstverortung, gedankliche Betrachtung und 'todo', Dekonstruktion der ( narzisstischen ) Ich-Haftigkeit,

  • Technische Gesichtspunkte und Abhängigkeiten von der E-Abteilung

    Hier stehen lediglich Stichpunkte als Platzhalter, wie z.B. bei praxisorientierter, motivierender, barrierearmer Zugang zur Nutzung neuer Technologien und auch bei Hypermedia, Web-Technologien, Web Based Training, interaktives Einübung erworbener Kompetenz, Autorensystemen, Webcast und Self-Publishing, E-Learning, Individualisierung auf Basis von eLearning, self-study-online, Live-Webseminare, Webcast, Campus-online, Lernplattformen, Lernprozess-Betreuung, Online-Campus, interaktive Studien-Plattform, Open University, Kinder Arcademie, Online-Gruppenarbeit ( Koordination, Kommunikation, Kooperation, Semantik-Content), Chat, Newsgroup, Know-How-Foren, online-Betreuung in Telefonkonfrerenzen, virtuelles Klassenzimmer, E-Mail-Betreung, online-coaching, TeleTutoring, Blended Learning ( Hybride Lernarrangements ), Visual Helpdesk, Elite-Unis online und Harvard für alle, Virtual Academy, usw.

    Wenn technische Systeme eine eigenständige Organisation benötigt, so können deren Kompetenzen auch das miteinander Lernen, das humane Miteinander und die unmittelbaren Lehr- und Lernformen beeinflußen. Mit Software können unbekannte Lernwelten virtualisiert und zahlreiche geistige Lehrpfade gesucht und erkundet werden. Zum spielerischen Lernen ( Practice that feels like play ) gehört das dynamisch-adaptive Ausbrobieren und Staunen.

    Wer kennt nicht Aussagen ( hier übertrieben pointiert dargestellt! ), wie z.B. "jetzt ist die Systemaktualisierung vorrangig, das kann dauern", "für Aktualisierungsarbeiten und ihre umfangreichen Sonderwünsche fehlen uns finanzielle Mittel und Manpower", "sie dürfen ihr innovatives Lehrkonzept nicht eigenständiges online stellen, aber sie können es ja mal bei uns einreichen, wir werden es prüfen, beachten sie bitte unseren Vorgaben, was sie tun sollen", usw. Natürlich gehören zu Innovationen die Beachtung des systemischen Eigensinns von Organisationen/Hochschulen, die Verfügbarkeiten und besitzstandswahrende Nutzungserlaubnis von Ressourcen und die latenten Beharrungsbestrebungen bei Veränderungsprozessen.

    Lino Guzzella:
    Eine gute Hochschule vermittelt nicht primär Wissen, sondern die Fähigkeit zu denken.

    Brigitta K. Pfäffli ( aus Lehren an Hochschulen ):
    Dass Studierende etwas gelernt haben, bedeutet leider noch nicht, dass sie es beim Lösen von Aufgaben auch einsetzen könnten. Deshalb sollen die Studierenden bereits während des Studiums auch wissensgeleitetes Handeln erfahren und einüben.

  • Service- und Design-Gesichtspunkte,
    wie z.B. fachliche-wissenschaftliche Alleinstellungsmerkmale und Unterscheidungsmerkmale, Corporate Identity, interne, angepaßte Weiterbildung ( landesweit, hochschulweit ) und fachbereichsinterner/fachbereichsüberspannender kollegialer Meinungsaustausch

Zu den Elementarkompetenzen der Bildung werden Denken, Wissen und Kommunizieren gerechnet. In gewisser Weise geht Bildung "an sich" über ein pseudo-Faktenwissen hinaus. Der Weg zum Selbstverstehen ( geht zusammen mit bzw. ) führt über das Fremdverstehen, d.h. über das "Begreifen und Aneignen" der umgebenden Welt.

  Gadamer: Einen Text zu verstehen heißt zu verstehen, auf welche Frage er eine Antwort gibt.



:: Fragen hin zum "darunter liegenden" Grund unbeantwortet

Hier kommen Fragestellungen, Sichtweisen und mentale Denkmuster, die auf "darunter liegendes" verweisen, auf "immanente" Voraussetzungen in Lerngemeinschaften und Gruppenmitgliedern und kooperatives-konstruktives-integratives Zusammenwirken.



Fragen zu tiefer liegendenden Voraussetzungen versteckte/unbewußte Ursachen

Im Zusammenhang mit innovativen Lehr- und Lernkonzepten gibt es Fragen, die auf versteckte, tiefer liegende Ursachen und Zielen, wie z.B. Was bedeuten die Begriffe innovativ, Lehren, Lernen? Es gibt unterschiedliche Sichten. Die Sichtweise vom Allgemeinen hin zum Besonderen wird Deduktion ( deducere meint herabführen; Top-down) genannt. Die Sichtweisen vom Besonderen hin zum Allgemeinen wird Induktion ( inductio, die Hereinführung; Bottom-up) genannt. Die Vereinigung von Teilen zu einem Ganzen wird Aggregation genannt. Die Zerlegung eines Ganzen in einzelne Teile wird Dekomposition genannt. Welche Sichten erscheinen vorrangig? Was sind die jeweiligen Voraussetzungen, individuellen/kollektiven Sinngebungen und idealistischen/konkreten Ziele? Wie unterscheiden sich Konzepte, Korrelationen und Prozesse von der konkreten Praxis und den Erfahrungen?

  • Was soll von wem, wann, mit wem, wo, wie, womit und wozu gelernt werden?
  • Welche Betreuung und Hilfsmittel sind angemessen?
  • Wie erfolgt der technische Umgang mit Daten:
     Auffindbarkeit der Daten ( Findable )  
     Zugänglichkeit der Daten ( Accessible ) 
     Interoperabel und kompatibel ( Interoperable )  
     Nutzbarkeit der Daten ( Reusable )
  • Woraus entsteht individuelle/kollektive Attraktivität von Innovativen Lehr- und Lernkonzepten und was genau meint "Erfolg"? Wie wird aus "Kennen" ein "Können"?
  • Was sind Lernziele? Siehe z.B. Lernziele .
     Zeigt sich das Erreichen eines Zieles 
     im Verschwinden der Zielvorstellungen?
  • Welche Einflüsse haben sozialen Bindungen von Individuen auf das konkrete Lernen/Lehren und auf Innovative Lehr- und Lernkonzepte?
  • Wie entsteht beim Zusammenwirken von Individuen in einer Gruppe Mehrwert und Fulguration, wenn nach Aristoteles das Ganze mehr ist als die Summe der Teile?
  • Wie kann der Gruppenerfolg den individuellen Erfolg gemeinschaftlich beflügeln?

      Konfuzius: Es gibt ein Wort, das jedem als praktische Lebensregel dienen könnte: Gegenseitigkeit.

  • Welche zentralen Merkmale gehören zu einer transdisziplinäre Bildung und interdisziplinären Lehre?
  • Welchen Stellenwert haben individuelle/gesellschaftliche Denk- und Gefühlsmustern, Gruppeninteressen, sozial/materialistische Normen, die individuelle Persönlichkeitsentwicklung und Individuation?
  • Wie kann das Umfeld von Innovativen Lehr- und Lernkonzepten im bettenden Kontext erfaßt werden? Welche "gelabelten" Ziele, Wege und Pfade gibt es auf einem "inneren Bildungscampus", welche Verknüpfungen mit dem realen Umfeld? Was ist noch unentdeckt, nicht direkt zugänglich und pfadloses Land? Welche Notwendigkeiten, Öffnungen, Hemmnisse und Wechselwirkungen gibt es zwischen innovativen Lehr- und Lernkonzepten und dem bettenden Kontext?
  • Wie gehen in einer sich schnell ändernden Um- und Mitwelt das Lernen/Lehren zusammen, wenn unüberschaubar-vielfältige und sich widersprechende, formal-verpflichtende, gesetzliche, soziale Normen und Rahmenbedingungen bedingt statisch sind?
  • Wie können innovative Lehr- und Lernkonzepte nützen, wenn das präzise arbeitende Bewusstsein lediglich mit wenigen Informationen zurechtkommt, aber anderseits die unermeßliche vielen, mehr oder minder zusammenhanglose Datenbestände ( onlinebasierte Speicher- und Serverdienste, Cloud-Computing ) verfügbar
  • Wie können in der Menge aus "unermeßlich vielen Sandkörnern" oder Pixel oder Zecihencodierungen bestimmte Regelmäßigkeiten, Gesetzmäßigkeiten und verborgener Zusammenhänge "gesehen werden"?
  • Welche Brille zeigt das wesentliche?
  • Woher kommen die Strukturen für die unermeßlich vielen, unzusammenhängen Datenbestände?
  • Wie können unscharf-definierte Datenmuster im "Sand aller Strände" erkannt und was soll dann extrahiert werden?
  • Wie und mit welchen Methoden und Zielvorstellungen können daraus "die richtigen" Informationen werden?
  • Wer verfügt über die Datenbestände und die Ergebnisse?
  • Welche Mittel ( mit welcher Potenzialität ) werden für den "wahren Sinn" eingesetzt?
  • Welche Vereinfachungen vermitteln einen "klaren Eindruck" der die unübersichtliche Gesamtkomplexität offensichtlich" macht?
     Antoine de Saint-Exupéry:
     ( Terre des Hommes; Wind, Sand und Sterne):
     Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, 
     wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat,  
     sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
    
  • Wann werden in der Geschichte von uns Menschen solche Vorurteile zu "Schurkereien", wann zu Segen? Siehe z.B. wikipdia Data-Mining (de) ( wörtlich etwa "Daten-Bergbau" ), Data-Mining (en) ( Zusammenhänge und Überschneidungen mit Komplexitäsreduktion von Informationssammlungen und Informationsmustern reduzieren, Indexstrukturen, Nächste-Nachbarn-Suche, Information Retrieval, Textmining und Webmining, Präsentationen, usw. ).
  • Wenn einer maximalen, individuellen Freiheit unüberschaubar viele Wahlmöglichkeiten entsprechen, so kann die Vernuft kaum vernüftig auswählen. Welche unvorhersehbaren Auswirkung kann dann die eigene Wahl haben? Können sich Auswirkung gegen das Eigen richten ( Selbstzerstörung ), denn wer viel hat kann viel verlieren?
  • Wie können im unermeßlichen Wissenvorrat der Menschheit ( weltweite Vernetzung von Netzen ) die aktuell benötigten Wissensfragmente gefunden und konsistent zusammengestellt werden, wenn ein maschinelles Parsen von Stichworten lediglich Begriffsmuster abbilden können und wenig über sich selbst erneuernde "kognitiven Landkarten" und Assoziationspfade und die inneren Kohärenz von prozeduralem, abgrenzendem, objektivierenden Wissen liefern können?
  • Die Welt wird mit den eigenen Augen gesehen, mit der eigenen Vernuft gewogen.
  • Wer legt die "Prüfungsgewichte" in Maß und Güte fest? Welche Waage kommt beim "Wiegevorgang" zum Einsatz? Wie können die individuellen/kollektiven Prüfungsergebnisse und die Qualitäten von Lehr- und Lernkonzepten subjektunabhängig verglichen werden?
  • Welche Vorbedingungen, Ursachen und Wirkungen gehören zu inhärenter, individueller Exzellenz und einer Kreativitätskultur von Lernen und Lehren, wenn Kreativität "an sich" mit klaren Analysen, Kompetenz zur Problemlösung, Synthese von scheinbar Unvereinbarem und subjektunabhängigen Bewertungen zusammen hängen?

Sichtweisen und mentale Denkmuster Blick hinein/heraus, individuell/kollektiv

Im Laufe des Lebens ändern sich Deutungs- und Handlungsmuster und Eigen-Erhaltungsprozesse können sich im Lichtkegel und Schlagschatten des Bewußtseins zeigen.

Wie wird ein "Zuwachs an Werden" erkennbar? Um Wandlungen der eigenen Person ( Kleinkind, Kind, Jugend, Erwachsen, Alter ) auf der "timeline des Lebens" umfassend wahrzunehmen, bedarf es bei Lern- und Lehr-Erfahrungen einer aufmerksamen Innen-/Außen-sicht von "sich selbst" und dem bettenden Kontext. Nach Goethe ist alles Zeitlich, alles Begrenzte, alles Endliche vergängliche und nur ein Gleichnis.

Johann Wolfgang von Goethe ( aus Faust II ):
"Alles ist ja nur symbolisch zu nehmen und überall steckt noch etwas anderes dahinter".

Es gibt unterschiedliche Sichweisen auf Innovative Lehr- und Lernkonzepte. Eine Gesamtschau wird versuchen, die individuellen und kollektiven Sichten, Zentralperspektiven und soziale Übereinkommen zu berücksichtigen. Lernen findet stets gegenwärtig statt. Lehren findet stets gegenwärtig statt. Reflektierte Erfahrungen gehören zum Lernen/Lehren.

Zu Lernen/Lehren gehören Aktualisierungen und Anpassungen an den gegenwärtigen Kontext. Komplexitätssteigerungen führen zu beschleunigten Rahmen-Kontexten. Auch eine vielschichtige Nutzenorientierung wird Innen- und Außensichten berücksichtigen.

 Seneca:
 Man kann den Wind nicht aufhalten,
 aber man kann Segel setzen.

In gewisser Näherung können mentale Denkmuster "Idealisierungen der Wirklichkeit" entsprechen und "Welt" mental strukturieren und die unüberschaubare Alltagskomplexität klassifizierend unterteilen und bedingt verständlicher machen.

 Antoine de Saint-Exupéry:
 ( Terre des Hommes; Wind, Sand und Sterne):
 Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, 
 wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat,  
 sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
 Edsger Dijkstra :
Einfachheit ist Voraussetzung für Zuverlässigkeit.

Natürlich sind solche Idealisierungen nicht die Welt an sich. Wenn alles Erkennen sich in Urteilen vollzieht, wer wiegt und mit welche Waage? Das eigene Weltbild ist individuell und kann in Überdeckungsbereichen mit kollektiven Ansichten wechselwirken. Disjunkte Weltbilder können "gegenseitig fremd" erscheinen.

 Antoine de Saint-Exupéry:
 Um klar zu sehen, genügt oft 
 ein Wechsel der Blickrichtung.

In gewisser Weise gehören zu inneren Simulationen zeitlich geordnete Bilder und Abstraktionen und ein Horizont zukünftiger Möglichkeiten ( Beispiel Wissensgesellschaft ).

 Dietlinde H. Heckt:
 In einer Wissensgesellschaft aufzuwachsen und zu leben bedeutet nicht, 
 mehr Wissen als je anzusammeln oder auswendig 
 zu lernen, sondern es intelligent zu nutzen.

Zur aktuellen ( meist unbewußten ) Sichtweise gehören markante Bezüge und gesellschaftliche und individuelle Konstruktionsmuster einer gemeinsamen und eigenen Wirklichkeit. Sichtweisen können sich ändern. Zu einer aktuellen Zentralperspektive gehören z.B. Standort, Blickrichtung, Öffnungswinkel und die inneren/äußeren Sichtverhältnisse.


Lerngemeinschaft und Gruppenmitglieder Wechselwirkungen

Zu einer Lerngemeinschaft ( Gruppe ) gehören Gruppenmitglieder. Es gibt gegenseitige Wechselwirkungen zwischen Individuen, zwischen Individuum und der Gruppe "als Ganzes" und zwischen Individuen untereinander und mit anderen Teilgruppierungen. Zu einer Lerngemeinschaft gehören unterstützende Beziehungen und regelmäßige Besprechungen ( face-to-face, Qualitätszirkel, usw. ).

Jeder Mensch ist auch ein Wesen der Kommunikation. Zu Lehr-und Lernprozessen gehören Kommunikationsprozesse. In gewisser Weise zielt Kommunikation auf eine kohärente Doppelung des Eigen.

  • Mit Massenmedien wird versucht, die Welt in Bekanntes abbildend darzustellen.
  • Mit informativen Massenmedien wird versucht, die Welt in bekannte Grundinformationen abbildend darzustellen.
  • Mit verbalen Vorträge wird versucht, die Welt in Sprache abbildend darzustellen ( Listening and Reading, Speaking and Writing ).
  • Mit Printmedien wird versucht, die Welt in Worte abzubilden. z.B. mit Hilfe von Büchern, Computer und News, Zeitungen. In alten Schriften können "Unsagbare Offenbarungen" Ähnlichkeitsabbildung entsprechen, die interpretiert werden und nicht eindeutig sind.
  • Mit Werbung wird versucht, die positiven Gesichtspunkte des Eigen abbildend darzustellen.
  • Ähnliches gilt für Bilder, Fernsehen, Filme, Theater, Multimedia, Musik, usw.

Es gibt Außen-Sichten ( wie z.B. den anderen betrachten ) und Innen-Sichten ( wie z.B. Introspektion, Gefühle, Bedürfnisse ). Es gibt unterschiedliche Blickrichtungen, die individuell unterschiedlich sind und vom aktuellen Standort ( wie z.B. Ort, Zeit, Individuation, aktuelle Begebenheiten, Erfahrungen ) abhängen können.

  • Zur individuellen Zentralperspektive eines Gruppenmitgliedes gehören die folgenden Sichten
    • Ein Gruppenmitglied schaut in sich ( wie z.B. Gefühltes, Mentales, Wünsche, psychologische Gefühlsmuster, Bedürfnisse, wie ist das für mich? ).
    • Ein Gruppenmitglied betrachtet ein anderes Gruppenmitglied ( wie z.B. Aufgabenverteilung, Trennendes/Zusammenwirkendes, stimmt unser Miteinander? ).
    • Ein Gruppenmitglied betrachtet seine Gruppe als Ganzes ( Funktion und Stellung, brauche ich die Gruppe? ).
  • Zu einer Gruppe gehören soziologische, kollektive Betrachtungen, Repräsentationen, Sichten, Wertungen.
    • Das gruppen-kollektive Verfahren wertet Gruppenmitglieder ( Soziologie, Selbstevaluationen, individelle/kollektive Gewichtungen, kollektive Einzelrepräsentationen ).
    • Zu einem Gruppenkollektiv "als Ganzes" können ( unbewußte ). Bewertungen einer anderen konkurrierende Gruppe vorherrschen.
    • Das Gruppenkollektiv "als Ganzes schaut" von innen in den bettenden Kontext der Gruppe ( was tut meine Gruppe/Staat für mich? ).

Psychische Wirkmechanismen beeinflussen Lehren und Lernen. Lernen ergänzt, wandelt, ändert das bisherige Wissen. Die latenten Emotionen und Vorurteile beeinflussen Lehren und Lernen, sind aber schwer faßbar.

Zum Eigen gehören eigene Sichtweisen, Einschätzungen, "automatische Wertungen" und Vorurteile. Bei der Individuation bilden sich in Wiederholungserfahrungen Gedanken-, Verhaltensmuster und "verinnerlichte Weltstrukturierungen" heraus.

Lernen ergänzt, wandelt, ändert das bisherige Wissen. Zu Urteilsmustern gehören innere Widerstände und Trägheitsmomente gegen Emergenz. Nach Lars-Eric Petersen versucht das Individuum "mit so wenig Denkarbeit wie möglich durch das Leben zu kommen."

In wenigen Sekunden vermittelt "der erste Eindruck" ein innere Gesamtbild, das unübersichtliche Gesamtkomplexität vereinfacht. Der Name wird zum Benannten. Nach Ustinov sind Vorurteile "womöglich die größten Schurken in der Geschichte von uns Menschen".

Zu Lehren und Lernen gehören Wiederholungserfahrungen. In Wiederholungserfahrungen können aus situaltiven Vorurteilen beharrende Strukturen werden, die die Vielfalt der unermeßlichen Komplexität des Lebens kategorisieren. Ein Vorurteil kann im vereinfachten Weltbild Gewißheit vermitteln und sich subjektiv bewähren. Bei Welt-Vorurteil-Kollisionen tritt i.a. automatisch eine starke Emotionalität auf, die sich meist in negativen Gefühlen zeigt.

Dietlinde H. Heckt:
 In einer Wissensgesellschaft aufzuwachsen und zu leben bedeutet 
 nicht, mehr Wissen als je anzusammeln oder auswendig 
 zu lernen, sondern es intelligent zu nutzen.

Was meinen kooperativ, konstruktiv, integrativ?

Bildung und Lehr- und Lernkonzepte sind auf Menschen ausgerichtet. Integrierende Konzepte versuchen die möglichen Methoden des Miteinander von "historisch-bewährtem" und "innovativ-neuem" geeignet zu nutzen. Hierzu gehören z.B. Gegenseitigkeit, Miteinander, technisch-mediale Unterstützung, persönlichen Begegnungen und Präsenztraining, Rollenspiel und Erfahrungsaustausch.

Die vielschichtigen, unüberschaubaren Lebenswirklichkeiten eines modernen Alltages können aus individueller Sicht ( poetisch ausgedrückt ) mit einem "Segelboot im Nebel der Zeit" verglichen werden. Bei sich selbst einen Anker werfen bringt keinen befreienden Weitblick, wenn Introspektion ohne Transpersonalität und ohne das "lebensfördernde Ganze" ist.

Kernthese: Gegenmittel zu fragmentierten Innenwelten sind kooperativ, konstruktiv, integrativ.

Kooperation (lat. cooperatio; Zusammenwirkung, Mitwirkung ) steht für ( fehlerfreundlich- ) ausgleichende Handlungsmuster des Zusammenwirkens von Lebewesen, Personen, Systemen. "Kooperativ" meint ein gemeinsames Miteinander. Personen, die sich kennen können kooperativ zusammen wirken ( Beispiele: Vernetzenung, soziale Netze ).

 Konfuzius (ca. 551 - 479 v.Chr.): 
 Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.
 Der Menschen Fehler entsprechen jeweils der Gemeinschaft, der sie angehören.
 Aus der Betrachtung ihrer Fehler wird ihre Menschlichkeit erkennbar.

Die Lernpsychologie möchte das menschliche Erleben verstehen und berücksichtigen, möchte die sinnesphysiologischen-kognitiven und sozialen Prozesse verstehen und berücksichtigen, möchte die kognitiven Konstruktionsprozesse und das Lernen als Ganzes verstehen und berücksichtigen. In diesem Sinne meint konstruktiv die Klärung der individuellen, kognitive Konstruktionsprozesse.

Ein konstruktives Lernen geht von einem aktiven, selbstgesteuerten Prozess aus. Zum langfristig-erlernten Wissens gehört ein hilfreiche Lernumgebung. Bewährt Kontexte ( Lernorte ) können das Lernen unterstützen. Zum konstruktiven Lernen gehören unmittelbare Auseinandersetzung mit praktischen Inhalten.

Kernthese: In Lernprozessen schaffen Lernende individuelle Repräsentationsmuster der Welt.

Im Laufe eines Lebens können sich "Weite und Tiefe" von individuellen Repräsentationsmuster ändern/wandeln.

 Benjamin Britten:
 Lernen ist wie Rudern gegen den Strom.
 Sobald man aufhört, treibt man zurück.

Eine integrative Haltung gegenüber dem Neuen entspricht ein maßvolles Erforschen des Neuen verbunden mit dem Wunsch, das Neue, soweit vernüftig, in eine übergeordnete ( emergierende ) Ganzheit einzubringen.

 Dietlinde H. Heckt:
 In einer Wissensgesellschaft aufzuwachsen und zu leben bedeutet 
 nicht, mehr Wissen als je anzusammeln oder auswendig 
 zu lernen, sondern es intelligent zu nutzen.

Zum forschenden Erlernen gehören Selbsterprobungen, hoffende Erfahrungen und inneres kartographieren von pfadlosen Neuland.

 Johann Wolfgang von Goethe: 
 Es ist nicht genug zu wissen - man muss auch anwenden. 
 Es ist nicht genug zu wollen - man muss auch tun.

Bei Dialogbereitschaft kann i.a. mehr Gemeinschaft zwischen etablierten Fachbereichen wachsen, wobei Standortwechsel die eigene Zentralperspektive erhellen und ergänzen können ( "Dekonstruktion des wissenschaftfernen Ego" ). Zum forschenden Lernen schreibt Galilei:

Galileo Galilei (1564-1642): Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.

In gewisser Weise zielt die innere/äußere Integrität (lat. integritas; unversehrt, intakt, vollständig ) auf das Zusammengehen der idealistischen inneren Werte mit der tatsächlichen Lebenspraxis. Integration ( lat. integrare; wiederherstellen ) entspricht die Wiederherstellung einer integralen Ganzheit.

Natürlich können die Begriffe kooperativ, konstruktiv, integrativ hin zu vielen abstrakten Ebenen gedacht werden, wie z.B. als fächerübergreifende, inhaltliche Zusammenschau, personales Zusammenwirken von Lehrenden aus verschiedenen Bereichen und Disziplinen, institutionelles Zusammenwirken ( Industrie, Hochschule ), usw.


"Integrative" Wissenschaft geht das?

Die technische Kybernetik ( Norbert Wiener ) kann innere strukturelle Ähnlichkeiten zwischen unterschiedlichen Gebieten herausarbeiten. Dies ist deshalb von Interesse, weil sich - trotz unterschiedlicher Fachsprachen und Zugänge - oft "Kernmethoden" finden lassen, die fächerübergreifend in jedem Fach gelten.

Siehe z.B. Kybernetik , Norbert Wiener , "The Human Use of Human Beings – Cybernetics and Society", Kognitionswissenschaft

Der Begriff "integrativ" sollte auch Fachüberspannendes und Methodenüberspannendes umfassen, nicht lediglich eine spezielle Wissenschaft, sondern mehrere. Nach Wikipedia ist eine Theorie wissenschaftlich, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Konsistenz (innere und äußere Widerspruchsfreiheit)
  • Sparsamkeit (sparsam in den vorgeschlagenen Strukturen oder Erklärungen, siehe Ockhams Rasiermesser)
  • Nützlichkeit (beschreibt und erklärt beobachtbare Phänomene)
  • Empirische Prüfbarkeit und Falsifizierbarkeit (siehe Falsifizierbarkeit)
  • Begründung auf vielen Beobachtungen, oft in der Form kontrollierter, wiederholbarer Experimente.
  • Korrigierbarkeit und Dynamik (wird geändert, wenn neue Daten entdeckt werden)
  • Progressivität (ist besser als vorhandene Theorien)
  • Vorläufigkeit (macht das Zugeständnis, dass sie nicht richtig sein könnte, statt Sicherheit vorzugeben).

Jede Wissenschaft, wie Mathematik, Physik, Maschinenbau, Werkstoffkunde haben ein fachspezifisches Vokabular, wissenschaftliche Tiefen, ein langes Hochschulstudium. Siehe z.B. de.wikipedia Wissenschaftsgeschichte , Akademischer Grade ( Deutschland ). Ein vortragender Wissenschaftler kann entsprechend seinem langen Hochschulstudium geneigt sein, von den zusammenfassenden wissenschaftlichen Strukturen seiner Dispiplin z.B. ausgehend von Differentialgleichungen das einführende Lehrbeispiel als Sonderfall der allgemeineren Theorie abzuleiten. "Integrativ" meint z.B. die Schraube in fachlich-kybernetischer Zusammenschau und wechselnden Fachbezügen zu präsentieren und zu behandeln.

Der Begriff "Integrativ" enthält u.a. das gleichzeitige Zusammenwirken von sozial-kommunikativen Kompetenzen, von seminaristischem Miteinander, begleitetes Lernen, eigene und gegenseitige Aktivitätenstärkung, pre-Stoffaufbereitung mit Kurzbeiträgen und Selbstorganisation, forschungsorientiertes Studieren, begleitetes/individuelles/freies Selbststudium, Selbstorganisation , strukturierende Lösungsweg-Findungen, reflektiertes und zielorientiertes Vorgehen, verfestigende Trainingsmethoden, zusammenfassende Themen-Reflexionen, gegenseitige Evaluation.

  Comenius ( 1592-1670 ):
 Alle alles in Rücksicht auf das Ganze zu lehren.
  Konfuzius (ca. 551 - 479 v.Chr.):
 Bildung ist jenseits aller Standesunterschiede.

Fachspezifische vs. interdisziplinären Grundlagen Fundamentale Durchdringungen

Jede Zeit stellt an die Hochschule eigene Anforderungen. Seit es Universitäten gibt, gibt es Bemühungen um die interdisziplinären Grundlagen. In der Neuzeit gibt es eine Explosion des Fachdisziplinen, der Berufe, der Fachbereiche, usw.. In einer fragmentierten Wirklichkeit kann die eine Wahrheit in viele fachspezifische Wahrheiten zerfallen.

Was meint heute Studium universale, Studium fundamentale, Studium generale, Studium integrale, Allgemeinbildung, usw.? Siehe z.B. Studium generale .

Wie können Hochschulen die Durchdringung aller Organisationsformen ( z.B. Fachbereiche ) infolge von interdisziplinären Querschnittserfordernissen abbilden und interdisziplinären Bezüge einbeziehen?

  • Welche grundlagenorientierten / methodenorientierten Veranstaltungen sollten interdisziplinär und offen angeboten werden?
  • Welche alten Erlasse/Verordnungen/Gesetze behindern notwendige Anpassungen?

Beispiel: Beinahe alle Studierenden brauchen Hilfsmittel und moderne Internet-Technologien. Welche Grundlagen und welches Basiswissen ist notwendig, um z.B. multi-rechtliche Verträge oder Erfahrungen zur Datensicherheit zu bekommen? Solche aktuellen Herausforderungen verkörpern auch im Sinne des humanistischen Bildungserbes den Auftrag der Hochschulen, die umfassende Allgemeinbildung interdisziplinär zu fördern. Im Interesse der Studierenden können Fachbereiche erbrachte Leistungen im Zeugnis als freie ergänzende Zusatzleistung aufnehmen. Hierzu sind keine neuen Studien-/Prüfungsordnungen erforderlich.



:: Universelle Werte und Historie Frühgeschichte bis UN-Menschenrechte

Wie kann man universellen Werten, wie z.B. dem Begriff "Bildung" näher kommen? Hier erfolgen nun keine detailierte Untersuchung von allgemeinen/historischen Bedingtheiten, sonder lediglich ein subjektiver Schnelldurchgang zur Historie. In gewisser Weise verstecken sich auch in beinahe allen Anpassungen von Lehr- und Lernverfahren aus Vergangenheit und Gegenwart grundlegend-innerste Ähnlichkeitsmuster. Bedingt gilt dies wohl auch 2016 ( Mottos z.B. "Weiterbildung 4.0", "fit für die digitale Welt", "Die digitale Bildungsrevolution", usw. ). Der Begriff Digitalisierung umschreibt tiefgreifende Veränderungsprozesse, die Gesellschaft und Arbeitswelt von Grund auf verändern.

Wie kann eine humane Bildung des Menschen zusammengehen mit digitalen Medien und personalisierten Lernen? Wie können vorgegebene Lernumgebungen weniger die technischen Verwaltungs- und Kontrollanforderungen priorisieren und sich mehr an inspirierend-zielfindenden Lernwegen orientieren und dabei das kooperativ-Mitmenschliche befördern? Welche Kompetenzen brauchen Menschen in einer digitalisierte Welt und im beruflichen Alltag? Welche modifizierten Organisations- und Rechtsformen beruhen weniger auf den Vorstellungen von quasi-statischen Entitäten und dafür mehr mehr auf den Veränderungsmustern von notwendigen Anpassungen und Weiterentwicklungen und auf einer nachhaltigen Bildung umd mehr Gegenseitigkeit und kooperativem Miteinander?



Frühgeschichte Jäger und Fischer

Lernen und Lehren sind so alt wie die Menschheitsgeschichte. Lernen und Lehren hängen zusammen mit den Lehrenden, den Lernenden, der Lerngemeinschaft, der Kultur und gesellschaftlichen Erfordernissen. Zu allen Zeiten sind Sprache, Wissen und Erfahrungen und deren Weitergabe von Eltern an Kinder, von Lehrern an Lernende die Vorbedingung für Kultur und kollektive Werke.

ESA-Satelittenaufnahme Europa bei Nacht
Bildquelle: ESA-Satelittenaufnahme
In der Ur- und Frühgeschichte mußten Kenntnisse der Jagd und der Herstellung und Benutzung von (Stein-) Werkzeugen erlernt werden. Als Selbstversorger erlernen Jäger/Fischer die Herstellung und den Umgang mit den Jagd/Fischfanggeräten.
Lernen erfolgt
in Gemeinschaft,
"face to face" und
in Selbsterprobung.
Zum forschenden Erlernen gehören Selbsterprobungen, hoffende Erfahrungen und inneres kartographieren von pfadlosen Neuland. Lernen und Lehren hat seine Zeiten und möchte ausgehend vom gegenwärtigen Lebenskontext die Handlungsbefähigung stärken., Wissen und Können, Denkstrukturen und Handlungsmuster verweisen in gewisser Weise auf Aneignungsprozesse bei Lern- und Lehr-Vorgängen, die auf dem individuellen/kollektiven Lebensweg hilfreich geeignete Kompetenzen ermöglichen. Kompetenzen wachsen mit den Lernergebnissen.

Bleibt z.B. über Generationen das handwerkliche Wissen und Können etwa gleich, so kann sich eine praktisch-bewährte-standardisierte Art der ( Wissen/Können/Inhalts/Erfahrungs- ) Vermittlung herausbilden.

 John Dewey: 
 Die aktive Seite der Erfahrung ist Ausprobieren, Versuch – man macht Erfahrungen.
 Die passive Seite ist ein Erleiden, ein Hinnehmen. Wenn wir etwas erfahren, so wirken
 wir auf dieses Etwas zugleich ein, so tun wir etwas damit, um dann die Folgen unseres
 Tuns zu erleiden. Wir wirken auf den Gegenstand ein, und der Gegenstand wirkt
 auf uns zurück.
 Margaret Mead ( Anthropologin ):
 Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe aufmerksamer, 
 engagierter Bürger die Welt verändern kann. Tatsächlich  
 ist es das einzige, was die Welt jemals verändert hat.

Lernen durch Belehrungen versucht Belehrungswissen zu vermitteln. Lernen durch Belehrung bietet kaum Raum für eigene Erfahrungen. Lernen durch Belehrung neigt zu ( kurzzeitigem ) Anhäufen von formalen Faktenwissen. Lernen durch Belehrung ist kein erfahrungsbasiertes Lernen des "unbekannten Wie" ( prozessual ).

Thomas Huxley: Das Ziel des Lebens ist nicht Wissen, sondern Handeln.

Umwelt, Mitwelt, Handwerkzeuge und technische Geräte ändern sich. Heute ( 2013 ) setzt die gesellschaftlich gesteuerte Erziehungsbedürftigkeit auf den gesellschaftlichen Nutzen, Konsumwachstum und staatliche Finanzierungen für Rahmenvorgaben und kann kaum die ( historisch gesehen beschleunigten ) soziale/kulturelle Wandlungen und die ökonomische/technologische/gesellschaftlich Entwicklungen vorhersehen oder fassen.

Eine globalisierte Welt ( mit den weltweiten Waren-Stömen, weltweiten Menschen-Stömen, z.B. Völkerwanderung, den weltweiten Energie-Stömen z.B. Öl, den weltweiten Nahrungsmittel-Strömen z.B. Getreide, den weltweiten Information-Strömen z.B. Cloud, den weltweiten Verkehr-Strömen z.B. LKW, Flugzeug, Eisenbahn, Schiff, usw. relativiert die ort- und zeitgebundene Potentialität von Licht und Schatten. Es gibt Künstlichen Intelligenz, vielfältige Algorithmen, das Internet der Dinge, Robotern, selbstfahrende Autos, Drohnen, Wearables, Augmented Reality und Virtual Reality. Eine "stagnierende einzig wahre" Metaphysik kann sich vom sinnstiftenden Mythos zum Märchen entwickeln. Mit technischen Hilfsmitteln wird heute auch die dunkle Hälfte der Erde erhellt.

Zhuangzi ( ca.365-290 v.Chr. ): "Wenn einer seine Geschäfte maschinenmäßig betreibt, bekommt er ein Maschinenherz, und dem Geist geht der Sinn verloren."

 Antoine de Saint-Exupéry:
 Wer nur um Gewinn kämpft,
 erntet nichts, wofür es sich
 lohnt zu leben.

Technische Innovationen können sich auf Lern- und Lehrmaterialien auswirken. Innovationswirkungen können "vielfältig Kreativität und innovative Vielfalt" befördern.

Die "einzig richtigen Ziele" gab es gestern. Erziehungslandschaften wandeln sich vom strikten entweder-oder hin zu neuen, vielfältigen Ganzheiten im sowohl-als-auch.

Das sowohl-als-auch ist nicht zu verwechseln mit "Beliebigkeit"! Vorurteile und Eigenzentrierungen in der zentral-perspektivischen Sicht sind Vereinfachungen. In einer vielschichtigen Mit- und Umwelt kann ein analytisches Denken im sowohl-als-auch das einseitige "Bubi immer recht haben will" und vorschnelle Ausgrenzen sichtbar machen.


Ackerbau Sesshaftigkeit

Mit dem Ackerbau kam die Sesshaftigkeit. Mit den Ständegesellschaften kamen arbeitsteilige Gesellschaftsformen und spezielles Fachwissen. Effiziente Ständegesellschaften ermöglichten mehr Zeit für Lehre und Bildung. Zu den Gewerbestufen ( Lehrling, Geselle, Meister ) gehören Lehrformen, Lernformen und Lebenswege, die sich über mehrere Generationen hinweg herausbilden und bewähren konnten. Es gab

kollektive Intentionalität, Funktionskompetenz und konstitutive Teilhabe-Regeln.

Heute geht es bei Bildungsbemühungen "von oben her" manchmal mehr um eine Art "Curriculumentwicklung", etwa so, als ob ein gutausgedachter Plan einfach anwendbar und beliebig übertragbar sei. Bei konkrete Realisierungen und praktische/sinnstiftende Durchführungen können sich "verbalen Luftblasen" auflösen. Die Vielfalt alle gegenwärtigen Lebenswirklichkeiten und die individuellen/kollektiven Notwendigkeiten stellen Anforderungen und können nicht als "normiert" abgetan werden. Wie get es mit den sinnstiftenden, praktischen Durchführungen?


Wandel von Denk- und Erkenntnisstrukturen ( Aufklärung ) Schulpflicht

Der Mensch ist Einzelwesen und Gruppenmitglied, unterliegt äußeren Regeln (Kultur, Moral, Gesellschaft, usw.) und inneren Bezügen (Charakter, Veranlagung, Wissen, Bildung, usw.) und Mechanismen (Konditionierung, präattentive Prozesse, Unbewusstes, usw.). Bereits im 15. Jahrhundert nahm Nikolaus von Kues (1401-1464) ein neuzeitliches wissenschaftliches Denken vorweg und entwickelte eine Erkenntnistheorie, nach der das menschliche Wissen auf Vergleichen und Messen beruhe.

  Comenius ( 1592-1670 ):
 Alle alles in Rücksicht auf das Ganze zu lehren.

Mit der Aufklärung kam die Schulpflicht. Es entstanden Realschulen, Baumschulen, Handelsschulen, Kunstakademien, Fachschulen, Technische Hochschulen. Schulische Erziehung ist Bestandteil der Moderne.

Pestalozzzi ( 1746-1827 ): "Erst bist du, Kind, Mensch, hernach Lehrling deines Berufs."
Humbold ( 1767-1835 ): "Der wahre Zweck des Menschen ... ist die höchste proportionierlichste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen"
Lucius Annaeus Seneca ( 4 vor - 65 nach Chr. ): "Lehren sind ein langweiliger Weg, Vorbilder ein kurzer, der schnell zum Ziel führt."



Industriealisierungen, Wissensgesellschaften ( Moderne ) Mit-Gemeinschaft/Gesellschaftsmentalität

Der Begriff Moderne bezeichnet einen Umbruch in vielen Lebensbereichen gegenüber der Tradition. Wegen des Bevölkerungswachstums wird aus der "Mit-Gemeinschaft" mehr und mehr eine Gesellschaftsmentalität.

Zur rein handwerklichen Fertigung kommt die Massenproduktion durch Maschinen. Unbefriedete "Steigerungsgesellschaften" können zur "Wegwerfgesellschaft" tendieren ( Müllberge ). Vernunft, Positivismus und Rationalität setzten sich ( als Idealisierungen ) durch.

Die Zweite Moderne ( Postmoderne, Risikogesellschaft, Globalisierung, Weltgemeinschaft, Welt-Moderne ) bringt ein Denkens in globalen Zusammenhängen, globale Gewinnoptimierungen und Sozialisierungen von unbewältigbaren Fehlentwicklungen. Zu den globalen Dominanz-Bestrebungen gehören weltweite Ressourcen-Nutzungen und die Mächtigkeit unvollständig gedeckter Finanzströme. Nachrangiger können das Lebens als Ganzes, das Miteinander, das Alltägliche, die Förderung der lokalen Einbindungen aller Menschen in die Region werden ( 2016 z.B. isi.fraunhofer.de, Wie können Universitätsleitungen die regionale Verankerung von Hochschulen stärken?  Hochschule und Region .pdf ), Der Volkmund sagt zu den rein gewinnorientierten Wirtschaftsystemen, den unbezahlbaren Militärhaushalten, egozentrischen Diktatoren und den unkontrollierbaren Dominanz-Bestrebungen von Groß-Organisationen etwa:

Bubi möchte der größte von allen sein und von allen geliebt werden.

In der "Zweiten Moderne" zersplittert die "eine Wahrheit" in bedingt widersprechende wissenschaftliche Fachwahrheiten. In den äußeren/inneren Anforderungen eines Alltages und den undurchschaubaren formalen-systemischen Komplexitäten schwinden durchtragende metaphysische Geborgenheiten. So wie es heute keine vollkommene Widerspruchsfreiheit sachverhaltsbezogener Aussagen in speziellen, fachwissenschaftlichen Aussage gibt, gibt es keinen determinierten Zusammenhalt zwischen Gruppenteilnehmern und keine eindeutige Nachvollziehbarkeit ( siehe z.B. Kohärenztheorie ). Kooperative Lehr und Lernformen in bildungsgemeinschaftlichen, offenen Kulturlandschaften können die emotionale Kohärenz und das humane Miteinander befördern.

 Cornelia Pieper:
 Heute und noch mehr in der Zukunft hängen Innovationen, Wachstum
 und Wohlstand einer Gesellschaft maßgeblich von der Qualität 
 der aus Bildungs- und Lernprozessen resultierenden Kompetenzen
 und Qualifikationen ihrer Bürger ab. Für die drängenden Reformen 
 unseres Bildungssystems brauchen wir Einrichtungen, die vorangehen, 
 Beispiele geben und zeigen, wie effizientes Lernen innovativ 
 gestaltet werden kann.
 Ruth Cohn 
 ( Themenzentrierten Interaktion ) sagt:
 Es geht ganz klar um eine Umwertung der Werte. 
 Wenn ich als höchstes Ziel setze, dass meine 
 Organisation nur den größten Profit macht, dann 
 sind menschliche Werte Humanitätsduselei. 

Materialismus, Rationalismus, Idealismus, Empirismus bei innovativen Lehr- und Lernkonzepten

Jede Denkschule hat seine Zeit.

  • Zum Finanz-Kapitalismus gehört eine Schule für das virtuelle Spielen mit "ungedecktem Bit-Geld".
  • Zum Materialismus gehört eine Schule der gegenständlichen Dinge mit "Pseudo-Besitzrechten".
  • Zum Rationalismus gehört eine Schule der Prinzipien und Methoden.
  • Zum Idealismus gehört eine Schule des Geistes.
  • Zum Empirismus gehört eine Schule des praktischen Lernens.

Der Rationalismus ( lat. ratio: Vernunft ) priorisiert die Vernuft und das rationale Denken für den Erwerb von Erkenntnis und Wissen.

Der Idealismus ( gr. ἰδέα Idee, Urbild ) hat unterschiedliche Fassetten. Der Idealismus kann als eine Orientierung an Wertvorstellungen bedeuten, die über die meßbare Realität hinausgehen. Der Idealismus kann das eigentlich Wirkliche als geistig-ideelle ( mental-innere ) Natur betrachten. Der Idealismus kann die physikalische Welt als eine Summen von untersuchbaren Objekten betrachten. Diese Objekte werden bewußt und existieren erst dann, wenn es Menschen gibt, denen dies bewußt ist.

Der Materialismus ( Materie ) kann das Materielle herausstellen. In einer Konsumgesellschaft kann das Besitzdenken und das Streben nach Wohlstand und materiellem Besitz in das Zentrum rücken ( Lebenseinstellung: "Bubi das auch haben will" ).

Der Empirismus ( lat. empiricus, der Erfahrung folgend) geht davon aus, daß Erkenntnisse aus Sinneserfahrungen kommen. Vorherige Erkenntnisse kommen aus vorherigen Beobachtungen/Experimenten und davor liegenden Erkenntnissen. Grundlegend für Wissen und Können ( Wissenschaftskonzepte, Logischer/Konstruktiver Empirismus ) sind also Sinneserfahrungen/Beobachtungen/Experimente.

Albert Einstein ( 1948 ) Die Tragik des modernen Menschen liegt (...) darin: er hat für sich selber Daseinsbedingungen geschaffen, denen er auf Grund seiner phylogenetischen Entwicklung nicht gewachsen ist.

Albert Einstein ( 1948 ) Inmitten der Schwierigkeit liegt die Möglichkeit.


Ganzheit und Fragmentierung ( Heute ) Zunehmende Komplexitäten, Vielheit, Aufsplitterungen

Ein Stein ( Objekt ) kann in Teile zerschlagen werden. Alle Einzelteile des zerschlagenen Steines ( viele Objekte ) können nicht mehr exakt zum Orginal-Stein zusammen gesetzt werden. Aus einem Steinbruch werden Bruchstücke herausgebrochen, die dem Hausbau dienen können und z.B. zu "Mega-Städten" führen können.

Im Verlauf der Geschichte teilten und spezialisierten sich die Wissenschaften.

Bas van Fraassen ( 1980 ):
"Wissenschaft hat zum Ziel, uns Theorien zur Verfügung zu stellen, die empirisch adäquat sind; und die Anerkennung einer Theorie beinhaltet nur die Überzeugung ihrer empirischen Adäquatheit. Dies ist die Formulierung der anti-realistischen Position, für die ich plädiere; ich werde sie konstruktiven Empirismus nennen."

Es gibt Aufspaltungen in wissenschaftliche Fachdisziplinen und ein "mehr" an Wissen und Können, kontextabhängige Verfeinerungen und zunehmender Gesamtkomplexitäten ( Siehe z.B. Kontextsensitivität in der Informatik, Awareness in der Psychologie). Die äußere, formalisierte, bedingte Wirklichkeit von Menschen in unserem 21. Jahrhundert divergiert/kummuliert mit zunehmender Gesamtkomplexität. Zerrissenheit entspricht einer individuellen "Zerschlagenheit" und dem "Zwiespältigen nicht Ganz sein" und inneren Konflikten zwischen Wünschen und Wirklichkeit.

 Antoine de Saint-Exupéry:
 ( Terre des Hommes; Wind, Sand und Sterne):
 Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann,
 wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, 
 sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.

Edsger Dijkstra :
Einfachheit ist Voraussetzung für Zuverlässigkeit.

Es gibt zahlreiche gesellschaftliche verpflichtende ( Teilhabe- ) Regeln. Auf unterschiedlichen Ebenen soll das Miteinander formal-verbindlich geregelt werden. Es gibt z.B. Kindergärten, Schulen, Hochschulen mit zahlreichen Verordnungen. Es gibt z.B. den Strassenverkehr mit Vorschriften und Gesetzen. Es gibt z.B. die Familie mit internen Hierachiemustern. In ähnlicher Weise gilt dies für Organisationen mit den Einpassungsanforderungen, den zahlreichen Wissenschaften, Ökonomie, Ökologie, usw. Diese formalen Strukturen schaffen größere, übergreifende ( globale ) Einheiten. Es entsteht eine unüberschaubare und wachsende Vielfalt von neuen-modifizierten-schematisiert Modellen, die kaum die natürlichen, eigenen Bedürfnisse und Lebenserwartungen abbilden. "Vielfalt gestalten" ( Diversity-Audit ) braucht erkennbare Wegweise hin zu humanen, kulturüberspannenden, emergenten Gemeinsamkeiten. Natürlich gehören zu Innovationen auch Phänomene des systemischen Eigensinns von Organisationen/Hochschulen, Verfügbarkeiten und besitzstandswahrende Nutzungserlaubnis von Ressourcen und latentes Beharrungsbestrebungen bei Veränderungsprozessen.

Infolge moderner Kommunikations- und Verkersmittel wird die Erde mehr und mehr zu einem "globalen Dorf". Auf der Erde gibt es kulturelle Historien und kulturelle Ausprägungen. Das Miteinander im "globalen Dorf" braucht den kulturüberspannenden Dialog, das interpersonales Konfliktmanagement, interkulturelle Kompetenz, interfakultative Veranstaltungen, Teamkompetenz, Führungskultur, Kompetenz für fehlerfreundlichen Interessenausgleich, Kompetenzen aus Lernergebnissen, Handlungsorientierungen (soziale Identität), Lebenslanges Lernen, life long learning, lernend Altern, Wissenschaftliche Weiterbildung, Medien-Kompetenz, Präsentationen, Rhetorik, Moderationstechniken bei Gruppen, Präsenzveranstaltung, Kontaktstudium, Erwachsenenbildung, Alumni, begleitetes/individuelles/freies/autonomes Studium

Die Technikgeschichte und Bildungsgeschichte zeigen typische Trends auf "von generationenübergreifender Persistenz zu flüchtig-fragmentierter Zeit", "von klarer Zuordnung zu heterogener Komplexität", "von wenigen Disziplinen zu vielen Disziplinen", "von geographisch-lokalem zu globalem", "von Wenigen zu Vielen".

Die "Ver-Organisierung von Studierenden-Zahlen" als Zuteilungsmaß von Finanzmitteln führt zu der Frage, wie durch soziale Gründe und wohlwollende Noten die Studierenden im Hochschulsystem gehalten werden können, auch wenn dies ihre Zukunft bedingt verbauen kann. MmHhhh ...

Zu jeder Epoche gehören typische Merkmale, die positv/negativ ausgedrückt werden können.

Zum Rationalismus gehört eine Schule der Prinzipien, 
zum Idealismus gehört eine Schule des Geistes, 
zum Empirismus gehört eine Schule des praktischen Lernens.

Bei jedem einzelnen Lehr- und Lernvorgang findet eine Konzentration auf "das aktuell Gegenwärtige" statt: beim Rechnen auf das Rechnen, beim Zuhören auf das Hören, beim Mitdenken auf das Denken. Dynamische Gruppen-Wirkmechanismen können einen mentalen/gefühlten Gruppen-Lern-Erfahrungsraum bilden, der den vielfältigen Neigungen und Begabungen eine Heimat bietet. Zu den Mitgliedern einer Lerngemeinschaft gehören natürlich Lernende und Lehrende und ein Campus und Gemeinsamkeiten incl. Freizeit, Sport, Projekte, usw. In gewisser Weise kann eine Lerngemeinschaft ein vielfältiges, dynamisches Beziehungsgeflecht, individuelle Gestaltungsinitiativen und die vielfältigen Begabungen befördern und anerkennen.

Moderne Informationstechnologien sind lediglich Hilfsmittel und kein "Lernen an sich". Innovationswirkungen können "vielfältig Kreativität und innovative Vielfalt" befördern. Informationstechnologien ( Buch, Computer, usw, ) können das eigene Lernen begleiten und fördern. Wie und wie schnell ändern sich Hilfsmittel für Lern- und Lehrmaterialien in Bezug zu den technischen Innovationen? Bei jedem einzelnen Lehr- und Lernvorgang findet jedoch eine individuelle Konzentration auf "das aktuell Gegenwärtige" statt. Bei hinreichender Nicht-Zentrierung auf den aktuellen Lehr- und Lernvorgang können Aufmerksamkeitsräuber, wie z.B. bildframentierende Computerchen, den aktuellen Lern-Erfahrungsraum ungesehen hin zur "Cloude" verlassen.

Eine autoritäre Lehrautorität ist keine. Zu jeder Epoche gehören Persönlichkeiten, die das Allgemeinwohl vor dem Egozentrismus sehen. Zu einer Autorität gehören Führungskompetenzen und typische Merkmale wie z.B. Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Kontaktstärke, Einfühlungsvermögen, Offenheit, Überzeugungskraft, Kooperationsbereitschaft, Fachkompetenz, Zielorientierung, Zielstrebigkeit, Handlungsorientierung, Flexibilität, Prozesskompetenz, Beharrlichkeit, Gewissenhaftigkeit, ein kometenter Umgang mit "Zeithorizonten", usw. Kompetenzen wachsen mit den Lernergebnissen.

Hier mal nachdenklich/negativ. Kommunikationstechnologien, Unterhaltungsmedien, Massenmedien und Technik ermöglichen eine akustische Rundumversorgung und Filme auf Abruf, verfügbar an jedem Ort der Erde und zu jeder Zeit. Virtualisierungen ( z.B. ettikettierend-werbend, Ich-/Wir-haftes, Singular-/Plural-Subjekte ) sind allgegenwärtig und beeinflußen individuelle Weltbilder. Eigenzentrierte Konsumbedürfnisse und "Haben-Wollen" können Steigerungsgesellschaft, Wegwerfgesellschaft, Müllberge bedingen.

Technologische Ubiquitäten (wie z.B. allgegenwärtiges Internet ) ermöglichen den Zugriff auf "Cloudige Informationen" ( Informationsüberflutung, Dominanz weltumspannende Konzerne ). Eine Individualität, die sich aus vielfältigen, kurzfristigen Ablenkungen bildet kann hin zu einer mental-zersplitterten Erfahrungswelt führen, in der die langfristige individuelle Persitenz abnehmen und in den kurzfristige Terminfolgen und wechselnden Wünschen die nachhaltigen ( Lebens- ) Ziele, der durchtragende Sinn und die alltägliche Orientierung fragmentieren können.

Die Intuition kann neue Möglichkeiten eröffnen und zu bahnbrechenden Neuerungen führen. Pierre Bourdieu ( 1988 ) sagt dazu: "Etwas tun, ohne genau zu wissen, was man tut - damit eröffnet man sich die Chance, in dem, was man getan hat, etwas zu entdecken, was man vorher nicht wusste."

Ein studentischer Mentor erklärte den Studienanfängern einmal den Prozeß des Studierens etwa so: "An unserer TH ist das Studium easy. Jedes Semester ist wie eine Zugfahrt. Du steigst ein, betrachtest das Abteil und die vorbeifliegende Welt. Zwischendurch wird was dazu erzählt. Wer am Semsteranfang zu spät kommt und den Zug verpaßt, der läuft hinterher, hat Ausdauerprobleme und bekommt nichts mit ... und tatsächlich gibt es viele Studienabbrecher ..."

 Dante Alighieri ( 1265-1321 ):
 Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt,
 der andere packt sie kräftig an und handelt.

Was ist Bildung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft? Was ist Bildung im kulturellen Kontext von Gestern, Jetzt und Morgen? Was wird wohinein gebildet? Wie wird Selbsterkenntnis und wie erkennt sich diese selbst?

Douglas McGregor prägte 1960 die Führungsphilosophien ( Managementtheorien ): Theorie X und benannte als Alternative der Theorie Y. Die Theorie X nimmt an, dass der Mensch von Natur aus faul ist und versucht der Arbeit aus dem Weg zu gehen. Er ist er von außen motiviert und extrinsisch ausgerichtete auf Belohnung, Sanktionen. Die Theorie Y nimmt an, dass der Mensch ehrgeizig ist und sich zur Erreichung sinnvoller Zielsetzungen bereit zu selbstdisziplinierten Kontrollen ist. Verantwortungsbewusstsein und Kreativität prägen dieses Menschenbild. Die Arbeit kann als Quelle der Zufriedenheit gesehen werden, hat Freude an seiner Leistung. Siehe z.B. X-Y-Theorie concept-of-ursdqiqoqpq

  • IQ = normale Intelligenz des Verstandes
  • EQ = Emotionale Intelligenz des Herzens und der Zusammenarbeit
  • VQ = Vitale Intelligenz des Instinkts und des Handelns
  • AQ = Intelligenz der Sinnlichkeit (Attraction) und der instinktiven Lust und Freude, Schönheit, künstlerische Performance
  • CQ = die Intelligenz der Kreation (Creation) oder der intuitiven Neugier
  • MQ = Intelligenz der Sinngebung und des intuitiven Gefühls (meaningful)
  • PI = Professionelle Intelligenz, Gesamtheit im Gelingen von PI = IQ + EQ + VQ + AQ + CQ + MQ

Organisierte Lehre und kollektive Krativität ( Heute ) Organisationen als Innovationsbremsen

Beim formalisiertes Schul-Lehren und Lernen wird oft der Begriff "Kompetenzerwerb" (Kompetenz lat. Eignung, zu etwas fähig sein ) verwendet. In Schul-Organisationen verweist Kompetenz auf Rechte und Pflichten von Stelleninhabern oder Funktionsträgern. In der Linguistik meint Kompetenz mehr das Sprachwissen und weniger das Sprachkönnen. In der Pädagogik meint Kompetenz die Fähigkeiten und Fertigkeiten im pädagogischen Kontext ( Siehe z.B. Kontextsensitivität in der Informatik, Awareness in der Psychologie). Die Soziale Kompetenz ( englisch social skills ) meint die individueller Einstellungen und Fähigkeiten für kooperatives Handeln in einer Gemeinschaft. Siehe z.B. Soziale Kompetenz .

F.E. Weinert beschreibt in der Psychologie die Kompetenz als ...

 die bei Individuen verfügbaren oder 
 durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und 
 Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, 
 sowie die damit verbundenen motivationalen, 
 volitionalen und sozialen Bereitschaften und 
 Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen 
 Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll 
 nutzen zu können.

Eine Erziehung im Sinne speziell-formalisierter Handlungskompetenzen ist noch keine Bildung. Eine stark formalisiertes Schul-Lehren und Lernen zielt auf den Kompetenzerwerb und bei einem erfolgreichen Abschluß auf eine formalisierte Statuszuweisung. Bei sich stets wandelnden Erfordernissen und beschleunigten Wissensexpansionen bietet ein einmalige Kompetenzerwerb keine dauerhafte Status-Sicherheit. Was ist dann Bildung in sich schnell wandelnden gesellschaftlichen Anforderungen?

Zu Organisationen und Institutionen gehören Unterteilungen mit Zuständigkeiten und formalisierte Methoden und Funktion von Mitarbeitern, die z.B. anfallende Arbeiten planmäßig abarbeiten, sortieren, ordnen. Siehe z.B. Organisation . Organisieren entspricht grob einer arbeitsteilig spezialisierten Bewerkstelligung.

Eine effiziente, kostengünstige Arbeitsteilung führt i.a. zu kleineren Einheiten ( und zu dem bekannten "hier bin ICH zuständig" ). Inhalte spezialisiert, Kleinst-Module formalisiert. Mit den Wiederholungen können Prozesse standardisiert und Tagesabläufe effizienter werden. Anderseits können "eingefleischte-effiziente" Wiederholungsmuster führen zu maschinen-ähnlicher Automatisierung der Tagesarbeit, zu psychologischen Sicherheitsgefühl im Bekannten und Gewohnten, zu intellektueller Bequemlichkeit und Starrheit und zur historischen Erstarrung "im ewig Bewährten".

 Zhuangzi ( ca.365-290 v.Chr. ):
 Wenn einer seine Geschäfte maschinenmäßig betreibt, 
 bekommt er ein Maschinenherz, 
 und dem Geist geht der Sinn verloren.

Eine Begebenheit sagt dies lustiger: Ein emeritierter Prof. ( mit lebenslanger Erfahrung in seiner Lehrorganisation ) trifft das aktuelle Präsidium und zitiert vor den Autoritäten frei nach Laotse: Das Leiten einer Organisation ist wie das Braten von Steckelnfischen. Was passierte? Die Autoritäten bringen ihre eigenen übergeordneten Ziele der Koordination von Organisation , den Mangel an Fremdressourcen und ihre eigenen zeitliche Beanspruchungen.

MmHhhh ... Was will das sagen? Leben lebt in den Änderungen. Notwendige Anpassungen und kreative Änderungen in Organisationen haben oft kaum eine Chance, wenn die Angst vor Veränderungen und das ängstlich-ordnende Sicherheitsdenken und das maschinelle-stumpfsinnige Organisieren von Lebensvorgängen und das interne Zuständigkeitsgerangel und die beharrenden Systemträgheiten alle kreativ-konstruktiven Organisationsvorgänge dominieren.

Erstarrte Großorganisationen können kollektive Innovationen ausbremsen. Innovationswirkungen können "vielfältige Kreativität und innovative Vielfalt" befördern. Kreative Camps, wie z.B. in Silicon Valley, Barcamps , EduCamps , WordCamps, Open Space, werfen den erstarrten Balast von hemmenden Organisationsformen ab. Es gibt Kreativitätschmieden, Unkonferenzen, Ad-hoc-Nicht-Konferenzen, usw. Firmen sterben, Religionsysteme können zu Geschichtsvereinen werden, historisches Lehren kann sich auf bewährte, alt-her-gebrachte Formen und traditionelle Wege berufen und in gewisser Weise im ( "es war schon immer so" ) weltfremd werden und bedingt erstarren.

 Paulo Coelho:
 Das Schiff ist sicherer,
 wenn es im Hafen liegt.
 Doch nicht dazu
 wurden Schiffe gebaut.

In erstarrten Lehrinstitutionen ist das "es wurde schon immer so organisiert" bequemer. Bekanntlich kommt der Begriff "Vorlesung" aus der Frühzeit der Universitäten im Mittelalter, als es noch keine gedruckten Bücher gab. Versuche, etablierte Erstarrtheiten ändern zu wollen, macht oft wenig Sinn und kann zu unnötigen "Reibungsverlusten" führen, wenn es zum traditionellen "entweder-oder" keine rechtlich zulässige Chance im Erkunden und dem "sowohl als auch" gibt. Z.B. gehört zu erhabenen Rechtsystemen eine bewahrende Trägheit für Vergangenes und Zukünftiges.

 Ferdinand Magellan:
 Wer an der Küste bleibt, 
 kann keine neuen Ozeane entdecken.


Global, Regional (Allgemein) technologische Bildungsherausforderungen

Zu jeder Zeit gehören eigene Zugänge zur Bildung. Die ersten Erfahrungen eines Kleinkindes bilden sich im Umfeld der Eltern und in der Region.

Globale Handlungsweisen können kaum allen regionalen, kulturellen Besonderheiten in gleicher Weise dienen. Globale Sichtweisen können kaum alle regionalen Anforderungen/Innovationen in gleicher Weise fassen. Infolge vom finanziellen Streben nach Gewinnmaximierung und den global verfügbaren Geldmengen gibt es geflügelte Worte wie z.B. "globale Dampfwalzen", "regionales Plattmachen".

"Region" ist ein vielschichtiger Begriff ( .fr, .de, .eu, .cc, .en, usw, ). "Region" meint hier mehr den unmittelbaren Lebensraum, Beheimatung, benachbarte Nähe, usw.

Globale Werke der Menschheit bedürfen der globalen Idee vom Ganzen.
Globale Mächtigkeiten bedürfen der multilateralen Gegenseitigkeiten.
Regionen brauchen tragende Ideen vom regionalen Miteinander.
Regionale Herausforderungen brauchen innovative Ideen, die aus der Region selbst kommen.
Regionale Innovationen bedürfen der Förderung.

Infolge moderner Technologien ( Informatik ) gibt es in der Hochschulbildung Innovationen und Transformationen, die von den modernen Möglichkeiten der Technologie ausgehen. Innovationen und Transformationen können vorrangig proprietär oder non-proprietär gewichtet sein. Innovationen und Transformationen können vorrangig global oder regional gewichtet sein. Stets sind bisherige Komponenten vermischend beteiligt.

Stets gibt es einfache, scheinbar klare "entweder/oder" Sichweisen". Stets gibt es die komplexeren "sowohl-als-auch" Sichweisen". Stets kann es vereinfachende Sichweisen, bewerbende Sichweisen, präsentierende Sichweisen und didaktisch-dogmatisch behauptende Sichweisen geben.


Globalisierung, Regionalisierung und Wechselwirkungen Daten-Waren-Energie-Verkehr-Finanz-..Ströme

Zur Internationalisierung gehören zusammenwirkende Gemeinschaften und dezentrierende Schnittstellen zur Regionalisierung und Individualisierungen. Dies trifft auf den Informationsaustausch, Hochschulen, Bildung, Wirtschaft, usw. zu. Internationalisierung ( Informationsaustausch, Hochschulen, Bildung, Wirtschaft )

Knight, J.: Internationalisierung auf nationaler, sektoraler und institutioneller Ebene wird als ein Prozess gedacht, der eine internationale, interkulturelle oder globale Dimension in Strategien, Aufgaben oder Bildungsangebote von Hochschulen integriert.

Internationalisierung aus proprietärer Sicht kann/wird die Weiterentwicklung von freier Forschung und Lehre und die Bildungsbedürnisse von Individuen zugunsten von ökonomisch-politischen Motiven verschieben. Hochschullandschaften können "im Bewährten-Historischem" erstarrte Organisationsformen asubilden (" Besitzstandswahrung" ) und im "internen Klein-Klein im fehlenden strategischen Zusammenwirken" rückwärtsgewandt an den gesellschaftlichen Erfordernissen vorbei schauen. Welche Hochschulen haben eine überzeugende Internationalisierungs-und Digitalisierungsstrategie? Wer durchschaut die vielfältig diversifizierten Förderstrategien? Welche Blindheit versteckt sich in den Fördertöpfen? Ist es nicht auch so, dass herausragende Ideen von fachfremden Fachleuten begutachtet werden müssen, deren Gewichtungen auf der "alt-hergebrachten" Wissenschaft basiert und die (zu Sicherheit des Urteils ) dann vorrangig nach Formalien werten?

  Edsger Dijkstra: 
 Es ist nicht die Aufgabe der Universität zu bieten, 
 was die Gesellschaft verlangt, sondern um 
 zu geben, was die Gesellschaft braucht.

Zur Postmodernen gehört eine Dynamik der Transkulturalität. Bedingt durch weltweiten Informationsaustausch und moderne Verkehrsmittel rücken entfernte Orten in gewisser Weise näher zusammen ( "Erde als globales Dorf" ). Abhängig vom jeweiligen Kontex ( Unternehmen, Forschung, Weiterbildung, usw. ) gibt es mehr oder minder gut ausgebaute Studienwege "Jenseits der Fakultäten", interdisziplinärer Lehre und transdisziplinärer Bildung. Mitglieder von Hochschulen und andere Organisationen können zusammenwirken und ergänzen ( "wo Ideen sich verbinden" ). Beispiele: Unternehmensgründungen , Start-up-Entwicklungen, bundesregierung.de: Neue Gründerzeit in Deutschland , Expertenkommission Forschung und Innovation ( Deutschland ), Bereichen Electronic Business, interdisziplinäre Labors, Berufseinstiegsprogramme für Hochschulabsolventen, Trainee, Kommunikationstechnologie, Informationstechnologien für eine weltumspannende Wissenschaft, Life Sciences, Venture-Capital, Seed Capital durch Business Angels, usw.

Die Internationalisierung der Hochschulen ist nicht abgeschlossen.

Forschung und Lehre werden zunehmend internationaler, interdisziplinärer und praxisbezogener ( siehe z.B. Hochschulstrukturen 2020 , Hochschuldifferenzierung durch neue Organisationseinheiten für Forschung und Lehre https://www.stifterverband.org/ jenseits der fakultaeten ( .pdf ) , Hochschulstrukturen 2020 . Wie können Universitätsleitungen die regionale Verankerung von Hochschulen stärken? www.isi.fraunhofer.de Hochschule und Region .pdf , www.bmbf.de Forschungscampus öffentlich-private-Partnerschaft für Innovationen )

Online-Gruppen-Zusammenarbeit über Länder/Nationen-Grenzen. Heuer, Andreas: Carl Schmitt: "Die Offenheit des theoretischen Denkens und die Hinwendung zu den Geschichten und Kulturen außerhalb Europas sind heute dringender denn je. Das Ende einer vom Westen geprägten Welt und der Beginn eines politischen Pluralismus mit unterschiedlichen durch Kultur und Geschichte geprägten Gesellschaften, deren Modernität auch aus eigenen Entwicklungen zu begreifen ist, wird das 21. Jahrhundert nachhaltig prägen."

Weltweite Vernetzungen können Wohlstand und Konsum den gesellschaftliche Änderungen und Strukturwandel bedingen "postindustriellen", das heißt nicht mehr vom industriellen, sondern vom "tertiären" bzw. Dienstleistungssektor "Risikogesellschaft ( Ulrich Beck ) bzw. "Erlebnisgesellschaft", "Wegwerfgesellschaft", "Postmoderne" neuer Subjektivität", individuellem "Erfahrungshunger" Boom mit hohen Wachstumsraten, usw.


Infolge der Ambivalenz moderner Mittel gibt es vielschichtige zustandbedingte Wirkungen und Beeinflussungen von globalen inter-geo-Strömen infolge mehrdeutiger Assoziationen und destruktiven Aktionen, weltweite Dominanzbestrebungen, Finanzkapitalismus, usw.. Es gibt den technischen Fortschritt, weltweit flukturierend-operierende Geldströme, Informationsströme, Rohstoffströme, Nahrungsmittel und Erzeugnisse aus Massenproduktionen, usw. Diesen stehen heterogene staatliche Rechtssysteme gegenüber. "Global" setzt globale Wechselwirkungen und flukturierend-operierende Überbringungsströme voraus. Zu jeden "globalen Überbringungsstrom" gehören Kontrollen und Überwachungen, Dominanzbestrebungen und existenzielle Abhängigkeiten und unüberschaubare Risiken. Probleme der "Globalisierungsdampfmaschine" sind das "Plattmachen von regionsspezifischen Miteinander". Zu regionsübergreifenden, global vagabundierenden Existenz-Krisen, Not, Kriegen, usw. gehören unbeherrschbare Völkerwanderungen. Anderseits mindern die "Erstarrt-Gestrigen" in der Region notwendige Anpassungen und flexible Wechselwirkungen zwischen Regionalisierung und Globalisierung. Das bedingt autonom-regionale-Miteinander kann in existenziellen Krisen wie ein Sicherheitsnetz des Lebens wirken.

Albert Einstein ( 1948 ) Die Tragik des modernen Menschen liegt (...) darin: er hat für sich selber Daseinsbedingungen geschaffen, denen er auf Grund seiner phylogenetischen Entwicklung nicht gewachsen ist.


:: Bildungsprozesse und Wechselwirkungen Methoden, Interessen und mehr

Bildungsprozesse haben zahlreiche Wechselwirkungen mit Interessen ( Interessensgebieten ), Fähigkeiten ( Fähigkeitenspektrum ), Alltagskomplexität ( abstakte Durchdringungsgrade ), Sinnstiftende Motivationen, Interdisziplinarität, usw. Die Durchführung von innovativen Lehr- und Lernkonzepten können sich auf das gegenseitige Verständnis und die Rollen von Lehrenden und Lernenden auswirken.



Bildung, Abbildung und Digitalisierung ( allgemeines ) Was meint Digitalisierung?

Zu einem multilateralen Miteinander gehören weltoffene Strukturen und ein kooperativer Umgang miteinander. So wie das Bild des Menschen als ein lichttechnisches Abbild betrachtet werden kann, so gehören zu altersangepaßten Bildungsbestrebungen innere Strukturen voller dynamischer Wechselwirkungen. Bildungsprozesse beinhalten Selbsterfahrungen und Selbsterkenntnisse. Bildung ist stets die Bildung des Menschen.

Zu einer diversitätsgerechten Bildung gehören Möglichkeiten von Lehren und Lernen im "vorbild"lich-kooperatives Miteinander. Zu einem vertieften Wissen gehören vertiefte Erfahrungen.

Der Begriff Digitalisierung umschreibt tiefgreifende Veränderungsprozesse, die Gesellschaft und Arbeitswelt von Grund auf verändern. Digitalisierungen wandeln analoge Muster in digitale. Zu allen Digitalisierungen gehören stets Umwandlungen, die analoge Mustern ( "bedingt unscharfe Zustände" ) in digitale Muster ( "fein granulierte scharkantige Bit-Zustände" ) wandeln.

 Zur Digitalisierung gehören die Umwandlungen: 
 a) Analog-nach-Digital ( "weg vom Menschen" ) und 
 b) Digital-nach-Analog ( "hin zum Menschen" ).

Digitalisierungen schaffen UBR's ( UBR = "unermessliche Bit-Räume/Bitfriedhöfe/Datengold" ).

Doch - "Wie kommt das Neue in die Welt?" Kulturelle Werte, die Jahrhunderte überdauern, werden im Miteinander von Vielen geschaffen. Alles hat seine Zeit. Doch - "Wie kommt das Neue in die Welt?". Welches Umfeld fördert Einzelne, die die Bremswirkungen aus dem "historisch-erstarrt-bewahrenden" Institutionen ignorieren und die Enge, die von pseudo-perfekten Organisationen ausgeht überwinden/sprengen und bis dahin Undenkbare in die Welt bringen?

Welche Merkmale gehören zur "digitalen Welt"?

 Allgegenwärtige IT-Technologien mit unermesslichen Möglicheiten:
 unermessliche Datenmengen ( weltweit verteilte unscharfe Wolken ), 
 unermessliche dynamische/statische Retrievel-Möglichkeiten "in Echtzeit",
 intelligenten Funktionalitäten im Zusammenwirken mit ( vielen ) 
 Aktoren/ Sensoren, wie z.B. mit Autos, Smartphons, Positionssysteme, 
 Fingerabdrucksensoren, Lagerungssensoren, Temperatursensoren, 
 Abstandssensoren, Drucksensoren, Gassensoren, Biosensoren, Feldgerät, 
 Sensornetz, Sensorpartikel, virtuelle Sensoren, Softsensoren, usw. 
 Allgegenwärtige praktische Verfügbarkeiten: 
 von ( gefilterten Sekundär-) Informationen überall auf der Erde.
 Allgegenwärtige Erreichbarkeiten: Permanente Erreichbarkeit 
 mit Pull-Anwendungen mit aktiven Diensten, Angebote zu offerieren, 
 Wetter- oder Stauinfodienste, usw.
 Allgegenwärtige Mobilität: Digitale Zugänge jederzeit
 und überall zu Diensten ( Telemetrie, Fernüberwachnung, 
 Proprietäre/militärischee Navigationsdienste, Heimarbeit ).
 Allgegenwärtige Ambivalenzen: 
 hinsichtlich Nutzen ( wie vielen, wofür ), 
 Ausrichtungen ( non-/proprietär ), abstrakten Komplexitäten,
 Bequemlichkeit/Sicherheit, humanen/rechlichen Setzungen, 
 individuelle/kollektive Rechte, unilaterale Kontrollierbarkeit, usw.
 Wechselwirkungen in Gefühlen, Wünschen, Urteilen.
 Allgegenwärtige soziale Virtualisierungen. 
 Das "virtualisierte Leben" bildet individuelle, kulturelle, 
 gesellschaftliche (Bereichs-) Realitäten.
 Das "virtualisierte Leben" zeigt sich in geteilte Sichten:
 Die Darstellungsformen ( Social Networking Dienste ) 
 können priorisieren mit gefühlten Ansichten, vereinfachte 
 Einsichten, medialen Blenden, globale Draufsichten, usw.
 Allgegenwärtige Lokalisierungen:
 Überwachungen von Geräten, Gebäude, Menschen,  
 Mobilfunk-Zellen und Geo-Ortungen, usw. 

Technologien können die Fähigkeiten des Menschen erweitern. Anderseits können individuell-vorhanden Fähigkeiten durch eine dominante Nutzung von Gerätetechnik verkümmern. Der Begriff Digitalisierung umschreibt tiefgreifende Veränderungsprozesse, die Gesellschaft und Arbeitswelt von Grund auf verändern. Zur Digitalisierung gehören unermesslich-viele technische Möglichkeiten und gesellschaftliche Auswirkungen. Die Dynamik der Digitalisierungsmöglichkeiten kann eine Gesellschaft grundlegend ändern. Digitalisierungen schaffen UBR's ( UBR = "unermessliche Bit-Räume" ). UBR's sind nicht direkt für Wahrnemungen des Menschen zugänglich.

Edsger Dijkstra :
Einfachheit ist Voraussetzung für Zuverlässigkeit.

Psychologisch können UBR's-Mächtigkeiten wie Komponenten eines "äußere Unterbewußtseins" wirken, die unzugängliche sind.

 Antoine de Saint-Exupéry: 
 ( Terre des Hommes; Wind, Sand und Sterne): 
 Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, 
 wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat,  
 sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.


Individuelle Interessen und Fähigkeiten Streben nach / Vermeiden von

Zu Lernen und Lehren gehören individuelle Fähigkeitsspektren von Lernenden und Lehrenden und formale Ordnungssysteme und bedingt formalisierte Merkmale und Strukturen von Umwelt und Mitwelt, die sich "beschleunigt" ändern können.

Zur extrinsischen Motivation gehören Wünsche nach Belohnung und Vermeidung von Bestrafung. Zur intrinsische Motivation gehören die Entdecker-Neugier, die selbstbestätigende Meisterung von Herausforderung und die staunende Freude am spielhaft-erkundendem Tun.

Die folgenden 8 weltlichen Emotionen ( mit dem jeweiligen "Streben danach" / "Vermeiden von" ) tragen zu Hoffnungen und Befürchtungen bei ( siehe z.B Siehe die Tabelle zur Sozialen Kompetenz ).

  • Streben nach Freude - Vermeiden von Leid
  • Streben nach Gewinn - Vermeiden von Verlust
  • Streben nach Renommee - Vermeiden von Schande
  • Streben nach Lob - Vermeiden von Kritik

Bewusste geistige Inhalte entsprechen im Gehirn mehr oder minder verkörperten Informationsmustern. Dies sind keine exakten 1:1 Abbildungen und hängen mit "Informations-Ereugungs-Methoden" und "kognitiven Generierungsmöglichkeiten" zusammen.



Emotionale Auf- und Abstiege bei Lernprozessen "Gefühlsleiter"

In den Lernprozessen können Begeisterung/Motivation, Desinteresse/Widerstand und Erfolgserlebnisse/Frust beteiligt sein. In den Lernprozessen können "Lernlust/Lernfrust" in unterschiedlicher Stärke auftreten.

Was brauchen Studiernde bei Lernprozessen (grob nach Brenzel)?

  • Autonomie für das eigene Handeln
  • Erfolge beim Lernen
  • Eingebundensein in eine Gemeinschaft

Was brauchen Lehrende bei Lernprozessen?

  • Begeisterung für die gemeinsame Aufgabe
  • Visionäre Ausblicke auf den Nutzen ( Relevanz )
  • Qualitäten des uneigennützigen ( selbstlosen ) Selbst
  • Qualität der vermittelnden Kommunikation

Die Treppe ( aufwärts, abwärts ) kann Mikro- und auch Makro-Bewegungen symbolisieren. Der Vorksmund sagt es etwa so: "2 Schritte vor - einen zurück" oder "rauf-runter-Achterbahn" und wer/wo bin ich? Natürlich können verfestigte Wiederholungserfahrungen zu strukturierenden inneren/äußeren Kontexten werden ( Siehe z.B. Kontextsensitivität in der Informatik, Awareness in der Psychologie).

Carl von Clausewitz:
"Den stärksten Anlaß zum Handeln bekommt der Mensch immer durch Gefühle."

 
Emotionaler Aufstieg ( Lernerfolge motivieren ):
                           ...
 mehr Begeisterung             ⇗
 mehr Selbstbewußtsein führt zu ⇗
 mehr Optimismus        führt zu ⇗
 weitere Lernerfolgen   führen zu ⇗
 Begeisterung             führt zu ⇗
 Selbstbewußtsein          führt zu ⇗
 Optimismus                 führt zu ⇗
 Lernerfolge motivieren und führen zu ⇗
Emotionaler Abstieg:
 
 Mißerfolge           führen zu ⇘
 Lern-Pessimismus        führt zu ⇘
 weniger Selbstvertrauen   führt zu ⇘
 weniger Selbstbewußtsein    führt zu ⇘
 weiteren Mißerfolgen         führen zu ⇘
 Lern-Destruktion               führen zu ⇘
 weniger Selbstbewußtsein         führen zu ⇘
                                        ...

Der Begriff der Anerkennung bedeutet in seinem recht weiten Sinngehalt so viel wie:

  Axel Honneth:
 Wertschätzung, Achtung, Respekt, Toleranz, Fairness, Würdigung, Bestätigung, Ehrung,
 Zuwendung, Vertrauen und Dankbarkeit sowie auch Rücksicht, Mitgefühl, Sympathie und
 Solidarität gegenüber den anderen. 

Gegenseitige Anerkennung hat eine personale und eine soziale Seite und eine psychische und physische Komponente. Sie berührt zugleich emotionale und kognitive Aspekte des Sozialverhaltens der Menschen.

 
 Der Begriff der Anerkennung richtet sich einerseits gegen 
 einen rücksichtslosen Autismus und einen intoleranten Egoismus. 
 Er schließt andererseits Konflikte und Antagonismen unter den Menschen nicht aus. 
 Im Gegenteil, er stellt sie in Rechnung und sucht sie sozialverträglich auszubalancieren.

  • Im Laufe eines Studiums gibt es externe Anforderungen, wie z.B.
    • die verlaufbezogen auftreten wie z.B. die Erfüllung formaler Anforderungen ("Gute Noten" ) und
    • die ergebnisbezogen auftreten, wie z.B. Studienabschluss, Studiendauer, Arbeitsmarktqualifizierung.
  • Im Laufe eines Studiums gibt es subjektive Anforderungen, wie z.B.
    • die verlaufbezogen auftreten wie z.B. Fachüberschreitendes, universitäres (Zusatz-) Engagement, eigenes Fachinteresse und Fachidentifikation, Institutionelle Bedingungen, Study-Life-Balance ( Freude / Zufriedenheit ). Soziale Integration, Studienerfolge im selbstbestimmten Studium und
    • die ergebnisbezogen auftreten, allgemeiner Kompetenzerwerb, fachliche Kompetenz, methodische Kompetenz, soziale Kompetenz, Persönlichkeitsentwicklung, Einbettung in Mit- und Umwelt.


Mindsets und Skills und digitaler Wandel Soft/Hard Skills im Meer aus Bits

Bildung hängt auch zusammen mit Inter-Kompetenzen und offenen Denkweisen ( Changing Mindsets ). Der Begriff "Mindset" beinhalten das Bild von sich selbst, wie sich das Ich selbst sieht, sein Talent, Intelligenz und seine Persönlichkeit.

Der Begriff Digitalisierung umschreibt tiefgreifende Veränderungsprozesse, die Gesellschaft und Arbeitswelt von Grund auf verändern. Im Alltag und digitalen Wandel sind Bits, Datengold und Datenmüll, individuelle Leistungsorientierungen und beherrschungsorientierte Meisterungen, Soft Skills und Hard Skills und Denkweisen und Ausdrucksformen von Sozialer Kompetenz .

Wie ist das eigene Denken zu/über Aufgaben, Ziele und Leistung? Können menschliche Leistungen fehlerarm, neutral, vorurteilsfrei gemessen werden?

"Soft Skills" bezeichnet weiche-unscharf-meßbare Fertigkeiten, wie sozialen Kompetenz, Neigungen, Interessen und auch Persönlichkeitsmerkmale wie Belastbarkeit, Frustrationstoleranz, usw. "Hard Skills" ( "harte" Festellbarkeit für Fähigkeiten ) benötigen objektive Leistungstest für die Fachkompetenz ( kognitive Leistungsfähigkeit ).

Zur individuellen Leistungsorientierungen gehören unterschiedliche Mustern von Kognition, Affekten und Verhalten. Ein (Lernstoff-) beherrschungsorientierte Meisterung bemüht sich um ein tieferes Verständnis, Erfolge und Kompetenz als Ergebnis eigener Anstrengungen. Eine rein leistungsorientiertes Denken glaubt, dass der Erfolg das Ergebnis von überlegenen Fähigkeiten ist. Bei schlechten Erfolgsergebnissen werden Herausforderungen eher vermieden.


Kooperatives Miteinander und Innovation-FacilitatorS Gruppe motivieren/leiten

( Grosse ) Werke, die die Leistungsfähigkeit eines Einzelnen übersteigen, bedürfen der Mitwirkung von Vielen. Die Erfolge einer Gruppe hängen vom erfolgreichen Miteinander ab. Das Wirken einer Gruppe ist mehr als die Addition aller Einzelleistungen.

  • Live-Praxis ist eine Präsenz-Praxis.

Zu einem konstruktiv-kooperierenden Verhalten in der Gruppen-Gemeinschaft gehören bestimmte Merkmale.

  • Zum kooperativen Verhalten gehört das Interesse an den Ansichten und Perspektiven des anderen. Die Mitglieder des Teams setzen sich für das Wohl der Teammitglieder und den Erfolg des gesamten Teams ein.
  • Zum kooperativen Verhalten gehören aufmerksames Zuhören der anderen, klare Fragen und zielführende Diskussionen.
  • Zum kooperativen Verhalten gehören inspirierende Akzente für die Gemeinschaft und förderndernde Teilhaben an gemeinsamen Bestrebungen.
  • Zum kooperativen Verhalten gehören gemeinsame Zielvorstellungen und ein harmonisches Zusammenwirken hin zum Ziel.
  • Zum kooperativen Verhalten gehören die individuelle Bereitschaft, den gemeinsamen Projekterfolg trotz persönliche Risiken zu anzustreben,
  • Zum kooperativen Verhalten gehören die achtsame Betrachtungen von Agenda, Zeitrahmen, Diskussionsthemen, Entscheidungsmethoden, Informationen, usw.

In gewisser Weise kann der Überblick im kooperativen Miteinander, überschaubaren Projekten und "face-to-face" leichter bewahrt werden. Eine konkrete ( inter ) Gegenseitigkeit ermöglicht die vernetzte Einbeziehungen von interdisziplinärem Denken und Handeln. Praktische/theoretische Anteilen können im kooperativen Miteinander gegenseitig-vielschichtig bereichernd wirken.

Die Projektkompetenz beinhaltet [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Soziale_Kompetenz&printable=yes Sozialkompetenz ] Social Media Akademie [ http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Exploratives_Verhalten&printable=yes -Exploratives Verhalten ] ( Bereitschaft zu erkunden, Problemlösefähigkeit ) -Zuverlässigkeit ( Einhalten von Vorgaben und Terminen )

Placement Activity:
- Nachdenken und Schreiben
- Stummes Vergleichen
- Teilen und Konsens finden

Heute gibt es Innovation-Facilitatoren, die die das kooperative Miteinander fördern. Hierzu gehören:

  • Einladen zu Gruppentreffen
  • Achtsames Moderieren/Leiten der Diskussion bei von Gruppentreffen
  • Objektbezogene/neutrale Klärung bei Meinungsverschiedenheiten
  • Zielgerichtetes Planen von gemeinsamen Gruppenzielen
  • Kompetentes Begleiten/Mitgestalten von Gruppenprozessen
  • Unterstützen von herausgehobenen Gruppenaktionen
  • Soll-Ist Bewertungen

Zu einem Miteinander in der Gemeinschaft mit unterschiedlichen Teilnehmern ( Alter, Fähigkeiten, usw. ) können pädagogischen Prinzipien und angestrebte Ziele gehören, wie z.B.

  • Klare Regeln und Strukturen des Miteinander
  • Ein Lernen durch Handeln, Nachahmung, Selbsterprobung.
  • Eine überschaubare Gruppengröße, die ein Miteinander bei Einzel- und Kleingruppen fördert.
  • Unterstützung für das erfolgreiche "es selbst zu tun".
  • Regelmäßige Kontaktpflege mit benachbarten Gruppen und Bereichen.

Zu einem Projekt gehören mehrere Menschen und ein Zeit-Bereich. Die Auswirkungen von Innovationen modifizieren Bisheriges. Leben lebt in notwendigen Erneuerungen. "Letztverbindlich-standardisierte" Organisationsformen können auch auf ein beständiges "weiter so" und Besitzstandsmehrung in System-Erstarrung ausgerichtet sein. Zeiten des Wandels, der unüberschaubaren Komplexität und Sinn-Verunsicherungen erfordern ( auch von Organisationen ) flexible, aktive, anpassungsfähige Fähigkeiten und Mut zur eigenen Initiative.

Wie kann ein Innovationsprozess zielgerichtet gefördert werden? Welche Wechselwirkungen gehört zu einem Projekt? Was meint "Adaptive Open Learning Framework"? "Open Learning" kann als ein Framework für "Sharable Learning Activities" realisiert werden.

Vielfach gehören zu einem Projekt:

  • ein kooperativer Facilitator
  • konstruktiv-mitwirkende Gruppenmitglieder
  • ein Resonanzraum
  • ein Zeit-Bereich
  • verfügbare ( Hilfs-) Mittel

Der Begriff "Facilitator" meint etwa Prozessbegleiter + Moderator + Vermittler. Ein Facilitator ist beteiligt bei gemeinsamen Aktionen, Einladungen, Terminabstimmungen, Präsentationen,  Diskussionen, Absprachen, Aufklären von Problemen im Miteinander, usw.

Der Begriff "Resonanzraum" meint etwa einen offenen Wirk-Raum des Geistes oder/und die konkret verfügbare "Wohlfühl-Garage" oder/und Open-Space-Großgruppenmoderation für Großkonferenzen, usw.


Begriffliche Zielvorstellungen Was wird ? Wie? Wodurch? Wohinein?

Gedachte, beschriebene Zielvorstellungen können Wünschen und Idealisierungen entsprechen. Was wird wohinein befördert und wie wird es gemacht? Wer können zielführende Wege gefunden und gegangen werden? Wer kann dann "Ergebnis im Ziel" subjektunabhängig messen, bewerten, feststellen? Wenn alles Erkennen sich in Urteilen vollzieht, wer wiegt und mit welche Waage?

Hier einige Hinweise auf Wikipedia-Weblinks zu Schlüsselqualifikation Fachkompetenz Methodenkompetenz Soziale_Kompetenz und nachfolgend einige Zusammenstellungen aus dem nexus-Projekt ( Hochschulrektorenkonferenz, Übergänge gestalten, Studienerfolg verbessern ).

  1. Das Wort "Fachkompetenz" versucht Wissen in Tiefe und Breite zu fassen (z.B. Unterscheidungen der Studiengänge ). a) Die Absolventen beherrschen die Grundlagen …, besitzen ein kritisches Verständnis für …,
    b) Die Absolventen verfügen über vertiefende Kenntnisse im Fachgebiet …, sind in der Lage , die Beziehung zwischen Teilfachgebieten zu reflektieren,… sind in der Lage, im Rahmen des Fachgebietes wissenschaftlich fundierte Urleite zu fällen
  2. Das Wort "Methodenkompetenz" versucht die instrumentalen und systemischen Fertigkeiten und die Beurteilungsfähigkeit zu fassen (z.B. Unterscheidungen der Studiengänge )
    a) Die Absolventen sind in der Lage, unter Anwendung von Methoden Lösungen zu entwicklen, können eine vorgegebene Fragestellung unter Anwendung fachwissenschaftlicher Methode bearbeiten
    b) Die Absolventen können eigene Fragestellungen entwickeln und unter Verwendung geeigneter Methoden bearbeiten, sind in der Lage, fachwissenschaftliche Theorien und Modelle zu entwickeln und können begründete Anpssungen von Standardmethoden vorschlagen
  3. Der Begriff "Sozialkompetenz" versucht die Teamfähigkeit, Führungsfähigkeit, Mitgestaltung, Kommunikation zu fassen.
    a) Die Absolventen sind in der Lage, im Team zusammen zu arbeiten und gemeinsam eine Fragstellung zu bearbeiten, sind in der Lage, ihre Arbeit vor der Seminaröffentlichkeit vorzustellen und zu verteidigen
    b) Die Absolventen sind in der Lage, ein Projekteam zu leiten, sind in der Lage, bereichsspezifische und fachübergreifende Diskussionen zu führen
  4. Der Begriff "Personalkompetenz" versucht die Selbstständigkeit, Eigenständigkeit, Verantwortung, Reflexivität, Lernkompetenz zu fassen.
    a) Die Absolventen sind in der Lage, selbstständig zu arbeiten, können ihren Lernprozess reflektieren
    b) Die Absolventen können eigenständig Wissen erschließen, um anwendungs- oder forschungsorientierte Aufgaben zu lösne und zu bewerten

Eine Auswahl von Verben zu 1 und 2 ( Fachkompetenz, Methodenkompetenz )

  • Stufe 1 Erinnern: auflisten, aufzählen, benennen, beschreiben, darstellen, definieren, erkennen, finden, identifizieren, nennen, skizzieren, zusammenstellen
  • Stufe 2: Verstehen: anordnen, charakterisieren, deuten, erklären, erläutern, illustrieren, interpretieren, klären, präsentieren, veranschaulichen, verdeutlichen, zusammenfassen
  • Stufe 3 Anwenden: anpassen, benutzen, bestimmen, demonstrieren, einsetzen, erproben, implementieren, lösen, modifizieren, nutzen, praktizieren, realisieren, übersetzen, transferieren
  • Stufe 4 Analysieren: aufdecken, aufgliedern, differenzieren, ermitteln, fokussieren, gliedern, klassifizieren, organisieren, unterscheiden, untersuchen, vergleichen, zuordnen
  • Stufe 5 Beurteilen: abschätzen, akzeptieren, annehmen, auswählen, bewerten, entscheiden, falsifizieren, prüfen, kritisieren, rangordnen, validieren, verteidigen, verwerfen
  • Stufe 6 Erschaffen: ableiten, entwerfen, entwicklen, erarbeiten, erstellen, genereiren, hervorbringen, kombinieren, konstruieren, konzipieren, planen, zusammenfügen

Eine Auswahl von Verben zu 3 und 4 ( Sozialkompetenz, Personalkompetenz )

  • Stufe 1 Empfangen: zuhören, zeigen, wertschätzen
  • Stufe 2 Reagieren: unterstützen, bestreiten, teilnehmen, integrieren, praktizieren, demonstrieren, kooperieren
  • Stufe 3 Werten: in Frage stellen, sich einstellen auf, berücksichtigen, differenzieren
  • Stufe 4 Organisieren: differenzieren, beurteilen, bestreiten, organisieren
  • Stufe 5 Charakterisieren: anerkennen, lösen, akzeptieren, beantworten


Sinnstiftende Motivation und Interdisziplinarität Antoine de Saint-Exupery

Interdisziplinarität als sinnstiftende Motivation, insbesondere bei zunehmenden Heterogenität von Studierenden. Konstruktive, kooperative Integration im Inklusionsengagement.

Wenn die Vergangenheit "an sich" nicht rückwirkend-real geändert werden kann und das Vergangene lediglich als vergegenwärtigte Vergangenheit gegenwärtig sein kann, so entsprechen Innovative Lehr- und Lernkonzepte in gewisser Weise humanen Ideen und Handlungsanweisungen und zielsuchenden Wegbeschreibungen zu einem ( Bildungs- ) Ziel, das im Erreichen verschwindet.

Bildung kann als ein Prozess der Wegfindung hin zum Bildungsziel gesehen werden. Zielvorstellungen können auf dem Weg wie Attraktoren der Orientierung dienen. Der Weg ist ein stets gegenwärtiger Zick-Zack-Weg. Welches sind die Ziele, die Attraktoren, die Wege?

Victor Hugo (1802-1885): "Es gibt nichts Mächtigeres auf der Welt, als eine Idee, deren Zeit gekommen ist."

Begeisterung ist ein "geistig-mentales Nahrungsmittel", deshalb versuchen innovativ-kognitive Lehr- und Lernkonzepte zu begeistern. Individuelle, psychisch-metaphysische Attraktoren können wie persistente Richtungsgeber im "pfadlosen Land" wirken.

Antoine de Saint-Exupéry:
"Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben, und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer."

Konkrete Lern/Lehr-Prozesse sind nicht zu verwechseln mit determinierten Handlungsfolgen ( Programme ). Zu innovativen Lehr- und Lernkonzepte gehören "sowohl-als-auch"-Freiräume und experimentelle Weiterentwicklungen. Inovatives Lern/Lehr-Vorgänge haben "den Geruch" des Neuen, Unvorhersehbaren. Innovationswirkungen können "vielfältige Kreativität und innovative Vielfalt" befördern.

Paulo Coelho: "Das Schiff ist sicherer, wenn es im Hafen liegt. Doch nicht dazu wurden Schiffe gebaut."


Erinnerungsvermögen und Retrievel Vaclav Havel, Eugen Roth

Zum Lernen gehören Lernmittel ( Griffel, Tafel, Buch, usw.), die Informations- und Kommunikationstechniken (Computer, Datenbanken, Internet, künstliche Intelligenz, gespeicherte Fakten, Wissensretrievel, Globalisierung, .rdf, Open Content, digital natives/ net generation, e-learning, usw. ).

Konventionelle Lehr- und Lernkonzepte können auf das "Vermitteln und Antrainieren" von erinnerungsfähigem Wissen ausgerichtet sein. Heute ( 2013 ) sind Informationen per Internet weltweit verfügbar. Einfache Wissensabfragen per Computer braucht geeignete Verfahren zum zielführenden Nutzen solcher Abfragen.

Dietlinde H. Heckt:
In einer Wissensgesellschaft aufzuwachsen und zu leben bedeutet nicht, mehr Wissen als je anzusammeln oder auswendig zu lernen, sondern es intelligent zu nutzen.

Brigitta K. Pfäffli ( aus Lehren an Hochschulen ):
Dass Studierende etwas gelernt haben, bedeutet leider noch nicht, dass sie es beim Lösen von Aufgaben auch einsetzen könnten. Deshalb sollen die Studierenden bereits während des Studiums auch wissensgeleitetes Handeln erfahren und einüben.

Wie beeinflussen schnell wandelnde Technologien mögliche Lern- und Lehrmaterialien und den Umgang mit dem "Neuen"? Die technisch verfügbaren Datenmengen übersteigen im Umfang jedes kognitive Fassungsvermögen.

 Vaclav Havel:
 Bildung ist die Fähigkeit, die verborgenen
 Zusammenhänge zwischen Phänomenen wahrzunehmen.

Wie verläßlich ist vergegenwärtigtes Wissen? Wie präsent und klar sind die Begrenzungen im Raum aller möglichen mentalen Erinnerungen? In ca. 3 Jahren werden ca. 70 Prozent der Gedächtnisinhalte vergessen oder sind emotional verfälscht. Eugen Roth sagt es so:

Legendenbildung ( Eugen Roth ):

Ein Mensch, vertrauend auf sein klares
Gedächtnis, sagt getrost "So war es!" 
Er ist ja selbst dabei gewesen - 
Doch bald schon muß er es anders lesen. 
Es wandelt sich, ihm untern Händen, 
Wahrheiten langsam zu Legenden. 
Des eigenen Glaubens nicht mehr froh 
fragt er sich zweifeln: "War es so?" 
Bis schließlich überzeugt er spricht: 
"Ich war dabei - so war es nicht!"

Weltweite Vernetzungen können Wohlstand und Konsum den gesellschaftliche Änderungen und Strukturwandel bedingen "postindustriellen", das heißt nicht mehr vom industriellen, sondern vom "tertiären" bzw. Dienstleistungssektor "Risikogesellschaft ( Ulrich Beck ) bzw. "Erlebnisgesellschaft", "Wegwerfgesellschaft", "Postmoderne" neuer Subjektivität", individuellem "Erfahrungshunger" Boom mit hohen Wachstumsraten, usw.

 Albert Einstein ( 1879 - 1955 )
 Bildung ist, was übrig bleibt, wenn man alles,
 was man in der Schule lernte, vergessen hat.

Um sich dem Grund einer wissenschaftlichen Disziplin anzunähern wird heute vielfach ein intensives, langjähriges Hochschulstudium absolviert, das entlang mentaler Grenzen, hin zu den letzen Tiefen der Fachwissenschaft führen kann.

Der Erfolg von innovative Lehr- und Lernkonzepte kann durch historisch gewachsene, allgemeinverbindliche, starrte Rechtsstrukturen und alte Organisationsformen beeinflußt werden.

Das formale Recht hat eine friedensstiftende Funktion, ist aber kein Motivator für Erneuerungen. Vielfach führen Innovationswirkungen zu Aktualisierungen und Anpassungen von Ordnungs- und Rechtssystemen. Zu formalen Rechtvorschriften gehört eine Halbwertszeit. Ein gesetztes Hochschulrecht ( z.B. infolge von länderspezifische Studienordnungen, Prüfungsordnungen ) weist eine gewisse Kontinuität und Trägheit auf.

Der technisch-gesellschaftliche Wandel kann sich in der Praxis durchaus schneller ändern als die verbindlichen Vorschriften, die "das Neue" mit dem "bisherigen Formalien" zu behandeln versucht.

In gewisser Weise können rechtlich-verbindliche traditionelle Konzepte ( Prüfungsorganisation, Raumorganisation, Fachbereichszuständigkeiten ), die auf dem hergebrachten, bewährten, erstarrten "entweder-oder" beruhen können eine experimentelle "Inter-Weiterentwicklungen" ausschließen. Strukturelle Defizite im nahen/fernen Umfeld können Motivationsprobleme verursachen und sich auf den Erfolg auswirken. Lernen und Lehren sind keine statischen Konstanten. Lernen und Lehren konstituieren sich individuell/kollektiv und bedingen innere und äußere Änderungen.

Einem eng gefassten Kanon von Bildungszielen stehen der individuelle Charakter jeglicher Bildung, die plurale Verfasstheit menschenrechtlich begründeter Demokratien und das breite kulturelle Spektrum der sich ausbildenden Weltgesellschaft entgegen.

Infolge der Ambivalenz des technischen Fortschritts, weltweit operierende und flukturierende Geldströme, Informationsströme, Rohstoffströme und Massenproduktionen stehen in den (Einzel-) Staaten heterogene Rechtssystemen gegenüber und können zu mehrdeutigen Assoziationen und unüberschaubaren Risiken führen. Dies ist wohl eines der Hauptproblem der Gegenwart.


Wissen- und Bildungsexpansion grenzenlos?

Bildung bezieht sich stets auf Menschen. Jedes kleinste Lebewesen braucht ein Mindestmaß an Kohlendioxid in der Planetenatmosphäre. Ähnlich wie das Kleinkind die Mutter braucht sind auch Erwachsene auf Gegenseitigkeit angewiesen. Zu Bildungsprozessen gehören Individuation und Gemeinschaft.

Bei Lehren und Lernen sind mindestens 2 Menschen und vorherige Erkenntnisse, kulturelle Werke, Bücher, Sprache, usw. beteiligt. Eine Gruppe ist keine Gemeinschaft mehr, wenn zwischen den Gruppenmitgliedern jede Kommunikation endet. Auch wenn die "Bildungsgesamtheit" auf den Schultern zahlreicher "Schildkröten der Vergangengeit" stehen ( welcher Grundschullehrer hat Schreiben und Rechnen vermittelt? ), so ist doch jeder Erkenntnisakt nur gegenwärtig erfahrbar. Ein ambivalent interpredierbarer Satz sagt es so: "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit."

Die Möglichkeiten des freien Studierens und ein bestimmter Bildungsabschluss führen nicht automatisch zu einem hohen Korrelationsgrad mit beruflichen Erfolg.

 Lothar Böhnisch zum Bildungsparadox ( 1994 ) sagt es so:
 In den Sozialwissenschaften ist aber seit Jahren jener 
 als 'Bildungsparadoxon' betitelte Umstand bekannt, daß 
 in der Krise der Arbeitsgesellschaft schulische Bildungsabschlüsse 
 längst nicht mehr entsprechende berufliche Chancen garantieren,
 daß aber andererseits wiederum diejenigen eher mit Arbeitslosigkeit, 
 beruflicher Dequalifizierung und sozialem Abstieg zu rechnen haben,
 die nur niedrige Bildungsabschlüsse vorzuweisen haben.

Wissen- und Bildungsexpansion ändern die Differenzen zwischen der äußeren, formalisierten, bedingten Wirklichkeit und individuellen Bedürfnisse, Erwartungen und Lebenszielen. Wie kann das Individuum (in sich) eine geistig-ideelle "Welt-Ganzheiten" (Simmel) erfahren und in den unfaßbar-vielen "Weltbildern" (Husserl) von Medien und wie können eigene Leben-Welt-Koizidenzen bleibenden Sinn stiften?


Bring your own device Wie geht das?

Zum Lernen gehört "Handwerkszeug". Z.B. wurden früher Schiefertafeln und Griffel verwendet, später Papier und Bleistifte. Heute werden vermehrt elektronische Hilfsmittel verwendet, die analoge Eingaben des Menschen in unterschiedlichen digitalen Formen und geographischen Orten speichern, Informationen suchen, filtern, holen und angepaßt anzeigen.

Hatte früher beinahe jeder sein eigenes Papier und seinen Stift, so hat heute beinahe jeder seinen tragbaren, netzwerkfähigen Computer dabei. Ein potentieller Unterschied ist die Art der Zugehörigkeit der Werkzeuge. Papier und Stift gehören zum Besitzer. Bei digitalen Geräten und digitalen Informationen ist dies anders. Digitalen Informationen können beliebig oft kopiert, geteilt und weltweit gestreut verteilt werden. Bei jeder Geräte-/User-Aktion entstehen geräte-intern-extern stets umfangreiche Bitfolgen und Bitmuster, die den Sinnen nicht direkt zugänglich sind. Für den Benutzer sind die intern anfallenden Bitmuster weitgehend unsichtbar. Digitalen Informationen sind technisch in beliebiger Art und Form bearbeitet, kopiert, geteilt und weltweit verteilt werden.

In Organisationen gibt "Bring your own device" Usern Zugriff auf das weltweite Netz voller digitalisierter Informationen. Anderseits bedeutet "Bring your own device" auch, daß anfallende Geräte-Bitmuster und interne Informationen aus der eigenen Organisation im weltweite Netz verteilt werden ( u.a. Cloude's ).

Nach Ron Bonig ( George Washington University ) ändert sich das Wesen des Campus-Lernens. Studierende kommunizieren vermehrt elektronisch miteinander. Mehr und mehr Komponenten und virtuellen Welten gehören zum alltäglichen Leben.

"Bring your own device" meint die Verwendung von privater Tablets oder Smartphons in einem sensiblen Datenumfeld. Bei der Verwendung persönlicher Geräte gibt es unterschiedliche Spannweiten zwischen dienstlichen und privaten Zwecken. So kann z.B. der Verlust oder Diebstahl von privaten oder dienstlichen Tablets oder Smartphons unterschiedliche Auswirkungen haben ( Auspähungen, Betriebs- und Dienstgeheimnisse, Netzmalware, Persönlichkeitsschutz ).

Anderseits können diese tragbaren Geräte das individuelle Lernen, Wissensaggregation und das kollektive Miteinander bei Lernprozessen hilfreich unterstützen. "Bring your own device" kann - richtig genutzt - das aktuelles Berufsleben und weltweit gesammeltes Wissen in die Lehrräume holen. "Bring your own device" kann - richtig genutzt - in Lehr-Veranstaltungen den Zuhörern neue Möglichkeiten der gleichzeitigen Mit- und Zusammenarbeit bieten.

In gewisser Weise lebt eine "face-to-face"-Gruppe von gegenseitiger Informiertheit. Weltumspannende IT-Konzerne bieten kostenlose Tools an, die auch für die "proprietäre Lokalität im Klassenzimmer" ( Schulen im Netz ) genutzt werden können/sollen. Hierzu gehören z.B. Unterstützungen für die Kommunikation und Zusammenarbeit von Mitgliedern in unterschiedlichen Bildungseinrichtungen. Stichworte sind z.B. "alles behalten, alles teilen" oder "Bring students, teachers and teams together".

Kaum absehbar sind die Möglichkeiten und Folgen. Wie steht es mit Anonymität und dem "face-to-face" im live-Zusammenwirken der Gruppemitglieder?

Welchen "just-in-time"-Einfluß und Überblick hat der Moderator und die Gruppenmitglieder?

Wie kann ein verantwortlich Lehrender eigene Erfahrungen einbringen und wie kann sein erprobter Lehrweg unterstützt werden, ohne eine unnötige technische Abhängigkeiten?

Wie können die technische Möglichkeiten überwiegend vom jeweils Lehrenden an den aktuellen Lehr-Alltag angepaßt und optimiert werden?

Welche eigene Freiheit und Zuständigkeiten und welche "build your own training resources" - Möglichkeiten stehen welchen äußeren Festlegungen und welchen nicht beeinflußbaren Grenzen gegenüber?


Just-in-Time-Teaching "face-to-face"-Aktivitäten

Das Lernen in Echtzeit ist so alt wie die Menschheit. So wurde z.B. das Jagen eines Tieres praktisch und in Echtzeit gelernt. Zu allen Zeiten gibt es solche Bemühungen in Echtzeit mit den passenden Werkzeugen theoretische/praktische Fähigkeiten zu erwerben.

Just-in-Time ist eine Strategie, bei der die notwendigen Ressourcen nicht auf Vorrat "auf Halde" gelegt werden, sondern dann hinzu kommen, wenn diese tatsächlich benötigt werden. Dies kann dann sinnvoll sein, wenn stets hinreichend viele Ressourcen verfügbar sind.

Bei der Produktion von Gütern werden materielle Ressourcen benötigt. Beim Lehren und Lernen können es überwiegend Ressourcen das Wissen ( Sachverhalte, Zusammenhänge ) betreffen. Vor dem Buchdruck waren Bücher kostbar. Im Zeitalter des allgegenwärtigen Internets sind Wissens-Ressourcen "an jedem Ort und zu jeder Zeit" verfügbar.

Just-in-Time-Edu verändert in gewisser Weise das "auf Vorrat-Lernen" hin zu einem "Anwenden-Können in Echtzeit".

  • Just-in-Time-Edu kann plangesteuerte und zentrale Anteile haben.
  • Just-in-Time-Edu kann interne und dezentrale Anteile haben und geeignete Gruppenorganisationsprinzipien verwenden.
  • Just-in-Time-Edu kann das Einarbeiten in die Wissens-Ressourcen hin zur Eigeninitiative verschieben.
  • Just-in-Time-Edu kann zu einem userzentrierten, zielgerichteten, offenen Prozess werden, der Methoden der Informationsverarbeitung integrieren wird.
  • Möglicheweise können die Just-in-Time-Edu Prozesse Rückwirkungen auf allzu formale Organisationshirachien haben und diese besser an die Gegenwart anpassen und "vermenschlichen".

Ein Lehren und Lernen "Just-in-Time" kann pädagogische Gruppenstrategien des Miteinander und Gegeneinander nutzen. Ein "face-to-face"-Miteinander stehen im Vordergrund. Das vorbereitende Einlesen in ein Fachgebiet wird individuell, vorher und außerhalb der Veranstaltung gemacht. In der Veranstaltung kann dann auf das mehr oder weniger vorhandene Wissen eingegangen werden. Hierzu können "Warmup-Übungen", "Preflight-Prüfung", "Checkpoints", "Lese Quiz" verwendet werden. Siehe z.B. en.wikipedia Just-in-Time-Teaching .

Die in "face-to-face"-Aktivitäten und das Einbringen von Vorschlägen, Ideen, Mehoden ( "Just-in-Time" ) und das Präsentieren von eigenen Versuchen und Ergebnissen, Publikationen, Präsentationen und Workshops können mit "talking points" berwertet werden. Der Moderator kann zu einer spontanen Präsentation vor der Gemeinschaft auffordern. Die Erfolge des "Just-in-Time"-Lehrens und Lernens hänen vom Moderator und den Mitgliedern ab, die sich aktiv und kooperativ beteiligten. Ein "Just in Time Teaching" kann weitgehend auf das "Pauken für die Endprüfung" verzichten.


Situativer Interessen und Gruppenkontext Tests?

Bei Lehr- und Lernprozessen in einer "face-to-face" - Gruppe können persönliche und berufliche Interessen förderlich ( manchmal auch hinderlich ) wirken. Wie können die unterschiedlichen Teilnehmer-Interessen abgeschätzt und einbezogen werden? Welche einfachen, situativen Interessen/Desinteressen - Test sind geeignet? Welche online-Interessentests kann der Lehrende "Just in Time" und eigenständig ( "ohne Dienstleister" ) selbst machen und benutzen?

Es gibt vielerlei Sichten und unterschiedliche Tests. Nach John L. Holland (1970, 1973) dominieren im europäischen Kulturkreis sechs Persönlichkeitsorientierungen und sind grundlegend:

  1. realistische Interessen (realistic)
  2. intellektuelle Interessen (investigative)
  3. künstlerische Interessen (artistic)
  4. soziale Interessen (social)
  5. unternehmerische Interessen (enterprising)
  6. konventionelle Interessen (conventional)

Plagiate und Gruppenkontexte

Zu einem modernen Studium gehören Gruppenkontexte und schriftliche Arbeiten, die nach den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis anzufertigen sind ( Referate, Studienarbeiten, Praktikas, Abschlussarbeiten, usw. ). Eine Abgabe der Arbeit beinhaltet die Zusicherung, dass die Arbeit selbständig verfasst und alle benutzten Quellen und Hilfsmittel in der Arbeit angegeben sind. Eine Anti‐Plagiatssoftware kann Zusammenhaenge aufdecken und den Grad der Eigenständigkeit prüfen.


Lehr-/Lernkonzepte inmitten von Alltag, Um- und Mitwelt

Aus sozialer Sicht gehören zu Lernen und Lehren auch die historischen Entwicklungen "das Lernen lernen" und kollektive Notwendigkeiten. Heute ( 2013 ) gibt es für zahlreiche Wissenschaften und Technologien, aufeinander aufbauende Lernstufen, von der Grundschule bis zum Hochschulabschluß. Jede nächste Stufe kann wie eine Hürde erscheinen, die das "dahinter", das "darüber" erst später zeigt. Stufen können auch in die Tiefen einer Fachdisziplin führen und können insgesamt ca. 15 Jahre dauern. Natürlich möchte ein Wissenschaftler gewonnene Erkenntnisse weiter geben und kann dann u.U. Konzepte aus seiner Laufbahn als Grundlage verwenden, wobei bei Nebenfächern i.a. dafür nur ein Bruchteil seiner Studienzeit zur Verfügung steht.


Welches Gewicht haben bei Lernen die Achtsamkeit und Konzentration? Bei jedem einzelnen Lehr- und Lernvorgang findet eine Konzentration auf "das aktuell Gegenwärtige" statt: beim Rechnen auf das Rechnen, beim Zuhören auf das Hören, beim Mitdenken auf das Denken. Dynamische Gruppen-Wirkmechanismen können einen mentalen/gefühlten Gruppen-Lern-Erfahrungsraum bilden, der den vielfältigen Neigungen und Begabungen eine Heimat bietet. Zu den Mitgliedern einer Lerngemeinschaft gehören natürlich Lernende und Lehrende und ein Campus und Gemeinsamkeiten incl. Freizeit, Sport, Projekte, usw. In gewisser Weise kann eine Lerngemeinschaft ein vielfältiges, dynamisches Beziehungsgeflecht, individuelle Gestaltungsinitiativen und die vielfältigen Begabungen befördern und anerkennen.

Moderne Informationstechnologien sind lediglich Hilfsmittel und kein "Lernen an sich". Informationstechnologien ( Buch, Computer, usw, ) können das eigene Lernen begleiten und fördern. Bei jedem einzelnen Lehr- und Lernvorgang findet jedoch eine individuelle Konzentration auf "das aktuell Gegenwärtige" statt. Bei hinreichender Nicht-Zentrierung auf den aktuellen Lehr- und Lernvorgang können Aufmerksamkeitsräuber, wie z.B. bildframentierende Computerchen, den aktuellen Lern-Erfahrungsraum ungesehen hin zur "Cloude" verlassen.

Absolventen können als Lehrende für die Lehre tätig werden und werden sowohl das studierte Curriculum als auch das pädagogische Konzept des studierte Hochschul-Studienfaches an andere Voraussetzungen anpassen müssen. Es sieht so aus, als ob systematische Erfahrungen in experimentellen Lehr- und Lernformen zurück bleiben, wenn sich Folgen von weltweit-beschleunigten Innovationen gegenseitig überholen... In gewisser Weise ist Lehren und Lernen im jetzt und hier eine innovative Erfahrung, gegenwärtig und stets neu ( motivierend ) in den unvorhersehbaren Unwägbarkeiten und Herausforderungen.

Realisierungen von innovativen Lehr- und Lernkonzepten sind stets mit einer Dauer, Startpunkt, Ende verbunden und können in diesem Sinne auch als Projekt-Folgen gesehen werden. Hilfreich sind wohl ausreichender Aktivität, vorhandene Kooperationsmöglichkeiten, eigene Beiträge zu kooperativen Zielsetzungen und Entscheidungen und Kontrollen, nicht-allgorithmische und schöpferische Denkanforderungen, Fähigkeiten zum flexiblen Erlernen von unterschiedlichen Einstellungen und Sichweisen.

Ein Projekt beginnt mit einem konkreten Projektauftrag. Die vielschichtigen Vorgänge sollen zu einem angestrebten Ziele führen (Präzisieren der Probleme, Entwerfen des Lösungsansatzes, Simulieren der Lösung, Fehlerbehebung, Test, Prüfungen).

Blazek (1991) sagt es so:
Eine Aufgabenstellung kann und sollte in der Regel als Projekt betrachtet werden, sofern das zu lösende Problem relativ komplex erscheint, der Lösungsweg zunächst unbekannt ist, aber bereits eine Zielrichtung und ein Zeitrahmen vorliegen, und/oder bereichs-/fachübergreifende Zusammenarbeit erforderlich ist .


Das Lernen lernen Lehren lernen, Lernen lehren
 Carl von Clausewitz: 
 Den stärksten Anlaß zum Handeln
 bekommt der Mensch immer durch Gefühle.

Nach Erkenntnissen aus der Psychologie können Erinnerungen durch (re)Konstruktion vergegenwärtigt werden. Neuronale Codierungen, Speicherungen und Decodierungen von Erinnerungsmustern sind bedingt ungegenwärtig, flüchtig, fehlerbehaftet. In der mentalen Innensicht sind Lernen und Lehren vielschichtig, komplex und individuell verschieden. Ein Lernen und Lehren in sozialen Gruppen bedingt gewisse Gemeinsamkeiten und kann in gegenseitiger Unterstützung einen Mehrwert haben. Ein individuelles Lernen kann individuelle Lernverfahrensmuster stärken. Jedes Individuum kann sein "Eigenes" in die Gruppe einbringen. Im gewissen Sinn ist jedes hinterfragende Lernen auch ein erforschendes Lernen. Zum forschenden Erlernen gehören Selbsterprobungen, hoffende Erfahrungen und inneres kartographieren von pfadlosen Neuland.

Zum Lernen gehören Lernmittel, Pädagogik, Kategorie Didaktik , usw. Didaktik bezeichnet die "Lehre von der Wissensvermittlung". Zum Lernen gehören Randbedingungen und Prozesse, die von außen ( aktiv ) auf das Individuum wirken und innere, mentale Prozesse. Zu den innere, mentalen Prozessen sagt Carl von Clausewitz: "Den stärksten Anlaß zum Handeln bekommt der Mensch immer durch Gefühle."

Wikipedia Hochschuldidaktik

Neben formalisierten Management- und Administrationsystemen sind es insbesondere die Akteure ( Lernende und Lehrende ), die zur Bildung beitragen.

Welche wesentlichen Merkmale unterscheiden einen Routine-Lehrenden ( "mit statischem Standard-Niveau-Komfort, Besitzstandswahrung" ) von einem innovativ-adaptiv Lehrenden ( "stetige Wegfindungsprozesse im pfadlosen Neuland" ) ?

Im Sinn vom Just-in-Time-Teaching können Beiträge und Rückmeldungen und Ideen den Klassenraum beleben und die Akteure motivieren. Gruppendynamische Mitmach-Aktivitäten können mit pädagogischen Lehr-Lernstrategien zusammen gehen. Ein vorbereitendes Einlesen und vorherige home-Ausarbeitungen können eine Diskussionsbasis für Präsentationen im Sinne von "Ad-hoc-Workflows" bilden.

Gemeinsame "Warm-up-Übungen", "Selfassessments", "Probe-Tests" können den Qualitätstandards dienen. Das "face-to-face" kann das interaktives Lernen befördern ( Peer-geführtes Team Learning, Peer-Mentoring, Peer Feedback, Peer-Education, Peer Tutor ).


Informelles und lebenslanges Lernen Institutionelles, Vorgaben, Kooperationen

Im Fortgang des Lebens vom Kleinkind zum Alten ändern/wandeln sich die angesammelten Welterfahrungen: In gewisser Weise können sich geistige und praktische Fähigkeiten wiederholten Ähnlichkeitserfahrungen entspringen. Sichtweisen und Einschätzungen ändern sich, wie auch eigenen Erkenntnisse, Umwelt, Mitwelt. Das Vorverständnis des Interpreten beeinflußt das Gegenwärtige. In diesem Sinne ist Bildung keine eindeutige, statische Entitität.

Die Entwicklung hin zur Industriegesellschaft führte zu Bildungsinstitutionen und einer Vielfalt formalisierter (Aus-) Bildunganstrengungen. Neben dem formalisierten Lernen in der Schule gibt es mehr und mehr nichtschulische Lernorte und informelle Bildungsprozesse. in Verbindung mit der beruflicher Arbeit, Nebenjobs. Moderne Technologien und zugängliche Angebote befördern die Vielfalt an Erlebniswelt und informelle Bildungsprozesse ( Messenger, Medien, Musik, Kurzfilme, nonformalen Settings, Vereine, Kultur und Freizeit, usw. ).

Zu modernen "Jobs" und "Flexi-Lebenswelten" gehören beschleunigte Lernprozesse. Viele Lernprozesse finden in "Lernwelten" außerhalb von Bildungsinstitutionen statt. Flexibilisierung der Lebenswelten bedingt flexibilisierte Lernwelten. Kompetenzentwicklungen im Wandel werden zu offenen Prozessen, die einzige "Berufsausbildung fürs ganze Leben" ablösen. Informelles Lernen findet im Alltag statt. Informelles Lernen findet generationen-überspannend in der Familie statt und kann Vorverständnis, Aneignungen, Einstellungen prägen und Zielstrebigkeit und Fähigkeiten beeinflussen. Informelles Lernen findet im Ehrenamt und im humanen Engagement statt. Wer beim Hobbys, seinem Ehrenamt, im Alltag, im Beruf oder sonstwie außerhalb von Bildungsinstitutionen lernt, lernt informell.

Zum informellen Lernen gehören die eigenen Lernerfahrungen Jugendlicher bei der Handy- und Computernutzung. Zum informellen Lernen gehören Besuche von Kongressen, Fachmessen, Halbtagesseminaren und das Selbstlernen durch Beobachten und Ausprobieren am Arbeitsplatz und der Freizeit und das selbstgesteuerte Lernen.

In der EU-Bildungsdiskussion gilt 2017 etwa:

  • Formales Lernen ist ein Lernen in einer Bildungs- oder Ausbildungseinrichtung mit Lernzielen, Lernzeit und Zertifizierung. Formales Lernen erscheint den Lernenden i.a. zielgerichtet.
  • Informelles Lernen Lernen findet i.a. statt: im Alltag, am Arbeitsplatz, in der Freizeit, im Familienkreis, im Beruf.

Wie können institutionelle Bedingungen an Hochschulen die konstruktive Kooperationen von Hochschullehrenden verhindern/fördern?

Eindeutige, klare Grenzziehungen hin zum "einzig richtigen Interpretieren und Verhalten", das sich autoritär, bürokratisch-abstrakt, formalistisch, lebensfern und bevormundend zeigen kann, gibt es wohl kaum. Nach Gadamer vollzieht sich das Verstehen in der "Verschmelzung" von eigenem und fremden "Horizont". Hermeneutisches Erkennen braucht Sprache und Dialog.

Es zeigen sich zahlreiche Auswirkungen ( siehe z.B. de. wikipedia ( Employability ) Beschäftigungsfähigkeit )

Schnelle Technologieschübe und beschleunigte Zeit-Komplexitäten können den Verfall von überholtem Fachwissen bedingen und strukturelle Anpassungen erfordern und Auswirkungen auf die lebenslangen Lernprozesse haben. Eine wissensbasierte Gesellschaft/Wirtschaft bedingt vielfältige Aktualisierungen, lebenslanges Lernen.

Heute gibt es nebeneinander unterschiedliche Lernformen, festgefügte universitäre Inhaltskataloge mit standardisierten Unterlagen auf unterschiedlichen Medien, neue experimentelle Lernformen unter Einbeziehung von dynamischen Kontextänderungen, Vollzeitstudium bei freiwilliger Anwesenheit, Teilzeitstudium mit Fulltime-Job-Erwerbstätigkeiten, Vollzeitstudium als pseudo Teilzeitstudium, begleitetes Selbststudium, erfolgreiche Autodidakten, zertifizierte "Home Study Course", usw.

Lebenslange Lernprozesse sind individuell, kollektiv, sind vielschichtig. Es gibt nicht "die einzig bewährte Form" sondern eine Suchen und Streben nach verbesserten Vermittlungs- und Dialogformen, die sich auch im Wandel von Um- und Mitwelt bewähren sollen.

In großen Lernorganisationen ( Schulen, Hochschulen ) können mehr oder minder spezifische/selektive/praxisferne äußeren Rechtesetzungen, das eigene Engagement/Trägheit begrenzen und die eigenen Bequemlichkeit/Verantwortlichkeit beeinflussen.

Der Deutscher Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen vom 22. März 2011 unterscheidet nationale Qualifikationsrahmen und
formales Lernen ( organisiertes-strukturiertes Lernen im Kontext der Schule, Erstausbildung, Hochschulbildung, Erwerb einer Qualifikation in Form von Zeugniss oder Befähigungsnachweis ),
nichtformales Lernen ( Lernen im Rahmen eines Lehrer-Schüler-Verhältnisses ),
informelles Lernen ( am Arbeitsplatz, im Familienkreis, in der Freizeit, Lebens- und Berufserfahrung ),
offene Bildungsressourcen ( Lerninhalte, Softwareinstrumente ),
Überprüfung von Fähigkeiten als Prozess,
Qualifikation ( Beurteilungs- und Validierungsprozesses ),
Lernergebnisse ( Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen ),
Erfahrungen einer Person im Wege eines Gesprächs ( Identifizierung ),
Erfahrungen der Person sichtbar zu machen ( Dokumentation ),
Erfahrungen (formale Bewertungen ),
Ergebnisse der Bewertung ( Zertifizierung ).

Stichworte als Platzhalter: Bemerkungen zu impliziten/expliziten Kontext-Einbettungen von innovativen Lehr- und Lernkonzepten Bemerkungen zu Kontext-Wechselwirkungen zu "Erneuerungsbremsen" im bisher Bewährtem, wie z.B. rechtliche, formale, strukturelle Hemmschwellen und Schwierigkeiten, die bei der experimentellen, untersuchenden Realisierung von erneuernden Konzepten ( zusätzlich ) überwunden werden müssen.


Service Learning Schulen/Hochschulen/Engagement

Zum Service Learning gehören Selbständigkeit und aktives Handeln ( Civic Education ). Das Emgagement dient dem Handelnden und insbesondere der Stärkung seiner personalen Sozialkompetenz und dem Gemeinwohl der Gemeinschaft, wie z.B. Studierende unterstützen Studierende. Das bereits vorhanden fachliche Können wird gefestigt, mit pädagogischen Methode bereichert, reflektiert und mit Bildungsinhalten verknüpft. Forschende Service-Learning-Projekte können flexibel auf aktuelle Notwendigkeiten reagieren. Service-Learning beinhaltet auch ein Lernen im/mit/durch Engagement. Neben fachlichen Aspekten ist die Sozialkompetenz ein wesentliches Merkmal. Siehe z.B. de.wikipedia Service Learning .


Alltagskomplexität Lerndienstleistungen und DIN ISO 29990

Das Werden eines Menschen ist eingebettet in vielfältige äußere und inneren Bedingungen, Wünsche, Sehnsüchte, Gesetze, Ordnungen, Kultur und die Erwartungshaltungen der ( Familien-, Lern- ) Gemeinschaft und der Gesellschaft.

Die einfache, firmenunabhängige Austauschbarkeit von technischen Elementen ( z.B. Schrauben ), Bauteilen, Komponenten setzt kollektive, firmenunabhängige Vereinbarungen voraus. Zahlreiche Standardisierungsorganisationen tragen zu solchen Vereinbarungen bei. Neue naturwissenschaftlich-technischen Möglichkeiten können über das bisher Standardisierte hinausgehen. Z.B. kann eine Schraube aus bisher unbekannten Werkstoff neue Eigenschaften und Werte haben, aber hierfür noch keine zutreffenden Normen haben. Innovationswirkungen können zu Änderungen und Anpassungen des "Alten" führen. Infolge von grundlegende Innovationen müssen alte Standardisierungsvorschriften modifiziert/ersetz werden.

Hinsichtlich der Lern- und Lehrkonzepte gibt es Möglichkeiten/Bemühungen, die kaum exakt messbaren Wissensfortschritte eines Menschen und die geistigen Entwicklungen durch beschreibende Vorgaben zu "kanalisieren". Aber der Status einer Person ist wohl nicht identisch mit einem gerahmten Zuordnungszertifikat, das von anderen verliehen wird. Im Kontext des Gegenwärtigen werden wohl stetig Wege hin zu einer geeigneten Qualität in der Aus- und Weiterbildung gesucht, gefördert, gegangen werden. Doch wer kann die Kovergenz der Notwendigkeiten und Anpassungen an "die Mitte der Zeit" zuverlässig messen? Wie? Womit?

Der Deutsche Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen ( verabschiedet vom Arbeitskreis Deutscher Qualifikationsrahmen am 22. März 2011 ) unterscheidet:

  • Einen zugrundeliegenden Bildungsbegriff, der auch Zuverlässigkeit, Genauigkeit, Ausdauer und Aufmerksamkeit, interkulturelle und interreligiöse Kompetenz, gelebte Toleranz und demokratische Verhaltensweisen sowie normative, ethische und religiöse Reflexivität konstitutiv für die Entwicklung von Handlungskompetenz enthält.

  • Die zugrundeliegenden Kompetenzkategorien, Fachkompetenz wird in Wissen und Fertigkeiten unterteilt. Personale Kompetenz wird in Sozialkompetenz und Selbständigkeit unterteilt (Vier-Säulen-Struktur).

Normative Beschreibung von Schulungsmethoden, Lehrorganisationen und kulturellen Normen sind zwar nur Beschreibungen, können aber als Richtungszeiger hilfreich sein. Die DIN ISO 29990 ( de.wikipedia ) versucht "Lerndienstleistungen für die Aus- und Weiterbildung" als grundlegende Anforderungen an Dienstleister zu fassen.

Zu den Lerndienstleistungen gehört

  • die Bestimmung des Lernbedarfes
  • die Gestalten von Lerndienstleistungen
  • die Erbringen von Lerndienstleistungen
  • das Monitoring von Lerndienstleistungen
  • die Evaluation durch Lerndienstleister
  • das Management des Lerndienstleisters
  • die allgemeine Managementanforderungen
  • die Strategie und das Unternehmensmanagement

Zur Bildung gehören angestrebte Fähigkeiten ( Kompetenzbereiche ) und Zielvorstellungen ( Bildungsziele ). Bildung ist kein endgültiger, statischer Zustand, sondern eher ein vielfältiger, dynamischer, stets gegenwärtiger Prozeß. Nützlich wirken kann die Klärung der folgenden Fragen.

Nach Erich Weniger:  
WER   soll es machen             ( Akteure )? 
WAS   soll gemacht werden        ( Inhalte )? 
WARUM soll es gemacht werden     ( Begründungen )?
WOZU  soll es gemacht werden     ( Zielsetzungen )?
WANN, WO soll es gemacht werden  ( Zeitplanung, Organisation )?
WIE   soll es gemacht werden     ( Methoden des Vorhabens )?

Psychologische Modelle und Formen Subjekt und Bildung

Hier lediglich einige Gedanken.

Objektivierte wissenschaftliche Außensichten allein zielen auf interpersonal bestätigte Ergebnisse. Auch wenn die Psychologie eher "weiche Faktoren" aufweist, so können solche "weiche Faktoren" wesentlich sein, weil bei konkreten Prozessen des Lernens und Lehrens stets Subjekte beteiligt sind.

Rainer Maria Rilke: "Nirgend wird die Welt sein als innen."

Ein Mensch ist u.a. ein Wesen der Interkommunikation ( Prozesse unvollständiger Bedeutungsvermittlung, verlustbehafteter-partieller Informationsaustausch ). Die Summe aller realen Lern- und Lehrvorgänge ist kaum mit vereinfachenden Idealisierungen in mentalen Gegensätzen zu fassen. In unterschiedlichen Kulturen gibt es Vorstellungen, nach denen die verbale Kommunikation auch wie "phantasievoller Wachtraum" betrachtet wird. Welche Begriffe und Ausdruckformen und bedingen eine bessere Kommunikation? Wieviele Ablenkungsarten und -Intensitäten, wie z.B. infolge abschweifender Gedanken und äußere Aktionen beeinflußssen ( stören ) die Kommunkationsübertragung? Wieviel Achtsamkeit und "Synchonisation" zwischen den Kommunikationsteilnehmern beeinflußssen ( fördern ) die Kommunkationsübertragung? Methodische Formalitäten gewährleisten keine genialen Ideen. Begabungen, Kreativität und Inspiration sind oft eher wie unerwartete Geschenke, die angenommen werden wollen.

Albert Einstein ( 1948 ) sagt es so: Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.

So wie sich Chormitglieder durch das Antönen einer Keynote einstimmen, kann ein "Keynote Speaker" die Zuhörer auf ein Kernthema einstimmen.

 Konfuzius:
 Immer nur [nachträglich auswendig] lernen 
 ohne dabei nachzudenken führt zu Verwirrung.
 Immer nur [grübelndes] nachdenken ohne dabei 
 [strukturiert] zu lernen, das führt zu Erschöpfung.

Was bedeutet Motivation individuell/kollektiv? Was motiviert, was demotiviert innerhalb/außerhalb aktuellen Lern-Lehr-Umgebung? Welche gegenseitigen Einfüsse und Mächtigkeiten haben die Motivationsanteile, die aus dem schulischen/nichtschulischen Umfeld kommen? Die folgenden Stichworte zur Motivation können lediglich vielfältige Abhängigkeiten und Unwägbarkeiten anreißen.

Maslow beschreib 1943 in "A Theory of Human Motivation" u.a. eine Bedürfnishierarchie ( Psychologische Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, Soziale Bedürfnisse, Individualbedürfnisse, Selbstverwirklichung ). Selbstverwirklichung weist auf die Möglichkeiten, eigenen Anlagen auszuschöpfen. Die Bedürfnishierarchie ist weniger ein Prozessmodell und mehr ein Inhaltsmodell der Motivation. Natürlich gibt es zahlreiche Motivationsmodelle (Stichworte).

  • Hedonismus: Unlust/Schmerz vermeiden und Vergnügen/Lust anzustreben;
  • Utilitarismus: Gründe und Ursachen des Verhaltens hängen mit bewussten/unbewußten Instinkten und Trieben zusammen;
  • Psychologisches: Reihung der Bedürfnisse Körper/Sicherheit/Liebe/Anerkennung/Selbstverwirklichung;
  • Prozesse der positiven und negativen Verstärkung im sozialen Umfeld: Bestrafungs- und Belohnungsmechanismen;
  • Einflußfaktoren: Bewegungsdrang, Neugier, Harmoniestreben, Eifersucht, Sparen, Wissbegierde, Familie, Ordnung, Spiel, Sex, Kontakt, Aggression, Leistung oder Sympathie;
  • Mental-Kognitiv: Wiederholungserfahrungen-Gewohnheiten-Verhalten;
  • Prozesstheorien der Motivation: Motivation als Funktion von Rollenwahrnehmung, äußeren/innere Belohnungen, eigenen Fähigkeiten, Erfolgsaussichten und Ergebnissen.
  • Prinzip des Erwartungswertes: Handlungen drücken Wünsche nach bestimmten Sachverhalten und Wertüberzeugungen aus. Handlungsalternativen mit den höchsten Erwartungswert werden bevorzugt.
  • Willenskraft: Die Umsetzungskompetenz in messbare Handlungen unterliegt vielfach unbewussten Emotionen, Motiven und Inhalten des emotionalen Gedächtnisses.
  • intrinsische/extrinsische Quellen der Motivation:
    intrinsisch ( "ich mag es, bin interessiert, es es macht einfach Spaß") , extrinsisch ( "ich stecke Arbeit rein, dann gibts eine Belohnung und vermeidet Unanehmlichkeiten" );

Schlüsselqualifikationen und Soziale Kompetenz

Zu den Schlüsselqualifikationen von sozialen Kompetenzen ( Soft Skills ) gehört die zwischenmenschliche Kommunikation, Kritikfähigkeit ( "weiche" Fähigkeiten ) und emotionale Kompetenz ( siehe z.B. Soziale Kompetenz ) und Lösungsansätze. Zur Lösungsorientierung gehören nach

  Steve de Shazer :
 Reden über Probleme lässt die Probleme wachsen.
 Reden über Lösungen lässt die Lösungen wachsen.
  • Zwischenmenschliche Kommunikation
  • Kritikkompetenz
  • Emotionale Kompetenz
  • Lösungsmöglichkeiten

Die folgenden 8 weltlichen Emotionen ( mit dem jeweiligen "Streben danach" / "Vermeiden von" ) tragen zu Hoffnungen und Befürchtungen bei ( siehe z.B Siehe die Tabelle zur Sozialen Kompetenz ).

  • Streben nach Freude - Vermeiden von Leid
  • Streben nach Gewinn - Vermeiden von Verlust
  • Streben nach Renommee - Vermeiden von Schande
  • Streben nach Lob - Vermeiden von Kritik

Bei Lernenden und Lehrenden können aus tief sitzenden-psychologische Motiven starke Antriebskräft kommen. Hierher gehören u.a. Wünsche nach individuellem Erfolg, nach Unabhängigkeit, nach Wertschätzung durch andere, nach sozialem Anerkennungsstreben, nach Prestige, nach sozialem Ansehen. Solche Motive können bedingt unbewußt sein und persönliche Entscheidungen und das Lern-/Lehrverhalten beeinflussen. Alles Erkennen vollzieht sich in Urteilen.

Die folgende Übersicht-Tabelle nach McClelland bescheibt Grundmotive, die einen starken Einfluß auf das Verhalten haben.

Motive, Wünsche, Hoffnungen Ängste, Befürchtungen
Zugehörigkeit Sicherheit, Zuwendung, Geborgenheit, Freundschaft "Meine eigene Beiträge finden Beachtung und werden integriert" Gefühle der Wertlosigkeit, wie etwa "Ich bin unbeliebt, zurückgewiesen, isoliert, ausgeschlossen, allein gelassen"
Macht Kontrolle, Dominanz, Bedeutung, Status, Einfluß, Kampf, Wettbewerb "Ich möchte in alle Entscheidungen eingebunden werden" Gefühle der Ohnmacht: Kontrollverlust, unwichtig, abhängig, nbedeutend, missachtet
Leistung Erfolg, Fortschritt, Kreativität, Abwechselung, Neugier, Fantasie "Meine Beiträge und Leistungen werden anerkannt"  
Gefühle des Versagens: "Ich bin unfähig, schwach, erniedrigt, nutzlos, dumm, ein Verlierer und Versager"


Kybernetische Modelle und Formen

Eine chaotische Vielschichtigkeit von Fachdisziplinen, Weltabhängigkeiten und technologischen Ubiquitäten (wie z.B. allgegenwärtiges Internet ) können langfristige individuelle ( Lebens- ) Ziele fragmentieren. Aus individueller Sicht sollten bei hoher Fachkomplexitäten die unterschiedlichen Wissenschaftbereiche fachübergreifend aus einer zusammenfassenden Modellvorstellung behandelt und ( integral ) verstanden werden können. Wird jedes Wissensgebiet ( wissenschaftliche Disziplin ) als eine "neue Dimension" gesehen, so können die mathematischen Untersuchungen zu Fluch der Dimensionalität von Interesse sein.

In den Jahrhunderten findet sich eine wachsende Gesamtkomplexität von Lernen und Lehren. Heute gibt es nicht "DAS Modell", sondern eine Vielzahl von Modellen, Varianten und Architekturen zu Lernen und Lehren. Ein Beispiel ist das Essener-Lern-Modell:

Interfaces: Rollen Interface, Externes Interface
  
Management- und Administrationsystem:
Projektmanagement
Kofigurationsmanagement
Qualitätsmanagement
Rollenverwaltung
Kursverwaltung
Reporting/Tracking
Prüfungsverwaltung
Entwicklungssystem:
Kontextmodellierung
Inhaltsmodellierung
Benutzermodellierung
Methodenmodellierung
Präsentationmodellierung
Evaluationsmodellierung
Lernsystem:
Anmeldung
Betreuung
Aktivität
Prüfung
Portfolioverwaltung
Protokolle:
Repository Management System:
Komponenten Repository
Daten Repository
Funktionen Repository

Kontext-Einbettungen Individualität/Gruppe, Campus, Alltag/Um- und Mitwelt

Die "Kontext-Nah-Sichten" von innovativen Lehr- und Lernkonzepten im engeren Sinn sind kaum exakt von darüber hinausgehenden Abhängigkeiten zu trennen ( Siehe z.B. Kontextsensitivität in der Informatik, Awareness in der Psychologie).

Was meint Kontext-Einbettungen? Kontext ( lat. contexto, zusammenweben ) meint die Wechselwirkungen mit einem konkreten/gedachten "Umfeld" und Beziehungen zwischen miteinander verbundenen Menschen und Teilen. Beim Sprechen ist stets ein stillschweigend vorausgesetzter Kontext ( unbewußt ) gegenwärtig. Auch "das Verstehen" braucht einen inneren Kontext, in den "neues Verstehen" integriert wird.

Historisch gehören zu Lehren und Lernen oft Organisationsformen, die sich über lange Zeit ( z.T. Jahrhunderte ) herausgebildet haben. In einer "beschleunigten Gegenwart" müssen sich historische Organisationsformen ändern.

Weiterbildungsangebote können intern/extern erfolgen; können fachbereichspezifische und/oder fachbereichsübergreifende Organisationseinheiten bilden.

  • Heute gibt es Organisationseinheiten, die in ein Studienfach einführen berufsvorbbereitend sein möchten ( z.B. Vermittlung von propädeutischen Wissens, Akademien, Kollegs, usw. ).
  • Heute gibt es Organisationseinheiten, die ein duales Studium organisieren.
  • Heute gibt es Organisationseinheiten, die berufsfeldorientierte Lehr- und Forschungseinheiten fachbereichsübergreifend anbietene möchten (z.B. Lehrerbildungszentren, Professional School, fakultative Gemeinschaftlichkeiten, usw. ).
  • Heute gibt es Organisationseinheiten und Zentren für eine lebenslange Bildung und Weiterbildung.
  • Heute gibt es Organisationseinheiten, die fakultätsübergreifende Lehrangebote anbieten ( z.B. College, Koordination von gemeinsame Veranstaltungen auf Bachelor-Ebene, usw. ).
  • Heute gibt es Organisationseinheiten, die im Ausland wirken ( z.B. Hochschul-Dependancen )
  • Heute gibt es Organisationseinheiten und Unternehmungen, denen Rechte und Befugnisse erteilt wurden ( Franchisenehmer ).

Lehr- und Lernorte können für Individuen und Gruppen, für Theorie und Praxis recht unterschiedlich sein ( Gruppenräume, Campus, Heim-Alltag, Um- und Mitwelt, Firmen, Unternehmungen ).

Zur kollektiven Einbettung von innovativen Lehr- und Lernkonzepten gehören

  • das "Sollen" als gesellschaftliche Forderungen nach Erneuerungen für eine humane Gegenwartsbewältigung und ermutigende Zukunftsfähigkeit
  • das "Wollen" als individuelle Lernbereitschaft und Ausrichtung auf das Wohlergehen der Menschen
  • das "Können" als verantwortliche, vernüftige Urteils- und Kritikfähigkeit und Bewährung der erlangten Fähigkeiten im praktischen Einsatz

Formen, Methoden und Abhängigkeiten Sichtweisen

Zur Bildung gehört ein Bildungswesen und spezielle Institutionen wie Schulen oder Hochschulen, aber auch alle anderen Lehr- und Lernverhältnisse, etwa in Familie, Beruf oder aus eigener Initiative. Kulturtechniken werden stets in einem sozialen Kontext vermittelt, dem Bildungswesen im weitesten Sinne.

Es gibt unterschiedliche Formen und Methoden der Wissensvermittlung, die von den jeweiligen Bereichen abhängen, wie z.B. Elementarbildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschulbildung, Erwachsenenbildung, Behindertenpädagogik, Sozialpädagogik, Medien und Bildung und Alumni, Übergreifende Informationen, Interkulturelle Bildung, Bildungsforschung, Bildung weltweit.

Es gibt fragile Konzepte von persönlichen Lernnetzwerken und Abhängigkeiten von Medien und Tools, wie z.B. propietäre Webinare, Selbstlernkurse, online-Lesematerial, online-Workshops, Online-Kurse, Online-Prüfungen, Random Exercises, Videos, Foren, Online-Vorlesungen, Online-Kurse, Live-Web-Seminare, Online-Lehrmaterialien, Online-Lernmaterialien, Live-Webseminare, Webcast Hacker-Ethik

Es gibt unterschiedliche Zugänge und Zusammenstellungen von Lerninformationen, Meinungsbildung (Facebook, Twitter, usw. ) und demokratische Öffentlichkeit.

Webchat, Live-Web-Seminar ( Webinar ist eine geschützte Wortmarke ), Groupware, Videokonferenz, usw.

Ein Webinaren möchte eine ortsungebunden Teilnahme an einem Vortrag ermöglichen. Für eine Teilnahme am Live-Webinaren gibt es meist ein (einmaliges ) Anmeldeformular für die Webinar-Zugangsdaten. Spezielle Erfordernisse bedingen ein downloaden von notwendiger Webinar-Software. Ein Dozent*in erklärt Webinar-Fachthema-Inhalte. Es können Fragen gestellt werden. Es gibt weiterführende Materialien. Es gibt Möglichkeiten das erworbene Wissen zu testen ( z.B. mit Multiple-Choice-Tests ).

Für neue Formen des Lehrens und Lernens im Internet gibt es service-basierten Architekturen und proprietäre Abhängigkeiten. Online-Kurse, MOOCs ( Massive Open Online Course ), pMOOCs ( permanent MOOCs ), FLOCKs (Flexible On Campus Formate ), Inverted Classroom Formate, Private Online-Akademien ( z.B. Udacity ), Online- und Fernkurse, Fernunterricht, Digitale Schulbank , weltweit frei zugängliche Sammlung von Online-Vorlesungen ( siehe z.B. World Lecture Project ), Kategorie: Didaktik , Hochschuldidaktik , Live-Webseminare, Webcast, Offene Online-Akademien ( z.B. Coursera nutzen ca. 62 Universitäten mit ca. 2 000 000 registrierte Nutzern) und eine Online-Didaktik , Online-Veranstaltungen (SAP)

  • Welche Lehr- und Lernverfahren sind "am innovativsten, am besten" und wie kann dies konkret gemessen werden?
  • Welches Gewicht hat der jeweilige Kontext? Siehe z.B. Kontextsensitivität in der Informatik, Awareness in der Psychologie.
  • Welche Learn-Plattform ist die beste?
  • Was meint in diesem Zusammenhang kooperativ, offen, proprietär?
  • Welchen Einfluß haben die rechtlichen Organisationsformen auf Lernen und Lehre?
  • Wer kennt die "Produkt-Lebensdauer" z.B. von zugeschnittenen Technologien, Bildungsservern, Iversity, openHPI, microsoftvirtualacademy, usw.
  • Welchen Einfluß haben die Hilfsmittel auf Lernen und Lehre?
  • Welchen Einfluß haben Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben, Rechnen, Auswendiglernen, Bilder, Computer, Informationssysteme, Kommunikationsmedien auf Lernen und Lehre?

Vereinfachend können 2 grobe Blickrichtungen hinsich von rechtlichen/technischen Organisationsstrukturen und individuellen/kollektiven Kontext-Abhängigkeiten unterschieden werden:

Die top-down-Sicht geht von weltweiten computer-integrierten Konzepten aus. Z.B. wird proprietäre Software weltweit genutzt. Es gibt kaum historisch gewachsene rechtliche Organisationsstrukturen. Gemäß den technischen Möglichkeiten füllen Lehrende "die Systeme" mit Inhalten.

a) top-down-Sicht:
Bildungstechnologien bestimmen Lehre und Lernen,
proprietäre Abhängigkeiten,
große Softwaresysteme,
Cloude-Computing,
universalistisch - weltweite - komplex

Die botton-up-Sicht geht von dem Lehrenden aus und der zugeordneten "face-to-face" Lerngemeinschaft. Im Mittelpunkt steht der Lehrende und der einbettende Kontext ( Begegnungsstätte, Bildungsstufe, Berufliche Bildung, Hochschulbildung, Erwachsenenbildung, usw. ).

b) botton-up-Sicht:
Lehr- und Lern-Anforderungen bestimmen Bildungstechnologien,
minimale Fremdabhängigkeiten,
selbst bestimmte Online-Einbeziehung,
selbst-gestrickte Software auf W3C-Basis

Vielfalt und Weite von Bildungsdiskussionen können heute (2014) kaum auf "DIE EINE" Sichweise begrenzt werden. Zur Kategorien zu Pädagogische Methode/Lehre gibt es zahlreiche Einträge.


Individualität und innovativen Lehr- und Lernkonzepten inmitten von Alltag, Um- und Mitwelt

Es werden lediglich Hochschulen betrachte. Innovatives Lehren und Lernen ohne hinreichende Erfolge können es in Lehrstätten schwer haben, wenn diese das "Althergebrachte" dogmatisch tradieren.

Das Werden eines Menschen ist eingebettet in vielfältige äußere und inneren Bedingungen, Wünsche, Sehnsüchte, Gesetze, Ordnungen, Kultur und die Erwartungshaltung der Gesellschaft. Eine Gesellschaft ist im Kern die Idee von sich selbst. Ohne kollektive Einbettung gibt es weder Sprache noch Bildung. Bildungstheorien umschreiben Bildung als das reflektierte Verhältnis zu sich, zu anderen und zur Welt.

Studienordnungen an Hochschulen versuchen Lehrveranstaltungstypen (Vorlesungen, Seminare, Übungen, Praktika...), Gliederungen, Schwerpunkte, Studienziele, Voraussetzungen, Leistungsnachweise, Studien- und Prüfungsleistungen zu definieren.

Zu einer Lehr-Verstaltung und dem gemeinsamen Miteinander gehören auch "weiche Fakten":

  • Vereinbarungen zum Miteinander und zur Transparenz in der Lehr-/Lerngemeinschaft, wie z.B. Respekt, Vertrauen, offenes Lernklima, gegenseitige Wertschätzung, abgestimmte Umgangsformen, Ordnungsformen, usw.
  • Vereinbarungen zur gemeinsame Verantwortung für die Gruppenziele, kooperative Lehr- und Lernformen, aktive, selbstständige Mitarbeit, usw.
  • Vereinbarungen zu den Kompetenzzielen, Wege zu den Zielen, transparente Leistungsanforderungen, Beschreibungen zum Erfolg, usw.
  • Regelmäßige Reflexionen und Einbeziehung von "Fachübersteigendem", wie anderen Sichten, Kybernetik, Didaktik , wie partnerschaftliche Evaluationen, konstruktive Impulse für Weiterentwicklungen, usw.

Im Interessensraum aller Fakultäten und Fachbereiche kann das Eigen ( "unsere Fakultät" ) vorrangig gegenüber konkurrierende Bereichen gesehen werden und Emergenz zum Ganzen hin kann dann leicht wie eine Schächung des Eigen erscheinen ( Intra/Interfakultäre Streitigkeiten, "Kampf" zwischen den alten und den neuen Disziplinen, "Krieg der Fächer").

Pierre Bourdieu veröffentlichte 1984 eine soziologische Studie ( Homo academicus ) in der er schreibt: "Ziel der soziologischen Analyse der universitären Welt ist es, den Homo academicus, diesen Klassifizierer unter Klassifizierenden, den eigenen Wertungen zu unterwerfen."




Verstrukturierungen und "gesellschaftliches Ego"

Beim Kleinkind gibt es ein intuitives Angenommensein, eine unhinterfragte Ganzheit. Beim Kleinkind mündet das anfassende "Begreifen" und staunende "Entdecken" von Welt in Wiederholungserfahrungen und mit dem Alter von ca. einem Jahr zur Unterscheidungsfähigkeit zwischen Ich ( angenehme/unangenehme Empfindungen ) und Mitwelt ( "begreifen von Objekten = Kleinkind-Welt" ). Der Erfahrungsraum weitet wechselseitig innen/außen. Das Vokabular des Kindes kann mehr oder minder verständlich diesen Erfahrungsraum benennen, fühlen ( dada-is-muß ). Die innere Individualität kommt aus Gefühlen, wie z.B. Wohlbefinden, Geborgenheit, Zuversicht. "Bubi haben will", "Bubi nicht bekommen kann" können später bedingt unbewußt auch in Besitzdenken und Geldgier und Aggressivität und Haß mitschwingen.

Ein lebensfreundlicher Alltag in einer mitmenschlichen Gemeinschaft kann in gewisser Weise Lebenswege "ins Ungewisse-Zukünftige" unbewußt beeinflussen. Es gibt z.B. virtuelle Konferenzen für "Intelligent Customer Engagement".

Eine hinreichende Fragmentierung von fachlicher Vielheit, kann im Individuum verbunden sein mit ständig wechselndem, virtuellen Erleben und gefühlter Heimatlosigkeit im allgegenwärtigen Internet ( Lost in Hyperspace ).

In einer materiellen Anreizgesellschaft können ständig neue Wünsche auftauchen, divergierende Hoffnungen wecken, kurzfristigen Zielen priorisieren und ansteuern und im Erreichen dieser Ziele zu einer "Wegwefgesellschaft" beitragen.

Public Relations und Eigenwerbung sind heute bedeutende gesellschaftliche Teilsysteme ( bedingt global, weltweit, allgegenwärtig ). In gewisser Weise kann Eigenwerbung wie eine "inszenierte, eingefärbte zur Schau-Bringung" betrachtet werden, die das Eigen positiv-ettikettiert Herausstellen möchte.

Virtuellen Attraktivitäten schaffen individuelle Anreize. In gewisser Weise können individuelle Überflutungen und unerfüllbare Wünschen zu Irritationen führen und psychische Auswirkungen haben ( Einbruch der "heimatlosen" Massen in das individuelle Bewußtsein des Menschen, zunehmende Maginalisierung des Selbst ).

Mit der alltäglichen Priorisierung der öffentlichen zur-Schau-Stellung im (virtuellen?) Freundeskreis, dem Präsentieren eines positiven Image und gewünschter "Selbststärkung" mit wohlwollenden Reputationen in e-sozialen Netzen können durchtragende Lebensleitlinien im Nebel undurchschaubarer Vielgestaltigkeit schwinden und die Hoffnung heimatlos werden. An allen Orten und zu jeder Zeit können virtuelle Attraktoren im Bewußtsein virtuelle Welten spiegeln, zu realen Wünschen und Hoffnungen beitragen und einen aktuellen ( und schnell vergänglichen ) Lebenssinn priorisieren.

Für manche Jugendliche können bestimmte Konzernmanager Mitleid auslösen und in all ihrer Machtfülle und "selbst verdienter Moneten-Knete" als abschreckendes Beispiel erscheinen. Ist es das Ziel von Konzernmanagern in der Pseudo-Freiheit eines Hamsters im Laufrad, im termingebundenen (Stunden-) Takt narzistisch-übertiebene Eigenzentrierungen durch eine tatkräftige Beschleunigungen der Trommel zu präsentieren? Solche Jugendliche fragen sich, ist dies das Ziel von Hochschulbildung?

Hegel: "Der Verstand bejaht, die Vernuft verneint."

Innovationswirkungen können "vielfältige Kreativität und innovative Vielfalt" befördern. Die Beschleunigung von Modifizierungen und Rekombinationen zu vorhandenen Innovation und die Beschleunigungen beim praktischen Umsetzungen in neue Anwendungen führen zu einem Menschenbild "wie ein Hamster in seinem Terminplan-Käfig", das die Gefangenschaft im eigenen Ego ausdrückt ( Höhlengleichnis bei Plato).

Zu einem Systemen gehören Zerlegungen in Objekte und der Analyse von deren Komponentenwechselwirkungen. Wissenschaften und den weltumspannende Technologien führten zu neuen Wissenräumen und vielfältigen Erkenntnissen, deren Gesamtkomplexität unüberschaubar und deren Wirkungen lediglich bedingt vorhersehbar erscheint.


Lernen und Informationstechnologien

Zum Lernen gehören Lernmittel ( Griffel, Tafel, Buch, usw.), die Informations- und Kommunikationstechniken (Computer, Datenbanken, Internet, künstliche Intelligenz, gespeicherte Fakten, Wissensretrievel, Globalisierung, .rdf, usw.). Die technisch verfügbaren Datenmengen übersteigen im Umfang jedes kognitive Fassungsvermögen.

Wie können personenbezogene Daten geschützt werden? Wie kann das mit Hilfe der technik selbst erfolgen? Wie können komplexe Software-Systeme datenschutzfreundliche Voreinstellungen gewährleisten und welche sind das? Wie können die ( beinahe beliebigen ) Möglichkeiten der Datenübertragbarkeit menschenfreundlich gewährleistet werden? Wie können die unermeßlichen Ressourcen der kostengünstigen Datenspeicherung ( Cloud Computing ) im Zusammenhang mit Lehre und Lernen menschenwürdig genutzt und unerlaubte, ortsunabhängige Datenzugriffe von Unbekannten in weltweiten Konzernen vermieden werden? Wie kann das personale Recht auf "Vergessen" und Löschen" gewährleistet werden? Wie kann der Nutzen von Lernmittel in der Lehre und beim Lernen angeschätzt werden? Ist ein "mehr" auch "besser" und wenn ja "wieviel"? Können digital angebotene Dienste bei Lehre und Lernen "sinnvoll" auch anonym oder unter Pseudonym oder/und als "personal-geräte-pseudonyme Nutzung" sinnvoll genutzt werden?

Kleinere Teilbreiche ( z.B. Teilaufgaben ) können oft einfacher erfaßt und behandelt werden. Eine fortgesetzte "Atomisierung" eines Wissensbereiches ( der Teilaufgaben ) führt an neue "Fragmentierungsgrenzen" ( Teil-Detail-Aufgaben ) und zu wachsender Komplexität im Ganzen. Wird jedes Wissensgebiet ( wissenschaftliche Disziplin ) als eine "neue Dimension" gesehen, so können die mathematischen Untersuchungen zu Fluch der Dimensionalit , Kategorie: Komplexitätstheorie von Interesse sein.

Entfalten der Vielheit ist gekennzeichnet durch eine sich mehrende "flache Sicht" und zunehmende Undurchschaubarkeit der wesentlichen Tiefenstrukturen und wachsender Gesamtkomplexität. Einfaltende Entase ist gekennzeichnet durch die Rückkehr zum Wesentlichen.

In welchen Kontexten und unter welchen Bedingungen können Informationstechnologien besonders hilfreich sein? Wann ist das Lernen mit der "Maschine als Partner" angebracht? Eine Maschine kann bei beliebig häufigen Wiererholungen "recht geduldig sein". Eine Maschine kann "recht geduldig sein" bei monotonen Wiederholungen, auswendig-lernen, disziplinierten Einübungen, systematischen Wiererholungen, Drill mit klassifizierten Wiederholungsmustern und beim ( "mechanischen" ) Training von Fertigkeiten.

Bei Lernen mit der Maschine sollen die Rückmeldungen und eingeflossenes Feedbacks eine Anpassung an neue Trends ermöglichen, neue Daten auf Basis von vorherigen Daten vorhersagen und deren Wahrscheinlichkeiten berechnen können. Bei Lernen mit der Maschine sollen neu Informationsmuster und deren Emergenz entstehen können. Das Lernen mit der Maschine kann eingesetzt werden

  • Bei komplexen Sachverhalten, die fürs Lernen machinell-didaktisch aufbereitet werden können.
  • Bei unüberschaubaren Quantitäten, deren strukturelle Abhängigkeiten lerngerecht aufbereitet werden können.
  • Autonomes Lernen, wenn im "pfadlosen Land des Lernens" geeignete Lernwegfindungen möglich sind.
  • Bei speziellen Personalisierungen, wenn die Maschine geeignete Datenmodellierungen gestaltet und die Lernwegfindung verbessert.

eLernen und Lernplattformen nützlich, wenn ...

Zentrale Lernplattformen bieten technische Unterstützungen, wie z.B. hilfreiche Funktionen für online-gestützte/online-begleitete Lehre. Zentrale Lernplattformen unterliegen den ( schnellem ) technologischen Wandel und können veralten ( Unterlagen, Zugriffe, obsolete Programmstrukturen, usw. ).

Lernplattformen haben unterschiedliche Schwerpunkte und Ausprägungen. Lernplattformen können die Präsenzlehre ergänzen, indem Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologien genutzt werden. Lernplattformen können das zeit- und ortsunabhängige Studieren unterstützen. Lernplattformen können die gruppeninterne Kommunikation von Studierenden untereinander und den Lehrenden fördern.

Bei komplexen Lernplattformen braucht der Lehrer den Administrator. Lernplattformen können freie Lernformen auf den Nutzen von Programmsystemen begrenzen. Siehe z.B. Liste von Lernplattformen . Lernplattformen können nur bedingt das unmittelbare Miteinander ( "Face-to-Face" ) ersetzen. Lernplattformen eignen sich in Hochschulen, Akademien, Weiterbildungseinrichtungen und Verwaltungsorganisationen vielfach für Weiterbildungs- und ( "geduldige" ) Trainingsmaßnahmen.

Wozu dienen Lernplattformen? Beispiel:

  • Organisieren:
    verwalten von Teilnehmerlisten, gemeinsame Terminkalender, Sprechstundenverwaltung, Vorbedingungen erstellen, rollenbasierte Zugriffsrechte verwalten, Arbeitsgruppen anlegen
  • Lehren und Lernen:
    Material bereitstellen, wie z.B. elektronische Skripte, Lernmodule, Literaturlisten, Lehrvideos, Mediacasts (Audio, Video), Glossare erstellen, Portfolios
  • Prüfen und Evaluieren:
    Lernkontrollen mit Feedback, Selbsttests anbieten, E-Klausuren durchführen, studentische Umfragen, Abstimmungen und Arbeiten digital einsammeln
  • Kommunizieren:
    Chatten, Bloggen, Kursmails verschicken, in Foren diskutieren,
  • Zusammenarbeiten:
    Texte kollaborativ in Echtzeit bearbeiten

Computer sind "geduldige Lehrer" ( CBT ) und zum ( "stumpfsinnigen" ) Trainieren, Perfektionieren, Kontrollieren von festen Handlungsvorgaben und äußeren Ablaufmustern ( z.B. Pilotentraining ) gut geeignet ( sieh z.B. de.wikipedia Liste von Lernplattformen Computergestütztes Lernen . Computer sind oft weniger geeignet, tiefer liegende mentale Prozesse, wie Kreativität und Intuition ( Geistesblitz, ahnendes Erfassen, diskursiv-erweiterndes Betrachten und Erwägen ) zu befördern.

Albert Einstein ( 1948 ) sagt es so: Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.

Es gibt unterstützende Methoden, wie z.B. "Gedanken/Gedächtnis[land]karten", "Mind-Map". Für nicht determiniertes Lernen und offene, vielschichtige Problemlösungen können Computer ( lediglich ) bedingt hilfreich sein. Ein Integriertes Lernen (Blended Learning, Hybride Lernarrangements )


ISO/DIN 29990 Aus- und Weiterbildung

Die ISO/DIN 29990 versucht, Lerndienstleistungsangebote für die Aus- und Weiterbildung und die grundlegenden Anforderungen an Dienstleister transparenter und vergleichbarer zu fassen und behandelt z.B. ( entnommen de.wikipedia )

Lerndienstleistungen Management des Lerndienstleisters

  • Bestimmen des Lernbedarfs
  • Gestalten von Lerndienstleistungen
  • Erbringen von Lerndienstleistungen
  • Monitoring von Lerndienstleistungen
  • Evaluation durch Lerndienstleister







  • Allgemeine Managementanforderungen
  • Strategie und Unternehmensmanagement
  • Managementbewertung
  • Vorbeugende Maßnahmen und Korrekturmaßnahmen
  • Finanzmanagement und Risikomanagement
  • Personalmanagement
  • Kommunikationsmanagement (intern/extern)
  • Ressourcenbereitstellung
  • Interne Audits
  • Feedback von interessierten Parteien


:: Ausgewählte Methoden lediglich skizziertes

Natürlich ist die folgende Liste unvollständig, erweiterbar und kontextspezifisch ( Siehe z.B. Kontextsensitivität in der Informatik, Awareness in der Psychologie). Die Beipiele stehen hier lediglich als Listenanfang und die Stichworte als Platzhalter, wie z.B. exemplarische Beispiele, ausgewählte Lehrmethoden und Lern(bei)spielen, pädagogische Konzepte, Didaktik , usw.



Vom "Kennen" zum "Können"

Grundlegende Ideen können zunächst fremd und ungewöhnlich erscheinen und Skepsis hervorrufen und sich nach und nach doch bedingt bewähren und bewahrheiten.

Bertrand Russell: Jede grosse Idee tritt an als Blasphemie.

Zu Innovationen gehört ein Freiraum, der betreten wird.

Einstein (1934): [Es] sprießen aus der menschlichen Gesellschaft nur dann wertvolle Leistungen hervor, wenn sie genügend gelockert ist, um dem Einzelnen freie Gestaltung seiner Fähigkeiten zu ermöglichen.

Im allgegenwärtigen Internet ist unermeßlich viel ( unsortiertes ) Wissen verfügbar. Diese Verfügbarkeit kann die systematische Weiterentwicklung von Schlüsselkompetenzen in Lehre und Lernen vom Schwerpunkt der Wissenspräsentation in didaktisch Veranstaltung hin zu mehr konkreten prozessorientierten Kompetenz-Erwerb verschieben, wobei Projekte klein, zeitlich terminiert, kompakt und übersichtlich sein können und dennoch Praxisrelevanz sichtbar wird. So können z.B. zur Vorbereitung der nächsten Präsenz-Veranstaltung Lernende das zugehörige Wissen selbstständig zusammenstellen und in der nächsten Präsenz-Veranstaltung gemeinsam diskutieren, ergänzen, abrunden. Zum forschenden Lernen schreibt Galilei:

Galileo Galilei (1564-1642): Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.

Die Teilnehmer wirken konstruktiv-kooperativ-integrativ zusammen. Auftretende Verbesserungsmöglichkeiten werden seminaristisch abgeklärt und soweit möglich ad-hoc einbezogen.

Brigitta K. Pfäffli ( aus Lehren an Hochschulen ):
Dass Studierende etwas gelernt haben, bedeutet leider noch nicht, dass sie es beim Lösen von Aufgaben auch einsetzen könnten. Deshalb sollen die Studierenden bereits während des Studiums auch wissensgeleitetes Handeln erfahren und einüben.

Ron Kritzfeld: Der Pragmatiker entscheidet Fälle nicht nach Grundsätzen, sondern fallweise.

Bei der weltweiten Verfügbarkeit von Informationen und deren leichten Zugänglichkeit tritt zu dem Aneignen von Faktenwissen die konkreten Erfahrungen der Wissensumsetzungen hinzu ( Orientierung hin zum Lösungsprozess, Problemorientierung, Projektzentrierung, "Zielfindung im pfadloses Land", "Gewußt wie", usw. ).

 Johann Wolfgang von Goethe:
 Auch aus Steinen,
 die einem in den Weg gelegt werden,
 kann man Schönes bauen.
 Johann Wolfgang von Goethe: 
 Es ist nicht genug zu wissen - man muss auch anwenden. 
 Es ist nicht genug zu wollen - man muss auch tun.

In den Vordergrund von innovativen Lehr- und Lernkonzepten treten dann mehr Problemklärungen und dialogische Prozesse, wie die möglichen Handlungsfolgen sein können, um vom "Ist" zum "Soll" zu kommen und wie die erkundenden Annäherungen hin zum Ziel erfolgen können.


Beispiel ( mehrsemestrige Eigenerfahrung ): Zu einer wöchentlichen Veranstaltung (mindestens 90 Minuten je Veranstaltung) gehören 12 Studierende. Jeder Studierende ist Teil der integrativ-kooperativ, konstruktiv zusammen wirkenden Veranstaltungsgemeinschaft.

Die fachlich-integrative ( Sandwich-) Veranstaltung möchte z.B. in einem Semester 12 Teilprojekt ( Zeit je Projekt 1 Woche ) bearbeiten und lösen, Ergebnisse wöchentlich seminaristisch ( Ad-hoc-Workflows ) präsentieren.

Die Präsenz-Veranstaltung hat dann 3-Phasen:

  • Fachübergreifende Wissensbasis:

    kooperative-seminaristische Diskussion zur benötigten Wissensbasis, kooperierende Praxisrelevanz und integrative Sinnzusammenhänge

  • Instruktionen zur Projekt-Lösung:

    Problem-Vermittlungsphase mit denkbaren Lösungsansätzen, die getestet/ungetestet sind. Konkrete Fragestellungen werden geklärt und das Wie erörtert.

  • Konkrete Projekt-Lösung:

    Lösungsfindung und Kurzpräsentation der Lösung ( ggf. auch Irrwege, Hilfen, begleitet, annonyme Gruppenevaluation ). Die konkreten Projekt-Lösungen können eigenständig zu Hause und/oder gemeinsam in Gruppen und/oder begleitet erfolgen.

In die wöchentliche, integrale Präsenz-Veranstaltung gehören Präsentierende Anteile ( Showtime ), "hinführende" Anteile ( Vorlesungsteil ) und Kurzpräsentations- und Evaluierungszeiten. Ein wöchentliches Projekt kann z.B. diese Zeitfolge haben:

min 40 Min: Showtime der Präsenzveranstaltung mit
- Kurzpräsentation der Projekt-Ergebnisse 
von letzten Woche,
- Seminaristische-konstruktive 
Kritik "auf Augenhöhe"
	
min 40 Min: Vorlesungsteil der Präsenzveranstaltung
- seminaristische Besprechung für das neue Projekt 
- mit Kurzeinführung in die Praxisnähe,
- mit Kurzeinführung zu verfügbaren/nutzbaren Methoden, 
- Möglichkeiten, Hilfsmittel und Zielvorstellungen
	
min 10 Min: Zusammenfassung der Präsenzveranstaltung
- Hinweise auf 1 Woche Projekt-Bearbeitungszeit,
individuelle/Gruppen, eigenständig/gemeinsam/begleitet.
- Hinweise auf erforderliche Kurz- ) Einträge in 
Projekt-Aktivitäten-Jounal-Liste,
- Endtermin für die Projekt-Aktivitäten-Jounal-Liste,
Endtermin z.B. 1 Tag vor der nächsten Veranstaltung,
- Hinweise auf den Inhalt der nächsten Veranstaltung 
und die zugehörigen Weblinks zum Einlesen 

Martin schreibt zu Lernen durch Lehren: "Wenn Schüler einen Lernstoffabschnitt selbständig erschließen und ihren Mitschülern vorstellen, wenn sie ferner prüfen, ob die Informationen wirklich angekommen sind und wenn sie schließlich durch geeignete Übungen dafür sorgen, dass der Stoff verinnerlicht wird, dann entspricht dies idealtypisch der Methode Lernen durch Lehren."



Just-in-Time-Edu lediglich skizziertes

Just-in-Time ist eine Strategie, bei der die notwendigen Ressourcen nicht auf Vorrat "auf Halde" gelegt werden, sondern dann hinzu kommen, wenn diese tatsächlich benötigt werden.

Dies kann dann sinnvoll sein, wenn stets hinreichend viele Ressourcen verfügbar sind. Bei der Produktion von Gütern werden materielle Ressourcen benötigt. Beim Lehren und Lernen können es überwiegend Wissens-Ressourcen sein. Vor dem Buchdruck waren Bücher kostbar. Im Zeitalter des allgegenwärtigen Internets sind Wissens-Ressourcen "an jedem Ort und zu jeder Zeit" verfügbar.

Just-in-Time-Edu verändert in gewisser Weise das "auf Vorrat-Lernen" hin zu einem "Anwenden-Können in Echtzeit". Just-in-Time-Edu kann

  • Plangesteuerte und zentrale Anteile haben
  • Verbrauchsgesteuert und dezentrale Anteile haben
  • das Einarbeiten in die Wissens-Ressourcen hin zur Eigeninitiative verschieben.

Forschendes Lernen ein Lebensweg?

Hier lediglich als ein Erinnerungspunkt ( keine hinreichenden Ausführungen ...).

Wenn Zukunft wie ein unbekanntes Neuland ist, so kann forschendes Lernen ein Weg selbstserprobenden, äußeren Geländekartierungen entsprechen. Wenn die aktuelle Gegenwart in eine offene, erwartungsfrohe Zukunft führt, so können die gemachten Erfahrungen ein Staunen offenbaren, das stets ein gegenwärtiges ist. Zum forschenden Lernen gehören Freiheiten der Wegfindung und der Selbsterprobung ( auch ) im Unwegsamen. Wenn Lernende in Lernprozessen individuelle Repräsentationsmuster der Welt schaffen, so kann dem forschenden Lernen im gewissen Sinne ein individueller Lebensweg entsprechen. Im gewissen Sinn ist jedes hinterfragende Lernen auch ein erforschendes Lernen.

Joseph Joubert (Gedanken, Versuche und Maximen): Das Leben ist ein Land, das die Greise gesehen und bewohnt haben. Wer es durchwandern will, kann nur sie um den Weg fragen.

Nach Wolfgang Klafki ist die Bildung des Menschen auf Fähigkeiten und Selbstverantwortung gerichtet, die den eigenen Lebensweg in Gemeinschaft und Mitwelt Sinn verleiht.

Klafki: ...ein großer Komplex von Erkenntnissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten, den im Prinzip alle Menschen, die einer Gesellschaft auf einem bestimmten Entwicklungsniveau technischer, ökonomischer, sozialer, politischer, kultureller Art angehören, sich aneignen müssen, um notwendige Aufgaben des alltäglichen Lebens selbständig bewältigen zu können, legitime Interessen wahrnehmen sowie an der Gestaltung und der Weiterentwicklung der Gesellschaft mitwirken zu können. Dafür ist es notwendig, dass sie selbst entwicklungsbereit und lebenslang lernfähig bleiben.



"Von den Besten lernen" Wie?

Im Miteinander lernen Menschen voneinander. Studierende unterstützen sich gegenseitig. In gesellschaftlichen Prozessen (Lehrer/Schüler, Vorgesetzter/Mitarbeiter) gibt es Autoritäten , die mit herausragenden Erfahrungen, Entschlusskraft, Kompetenz, Tradition, Charisma, usw. als Vorbild wirken können.

"Von den Besten lernen". Wer und Wie ist im aktuellen Kontext "Best Practice"? Gibt es z.B. eine fachliche Autorität, die weltweite Anerkennung erfährt, so möchte die "künstliche Intelligenz" möglichst alle Fähigkeiten dieser Autorität an möglichst viele weiter geben. Wer kennt die Begrenzungen, wer die günstige Stufenhöhen? Wie zeigt sich Sinn und Erfolg? Wie können diese gemessen werden?

Einzelne Personen können über allgemein anerkannte Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. "Vom Besten lernen" drückt den Wunsch aus, von diesem aus dem Schatz von bewährten Faustregeln zur effizienten Problemlösung zu profitieren, klugen, empirische Heuristiken ( Verfahrensweisen ) zu erfahren, und Mehoden zu erlernen, wie eine Informationsüberflutung gedanklich behandelbar die wesentlichen Merkmale gebracht werden kann. Eine empirische Ausrichtung der Bildungsforschung versucht, die Bildungswirklichkeit objektiviert zu begreifen, zu verstehen und hin zum Wohle aller weiter zu entwickeln.

Expertensystem gehört eine implizite/explizite Wissensbasis. Die Künstliche Intelligenz versucht mit heuristischen Methoden und maschineller Unterstützung eine benutzerangepaßte Nutzung.


"flipped learning system of education" Wie?

"flipped classroom" meint ein invertiertes Vorgehen ( "Umgedrehter Unterricht" ), in dem Studierende vor dem Unterricht sich selbständig und außerhalb des Unterrichts ( z.B. zu Hause ) mit Hilfe von eMedien und/oder Online-Unterlagen und/oder vorbereiteten Unterlagen das "Neuland" ansehen und erkunden. Wissen soll selbständig und vor der Veranstaltung angeeignet werden. Die Vorlesung dient dann der Klärung von Fragen, praktischen Übungen und thematischen Ergänzungen die das Erlerne nutzen und präsentieren. Siehe z.B. Wikipedia Umgedrehter Unterricht , Flipped Classroom Teaching Model Templates


"Constructive-Alignment" Um was geht es?

Es gibt zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den angewendeten Methoden und Ergebnissen von der Lehr- und Lernmethoden, der Art von Prüfungen und den Lernergebnissen. Lernaktivitäten und die Lernergebnisse werden unterschieden und klar definierte Teilziele gesetzt. Zum sinnstiftenden Lernen gehören sinnstiftende Erfahrungen und Bedeutungsmuster ( Konstrukturismus, erreichbarkeit beabsichtigte Lern-Stufen und Lernergebnisse, Zukunftsszenarien, abstrakte Grundprinzipien durch Reflexion ). Die aktive Teilnahme am Lernprozess führt zur Motivation der Studierenden und zu einem kooperierendem Miteonander. Eine konstruktive Ausrichtung der Lehr-Lern-Aktivitäten ( Tiefenlernen und Kompetenzerwerb ) schlägt John B. Biggs vor.

  • Lernergebnisse ( Was können Studierende nach der Veranstaltung )
  • Lehr- und Lernmethoden: Welche führen zum Erreichen der angestrebten Ergebnisse?
  • Prüfungsmethoden: "What you test is what they learn". Wie für die Beurteilung prüfen?

Das Vorgehen des Lehrenden ist etwa:

  1. Für jede Lehrveranstaltungsstunde werden 3 bis 5 konkreten, realistischen Ziele formuliert (Definition der Lernergebnisse).
  2. Für jede Lehrveranstaltungsstunde gibt es Prüfungsaufgaben, mit denen die angestrebten Lernergebnisse geprüft werden.
  3. Für jede Lehrveranstaltungsstunde werden klare, didaktisch sinnvolle Inhalte erstellt. Die aktive Teilnahme am Lernprozess führt zur Motivation der Studierenden und zu einem kooperierendem Miteonander.

Gruppenkontexte und Phasen Verlauftrends, Aktualisierungen, Evaluierungen, Verbesserung

Innovative Lehr- und Lernkonzepte sind ein "weites Feld". Zur Bildung gehören angestrebte Fähigkeiten ( Kompetenzbereiche ) und Zielvorstellungen ( Bildungsziele ). Bildung ist kein endgültiger, statischer Zustand, sondern eher ein vielfältiger, dynamischer, stets gegenwärtiger Prozeß. Bei neu gebildeten Gruppen kann es hilfreich sein, die folgenden Fragen zu klären.

Nach Erich Weniger:  
WER   soll es machen             ( Akteure )? 
WAS   soll gemacht werden        ( Inhalte )? 
WARUM soll es gemacht werden     ( Begründungen )?
WOZU  soll es gemacht werden     ( Zielsetzungen )?
WANN, WO soll es gemacht werden  ( Zeitplanung, Organisation )?
WIE   soll es gemacht werden     ( Methoden des Vorhabens )?

In gewisser Weise können Ablauffolgen auch Teilfolgen haben, die jeweils 3 Zwischen-Phasen "einschieben":

Impulsphase ( Trendbeobachtung, experimentelle Mini-Pilotprojekte ),
Bewertungsphase ( Zwischen-Ergebnisse und Verbesserungspotential abschätzen/bewerten ),
Aktualisierungs- und Verbesserungsphase ( Anpassungen, zielgerichtete Fortsetzungen, Erneuerungen )

Lernen und Lehren sind mit Bewusst-Werdungs-Vorgängen verknüpft. Gruppenerfahrung in Interaktionsprozessen mit Selbst-Erfahrungen mit Sichten auf andere und Wirkungen auf sich selbst. Selbst-Erfahrungen im "Einklang des gemeinsamen Ressonanzraumes". Selbst-Erfahrungen im Tun, subjektiven Herausforderung beim Überwinden von Störungen und Fehlern, im Erkennen von eigenen Grenzen und Fähigkeiten, Freude im Projekt-Erfolg.


Random Exercises Erfahrungen über ca. 7 Semester

Diese Methode hat Vorteile und Nachteile. Diese Methode kann z.B. bei semesterweise wiederkehrenden Veranstaltungen den wiederkehrenden Gesamtaufwand für die Kontrollen von Übungen bei Massenveranstaltungen stark reduzieren, erhöht aber den erstmaligen Erstellungsaufwand, der durch die Übertragung von Übungen auf den Computer entsteht.

Random Exercises: In der Praxis gibt es vielfach nicht den "Geradeausweg" hin zur Problemlösung. Abhängig von Zwischenergebnissen und Randbedingungen verzeigen die Lösungswege. Random Exercises bildet alle möglichen Verzeigungen ab, erstellt die Aufgabenstellung mit praxisrelevanten Zufallszahlen elektronisch, findet die Verzeigungen, berechnet das Kotrollergebnis mit dem vielschichtig verzeigten Lösungsweg.
Vorteil: Zusammenarbeit beim Lösen zulässig, Abschreiben praktisch nicht möglich. Einmal erstelle Random Exercises können problemlos erneut verwendet werden.
Nachteile: Hoher Erstellungsaufwand, Programmierkenntnisse erforderlich, bedingt hoher Lösungsaufwand.

Socrates (ca. 500 vor Chr.) ... und ist der Schueler nicht wenigstens die Hälfte seines Weges alleine gegangen, so hat er nichts gelernt.

Die Umsetzungskompetenz ( Volition ) beinhaltet ein Bündel von eigenen Fähigkeiten, Motivationen, Wünsche und zielgerichteten Handlungen, die das Erreichen von konkreten Ergebnissen und Erfolgen ermöglichen. Die Umsetzungskompetenz wird auch als "Wirkungsgrad des Wollens" bezeichnet.


Soziale Engagement von (Mit-) Studierenden in innovativen Veranstaltungssystemen Studentische Facilitatoren

Auf dem Lebensweg individueller Selbsterprobung ist ( vom Kleinkind zum Alten ) ist Bildung ist stets eingebettet in ein Miteinander von Vielen. Das humane-soziale Engagement untescheidet zwischen dem Bezahlbaren ( Pseudo-Tauschgegenwert ) und dem Unbezahlbaren ( z.B. ein Lächeln ). Bei Dienstleistung-Entlohnungssystemen ist vielfach die Höhe des Entgeltes wesentlich.

Deshalb soll bei den folgenden Punkten nie vergessen werden:

Was gehört zu einem innovativen ( Hochschul-) Veranstaltungssystemen? Was sollte es schriftlich anerkennend bestätigen, bezeugen? Hierher gehören natürlich auch das soziale ( erfolgreiche ) Engagement von ( Hochschul- ) Studierenden, und die gezeigte soziale Kompetenz und das erfolgreichen Wirken hin zum Ganzen.

Beispiele:

  • Studentische Facilitatoren, die sich für eine studentisch Gruppe deren Aktivitäten und das Miteinander organisieren:
    z.B. einladen zu Gruppentreffen,
    z.B. kompetentes Begleiten/Mitgestalten von Gruppenprozessen,
    z.B. neutrale Klärung bei Meinungsverschiedenheiten,
    z.B. zielgerichtetes Planen von gemeinsamen Gruppenzielen,
    z.B. Fachschaften bei der Unterstützung von Studien-Neulingen, usw.
  • Studien-Lotsen ( Studierende aus Obere Semestern ), die als studentische Ansprechpartner unterstützend wirken:
    z.B. für Studierende aus einem anderen Sprachraum,
    z.B. bei gravierenden Schwächen in den fachlichen Grundlagen,
    z.B. bei Kulturneulingen
    z.B. bei behinderten Studierenden
  • Unterstützung offener Veranstaltungen. In den Fachwissenschaften können Querschittstechnologien ( z.B. Digitalisierung ) lediglich benutzt werden ( Mach das so, drück mal da, usw. ). In zahlreichen Fachbereichen gibt es einen Bedarf an verständlich vertieften Grundlagen. Geeignete Studierende können an solchen offenen Veranstaltungen für Alle mitwirken. Offene Veranstaltungen, die mit der Zeit gehen, sind ohne wesentliche Kosten und bedingt wie ein Gegenentwurf zu historischen Organisationssystemen. Unüberschaubare technologische Komplexitätssteigerungen können den Alltag fragmentieren ( "zerbröselndes Weltbild" ). Die Diversifizierung der Fachrichtungen zeigen die Akademischer Grade ( Deutschland ) und die unüberschaubare vilen Studienrichtungen.
  • Mitwirkung der Studierenden ( obere Semester ) an offenen Veranstaltungen für alle grundlegende Basis-Kenntnisse und Inter-Fakultäres Querschnittsverständnis fachbereichsübergreifend und in verständlicher Form vermitteln ( für interne, externe Zuhörer und alle Fachbereiche ).
  • Studentische Hochschul-Botschafter ( Obere Semester ), die bei offenen Impuslsvorträgen und wissenschaftliche Beiträge (abgestimmt) eigene Erfahrungen einbringen und z.B. in der Region zu Schulen Schülerkontaktgruppen betreuen und/oder Meetings mit aktuellen Schul-Abgängern mitgestalten.
  • Inklusion von Menschen mit Behinderung. Wa meint Prüfungsleistung? PO-Anpassungen?
  • Weitere Möglichkeiten sind ...

Inter-Fakultäten-Seminare zu wissenschaftlichen Fragestellungen global

Lediglich Idee ( ggf. PO-Anpassungen erforderlich )

Im Kreis von "Multi-Kult-Teilnehmern" können einer globalen Welt Inter-Fakultäten-Seminare zu wissenschaftlichen Fragestellungen von interkultureller Kompetenz zahlreiche "weiche Fakten" wechselseitig untersuchen/vermitteln.


Inter-Fakultäten-Lehrveranstaltungen zu interkultureller Kompetenz Weltgestaltung und Kultur

Infolge moderner Kommunikations- und Verkersmittel wird die Erde mehr und mehr zu einem "globalen Dorf". Auf der Erde gibt kulturelle Historien und kulturelle Ausprägungen. Das Miteinander im "globalen Dorf" braucht den kulturüberspannenden Dialog, das interpersonales Konfliktmanagement, interkulturelle Kompetenz, interfakultative Veranstaltungen, Teamkompetenz, Führungskultur, Kompetenz für fehlerfreundlichen Interessenausgleich, Handlungsorientierungen (soziale Identität), Lebenslanges Lernen, Wissenschaftliche Weiterbildung, Medien-Kompetenz, Präsentationen, Rhetorik, Moderationstechniken bei Gruppen, Moderationszyklus , Josef W. Seifert ( Moderationsmethoden ) Präsenzveranstaltung, Kontaktstudium, Erwachsenenbildung, Alumni, begleitetes/individuelles/freies/autonomes Studium

Begriffe wie Human-Computer Interaction , Rechnerallgegenwärtigkeit, Ubiquitous_computing , allgegenwärtige Vernetzung, Pervasive Computing , kontextsensitiven Systeme (mobile Computing, Handheld, Eingebettetes System, Smartphones, PDAs, usw. ), Wearable Computing ) verweisen einerseits auf Weltweiten kulturellen Wandel und dem Menschen ( Bedürfnisse, Wünsche, usw, ) und Änderungen von Gesellschaftsformen, auf eigene/mitmenschliche Aufmerksamkeit, Gewahrsein, Bewusstheit, Awareness und innovativ-konvergierende? Weltsichten

und anderseits auf den sich wandelnden Umgang mit Fremdheit, Selbst- und Fremdwahrnehmung, der Entstehung von Vorurteilen und Deutungsmuster im Umgang mit Fremdheit und der interkulturellen Kommunikation. Interkulturelle Situationen erfordern vielfach Sensibilität, Empathie, Offenheit, Assimilationsbereitschaft und die Bereitschaft zum interkulturellen Lernen und Soziale Kompetenz .


Inter-Fakultäten-Lehrveranstaltungen zu Social Web Gruppe und Individuum

Siehe z.B. Partizipation im und mit dem Social Web ( Herausforderungen für die politische Bildung Expertise für die Bundeszentrale für politische Bildung ).


LIG-FTF-SEP Lernmethode

(L)ernen erfolgt (i)n (G)emeinschaft, "(f)ace (t)o (f)ace" und in (S)elbst-Er(P)robung. Zum Lernen gehören Methoden und Werkzeuge. Zum Lernen gehört eine Richtung hin zum Wohl von Vielen. Lehrziele beschreiben dies i.a. fachlich und detailierter.

Es gibt zahlreiche Veranstaltungsfolgen, bei denen die LIG-FTF-SEP-Lernmethode in (modifizierter Form ) genutzt werden kann. Zu einer Veranstaltung gehören i.a. theoretische und praktische Anteile. Zur Durchführung von Vorlesungen und Veranstaltungsreihen gehören implizit/explizit vereinbarte Regeln. Zu Lehrveranstaltungen gibt es unterschiedlichste Unterlagen, Klausur- und Übungssammlungen, Praktikumsunterlagen und Praktikumsberichte, die implizit/explizit verfügbar sind.

In modernen Gesellschaften hängt das alltägliche Miteinander und der persönliche Erfolg von sog. "weichen Faktoren" ( Einfühlungsvermögen, Überzeugungskraft, Anpassungsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, rhetorische Fähigkeiten und geeignete Strategien, usw. ) ab. Diese Fähigkeiten als Ganzes gehen über das alleinige Ansammeln von Wissen hinaus. Auch hierzu kann eine parnerschaftliche Lernmethode beitragen.

Die folgende parnerschaftliche Lernmethode ( LIG-FTF-SEP ) kann das Miteinander und das "spielende Aneignen von Vorlesungsinhalten" fördern.

  • WER soll zusammen üben?
    Es gibt 2 Partner, die abwechselnd die Rolle des Lehrenden/Lernenden übernehmen.
  • WAS soll gemacht werden?
    Vorlesungsbegleitend werden angepaßte klausurrelevante Fragen und/oder Inhaltskataloge und/oder Themenbereiche gegenseitig in formgebundenen Ablauffolgen angeeignet.
  • WARUM soll es gemacht werden?
    ( Begründungen )?
  • WOZU soll es gemacht werden?
    Parnerschaftliche klausur-relevante Stoffaneignung im Miteinander und sozialer Kompetenz.
  • WANN, WO soll es gemacht werden?
    Vorgegebene oder selbständige Zeitplanung und Organisation.
  • WIE soll es gemacht werden?
    Hier ist eine Kurzbeschreibung der Frage- und Lernsituation der Lernpartner A und B?
    • A und B sind Lernpartner, die sich anschauen. A sei der fragende Lernpartner. Welches sind die parnerschaftlichen Regeln? A steht, B sitzt. A stellt dem Lernpartner B eine Frage aus einem Fragenkatalog.
    • B hört aufmerksam zu und antwortet erst, wenn A die Frage beendet hat. Ein "in die Hände-Klatschen von A" kann das Ende der Frage signalisieren.
    • A bewertet verdeckt die Antwort von B und trägt neben der Frage seine "Gütezahl" ein.
    • Nach ca. 10 Fragen tauschen A un B die Plätze. Rollentausch z.B. von "Chef" und "Assistent", von "Lehrer" und "Schüler".
    • Am Ende der Befragung folgt eine gemeinsame Besprechung. Verbesserungsvorschläge werden protokolliert ( Quick-Journal ).

Einige ergänzende Hinweise zu LIG-FTF-SEP: Die Lernparner erstellen einen eigenen Pseudo-( "Klausur-" ) Fragenkatalog mit Multiple-Choice-Antworten, und Präsentieren das Ergebnis vor allen.

Es gibt leicht verwendbare Hilfen, wie z.B. Karteikasten mit Fragekärtchen ( auch elektronisch ), Archive, Prüfung-Quiz, Multiple-Choice-Fragen, Self-Assessments, Klausur-Sammlungen, eigen Reflektionen, usw.


Evidenz-basierte Lehr- und Lernsysteme

Evidenz (lat. evidens: ersichtlich, augenscheinlich ) kann im kooperativen Miteinander einem "beherbergender Echzeit-Resonanzraum" entsprechen und dem aktuellen Lehren und Lernen einen sinnstiftendem Raum im Miteinander geben. Eine Vorlesung kann als inhaltlichliche/individuelles/soziales Ereignis gesehen werden.

Zum Miteinander können gehören: Gestaltungsprinzipien, Erlärungsmodelle, Lehrkompetenzen und eigene Erfahrungen und Professionswissen von Lehrkräften, gemeinsame mentale Modelle ( concept maps ), bedingte Generalität aber auch undurchschaubare naive Empiriegläubigkeit, Fehlernutzung, Perspektivwechsel, fachübergreifende Prinzipien, "Feedback-Kultur", Weiterbildung und Effektivitätskriterien.

Eine zielführende Moderation ist mehr alse eine selbstherrliche Deklaration. Ein Moderator organisiert und koordiniert Gespräche. Ein Moderator überschaut die gesamte Situation, wird inhaltlich sparsam einschreiten, handelt sensibel, aufklärend, verbindend, ausgleichend und stets zielführend. Moderationstechniken in der Lehre sind z.B.:

  • Ein Moderator/in leitet den Kommunikationsprozess der Gruppe. Lernen und Lehren kann in kleinen/mittleren/großen Gruppen erfolgen.
  • Bei Evidenzbasierten Lehr- und Lernformen thematisiert der Moderator Beziehungsstrukturen und steht im Mittelpunkt des Geschehens.
  • Fachdidaktisch überschaut ein Moderator/in die gesamte Situation, "beflügelt" die Kultur der gegenseitigen Wertschätzung, das erfolgreiche Miteinander.


Sammlung von Schlagworten Ungeordnete Stichworte

Wegen der Vorläufigkeit dieses Textes kommen hier einige Stichworte und Schlagworte, die in das Umfeld von Innovativen Lehr- und Lernkonzepten gehören und eine unübersichtliche Begriffsvielfalt, Pluralismus, Entwicklungspotential ( und Chaos?) zeigen. Wie eindeutig und verbindlich sind diese Begriffe? Lenzen (2004): "Es gibt gegenwärtig keinen Konses über die fundamentalen Begriffe und Methoden der Erziehungswissenschaft und erst recht nicht über einen fundamentalen Kanon an Theorien und ein daraus resultierendes Kernstudium."

Die zahlreichen Stichworte zeigen, daß das Herausdestilieren von wenigen Einflußfaktoren mit einfachen Parametrisierungen Vereinfachungen ermöglichen, aber die konkreten vielschichtigen Lern- und Lehrprozesse kaum fassen können. In einem zunehmend komplexer werdenden Umfeld, Mitwelt, Umwelt können kooperative, konstruktive, integrative Lehr- und Lernmodelle in gewissen Maße der "Fragmentierung des überfluteten Bewußtseins" entgegen wirken und zu mehr beständiger Motivation und durchtragender Sinnstiftung beitragen.

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Cloud-Computing
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Data-Mining (en)
Kooperation (lat. cooperatio; Zusammenwirkung, Mitwirkung )
konstruktiv
Integrität (lat. integritas; unversehrt, intakt, vollständig )
Selbstorganisation
Soziale Kompetenz Sozialisation , social skills, fehlerfreundlicher Umgang, Studierende als Partner
Peer Assessment evidence-based, interactive teaching Peer Instruction ( Eric Mazur, 1995 ),
Konfliktmanagement
Teamkompetenz
Moderationstechniken bei Gruppen
Projektunterricht
Mind Mapping
Reflexivität
Aggressivität
Lost in Hyperspace
Public Relations
ad-hoc , Ad-hoc-Workflows
Fluch der Dimensionalität
Konzepte
korrelieren
Comenius ( 1592-1670 ):
Cloud-Computing
Kooperation
konstruktiv
Integrität
Selbstorganisation
Comenius ( 1592-1670 ):
Comenius ( 1592-1670 )
, Tabelle zur Sozialen Kompetenz Soziale Kompetenz Sozialisation
Peer Assessment , evidence-based, interactive teaching
Peer Instruction ( Eric Mazur, 1995 ),
Konfliktmanagement
Teamkompetenz
Moderationstechniken bei Gruppen
konsekutive Studiengangfolgen
Projektunterricht
Mind Mapping
Reflexivität , narzisstischen
Soziale Kompetenz
Kohärenztheorie
, Tabelle zur Sozialen Kompetenz , Rationalismus , Idealismus , Materialismus , Empirismus , Fluch der Dimensionalität
, Aggressivität , Lost in Hyperspace , Public Relations , Fluch der Dimensionalit ,

ad-hoc , Ad-hoc-Workflows ,

de.wikipedia Wissenschaftsgeschichte , Peer-Reviews ( Wissenschaftliche Qualitätssicherung durch unabhängige Gutachter aus dem gleichen Fachgebiet, Doppelblindgutachten), Empfehlungen des Rates ( Amtsblatt der Europäischen Union vom 20.12.2012 ) zu nichtformalen und informellen Lernen ( .pdf ) und Deutscher Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen vom 22. März 2011
Stifterverband Hochschulstrukturen 2020 und jenseits der fakultaeten ( .pdf, Hochschuldifferenzierung durch neue Organisationseinheiten für Forschung und Lehre ),
Lernziele ,
Open Knowledge Foundation ( Offenes Wissen machen und als Standard nachhaltige und aktive zu verbreiten, hierzu Werkzeuge erstellen, Nutzerfreiheit in Bezug auf Wissen und Daten stärken), Civic Technology, Informationsfreiheit, Offene Daten, Offene Kulturgüter, Offene Wissenschaft, Open Government,
Europäische Kommission ( Open Education Europa ) European MOOCs Scoreboard ( Der Zugang zum europäischen, innovativen Lernen )
Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen Qualität in der Lehre ( Projekte finden, Bundesministerium für Bildung und Lehre ), ISO_29990 ( de.wikipedia ), iso-29990 ( Qualität in Aus- und Weiterbildung, download)
"Klasse in der Masse - der Weg der THM" , eLearning-Glossar , R. Arnold, S. Nolda und E. Nuissl
Online-Wörterbuch zur Erwachsenenbildung ( Online-Ausgabe der UTB-Bücher zur Erwachsenenbildung ),
Liste von Lernplattformen , E-Lerning
Integriertes Lernen
Just-in-Time-Teaching
Transformationale Führung
Bildungsrevolution
MOOC ( Massive Open Online Course )
Informelles Lernen
Vernetzte Öeffentlichkeit
kompakte Informationen
Kategorie:Pädagogische Methoden der Lehre

Innovatives Lernen (Exzellenz-Initiative, Auswärtiges Amt )

Expertenkommission Forschung und Innovation ( Deutschland )
BMFT Bundesbericht Forschung und Innovation 2014 ( BMFT)
Prozessmodell ( 2011, Amt für Lehrerbildung, "Auf dem Weg zum kompetenzorientierten Unterricht – Lehr- und Lernprozesse gestalten" )
Lehr- und Lernprozesse gestalten https://la.hessen.de/irj/servlet/prt/portal/prtroot/slimp.CMReader/HKM_15/AfL_Internet/med/3a6/3a6709a0-6e6e-b531-db63-772b417c0cf4,22222222-2222-2222-2222-222222222222,true%22
Online-Didaktik
Digitale Schulbank
Die Lehre an den Hochschulen ( Verdi 2014)
Hochschulrektorenkonferenz nexus-Projekt ( Übergänge gestalten, Studienerfolg verbessern )
Deutscher Weiterbildungstag
Hochschuldifferenzierung durch neue Organisationseinheiten für Forschung und Lehre https://www.stifterverband.org/ jenseits der fakultaeten ( .pdf ) , Hochschulstrukturen 2020
Wie können Universitätsleitungen die regionale Verankerung von Hochschulen stärken? www.isi.fraunhofer.de Hochschule und Region .pdf
www.bmbf.de Forschungscampus öffentlich-private-Partnerschaft für Innovationen

2016 Fachschaft Physik, ZaPF am See (Konstanz), .pdf , wiki , Informationssammlung zur Evaluation

dort sind u.a. Protokolle der Arbeitskreise zu: Abbrecherquoten, Abwissen und Lehrpläne, Account- und Anmeldesystem, Austausch, CHE Zusammenarbeit, Der StAPF stellt sich vor, Wikiarbeit, Diplom in Thüringen , Doktorandenvernetzung, Drittelmittelfinanzierung versus Zivilklausel, Ethikmodul, Exzellenzinitiative , Unterstützung finanzschwacher Fachschaften , Frauenquote, Fachschaftsneulinge, GO- und Satzungsänderung, GO Schlacht, Gute Lehre, Internationale Semesterzeiten , Klausurzulassung und Übungsbetrieb , Kompetenzorientierter Physikstudiengang, Lehramt, Mentoring, MeTaFa, Numerus Clausus, Opa erzählt vom Krieg , Physikalisches Praktika, Programmierkenntnisse im Physikstudium, Protokolle in Arbeitskreisen, Stellungnahme gegen Rechtsradikalismus, Selbstverständnis der alten Säcke, Student Lifecycle Management , Studienführer, Studierende mit Asyl, Veröffentlichung von Drittmittelergebnissen, Veröffentlichung von Nullergebnissen, Verschulung außerhalb von Bolonga , Was findet die ZaPF an Akkreditierung gut?, Wissenschaftsethik , Wissenschaftszeitvertragsgesetz, ZaPF-IT / TOPF-Arbeit , Vernetzung ZaPF-Orgas, Zukunft der ZaPFen - AK-Gestaltung, Zukunft der ZaPFen - konkrete Problemlösung, Zukunft der ZaPFen - Selbstreflektion, Ziel-Institutionen , Beschlüsse im Zwischenplenum Workshop: Akkreditierung


Lernen

http://www.dagmarwilde.de/semik/zitate/zitatelernenmedien.html Zitate aus der Grundschule ( Neue Lernkultur und neue Medien )
Allianzinitiative ( Schwerpunktinitiative "Digitale Information" 2013-2017 )
helmholtz.de ( stellungnahme ... wissenschaftsfreundliches urheberrecht fuer deutschland unverzichtbar ... Die Stellungnahme wurde gemeinsam mit den folgenden Wissenschaftsorganisationen verfasst: Alexander von Humboldt-Stiftung, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Hochschulrektorenkonferenz, Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften, Deutscher Akademischer Austauschdienst, Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Wissenschaftsrat https://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/6824-18.pdf )
Medienbeiträge ( Martin Wagener ), Didaktische Methoden ( Fishbowl Methode oder auch Aquarium, Fischteich, Pool-Diskussion, Innenkreis-Außenkreis)
ILIAS (JLU),
Methodenkiste ( bpb.de, Bundeszentrale für politische Bildung ),
Medienkompetenz ( mpfs.de: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest, Basisuntersuchungen zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen, Baden-Württemberg )
Bildung in der digitalen Welt ( Kultusministerkonferenz, 2016 )
Allianz für Aus- und Weiterbildung ( 2015–2018, Zehn Arbeitsschwerpunkte für eine starke berufliche Bildung )
Eur-Lex ( Europäische Kommission )

EUROVOC-Deskriptor Code mit Fundstellennachweis 16.30.00.00 für Wissenschaft, Information, Bildung und Kultur / Bildung und Ausbildung. Suche in Eur-Lex mit Stichworten, wie z.B. Lehrerbildung, berufliche Bildung, schulische Mobilität, Unterrichtsprogramm, Bildungsreform, Wirtschaftswachstum, neue Technologie, Anerkennung der beruflichen Befähigungsnachweise, Qualität des Unterrichts, Zusammenarbeit im Bildungswesen, Sprachunterricht, Sachgebiet wie Allgemeine und berufliche Bildung und Jugend.


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