Information (Einführung) Begriffsvielfalt

Unter Information wird im Alltag oft das Wissen verstanden, das in eine bestimmte Form gebracht wurde und zur Übermittlung und Aneignung verwendet werden kann (Mitteilungen, Nachrichten, Messwerte, Daten).

Information kann Ungewissheit beseitigen.

Informationsbegriff Herkunft des Informationsbegriffs

Ideengeschichtlich hat das Wort Information seine begrifflichen (morphologischen) Wurzeln bei Platon und Aristoteles (384 v. Chr.-322) in den Begriffen "typos, morphé" und "eidos/idea". In gewisser Weise gilt dies für Antike, Mittelalter, Neuzeit und Gegenwart.

Der Begriff Information geht auf das lateinische "informare" (=bilden) zurück, und "durch Unterweisung Gestalt geben" meint. Information entspricht aktuell und/oder potentiell vorhandenes, genutztes und/oder nutzbares Wissen. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird unter einer "Information" oft als "Transportmittel" verstanden, die mit zweckorientierten Nachrichten transportiert wird.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird "Information" oft mit "Bedeutung" gleichgesetzt.

Der Begriff "informare" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie bilden, durch Unterweisung Gestalt geben. Etwas "begreifen" (interpretieren) heißt: "die Form" von etwas bestimmen, etwas "in seiner Grenze und Kontur" zu erfassen, etwas "im Hinfassen als gefühltes Gegenüber" zu definieren und "innen abbildend" herzustellen.



Einführende Bemerkungen Informationsbegriff in der Informatik

In der Informatik werden Informationen in Verbindung mit der Speicherungen, der Verarbeitung und Übertragung betrachtet und oft als eine Folge von Zeichen dargestelt, die aus einem bestimmten Zeichenvorrat (z.B. Alphabet) stammen.

Die Unterteilung von Information ist nach verschiedenen Gesichtspunkten möglich: Man kann z.B. die Information unterteilen und bewerten nach syntaktischen, semantischen und pragmatischen Aspekten.

Der Informationsbegriff wird in zahlreichen Zusammenhängen gebraucht und hat vielschichtige Aspekte und unterscheidbare Abstraktionsgrade. Der Zugang zu der orginal-ersten Quellen von Information scheinen zunächst offensichtlich, doch bei genauerem Hinsehen wird klar, dass die dort auffindbaren Information bereits "entstanden, geworden" sind. Informationen erreichen über ein Kette von partiellen Weitergaben den Empfängen. Die Prüfbarkeit an der ursprünglichen Information kann schwierig/unmöglich sein.

Die (weltweiten) Informationsströme haben Einfluss auf Gemeinschaften, deren Wirkmechanismen und gestalten Gemeinschaften. Die (weltweiten) Informationsströme haben Einfluss auf Gesellschaften, deren Wirkmechanismen und gestalten Gesellschaften.

Im Zeitalter des Postmodernismus entwickelten sich zahlreiche Technologien für die Informationsverarbeitung (Computer, Informationsverarbeitungen, Datenautobahn, Information Highway, lokale und globale Netzwerke, Mailboxen, usw.).

Die binäre Informationsmenge einer Nachricht entspricht die Anzahl von Zeichen, die nötig ist, um die Nachricht in bits auszudrücken.

Bei Entwicklungen entlang der Grenze des Machbaren entstehen eigene Umgangsformen mit den "vagabundierenden" Informationen (Netz, Netzkultur), die in gewisser Weise auch den technischen Spezifika von Geräteplattformen folgen.

Weltweite Netzwerke haben eine symbolische und soziale Realität, sind Mythos und eine Inter-,Trans- und Multi-Kulti-Gegenwart.



Objekt und Information Wie können Informationen unterschieden/bewertet werden?

Zum Unterscheiden von Objekten bedarf es unterscheidender Merkmale und Instanzen, die Signale interpretieren und Informationsmuster analysieren. Folgerungen, die aus Urteilen kommen, entsprechen einem Wahrheitsgehalt der Wägeinstanz.

Alles was ist, ist nur deshalb, weil es ein Zweites gibt, das es erkennt.

(Bewußte/unbewußte) Urteile, die auf einem Wägeprozess von (bewußten/unbewußten) Informationen beruhen, hängen mit dem Wiegen zusammen:

Verarbeitbare Informationen können Wissen kodieren. Das Lernen ist mit inneren/äußere Kommunikationsprozessen verbunden. Eine sinnstiftende Übertragung von Informationen wird eine (gelungen) Kommunikation genannt.

Wie ist das technisch betrachtet? Bitmuster haben "an sich" keine Bedeutung. Daten und Programme sind Bitmuster, die an unterschiedlichen Stellen und in unterschiedlicher Weise aufbewahrt werden können. Bitmuster können ( schnell/langsam, vollständig/unvollständig, usw. ) übertragen werden. Die Bedeutung entsteht infolge von Interpretationen von Bitmustern. Infolge von OpCode-Interpretationen ( steuernde Bitmuster ) können Bitmuster manipuliert werden ( gelesen, geändert, transformiert, erweitert, gesucht, gelöscht, usw,) Mit Hilfe von "ort- und zeitunabhängigen Ausführenden" können "überall" und "beliebigen" Zeiten und in "beliebigen" Räumen ( Orten, Städten, Ländern, Kontinenten, usw. ) "beliebigen" verteilte Aktionen erfolgen. Bitmustermengen können "beliebig" fragmentiert werden.



Information und Alltag Sprache, verbale Kommunikation

Informationen werden vielfach mit Hilfe der Alltagssprache ausgetauscht ( verbale Kommunikation). Obwohl die benutzten Worte (Begriffe) nicht exakt festgelegt sind, ist die verbale Kommunikation wesentlich für "lebende" Gruppen-Systeme (Mensch, Unternehmen, Gesellschaft, usw.). Der Gesamterfolg von Unternehmen ist von der Kommunikation abhängig. In Informationsgesellschaften existiert ein Interesse an den Mechanismen der Kommunikation (interdisziplinäre Dialoge, Philosophie, Physik, Biologie, Kunst, Linguistik, Informatik, Management, Soziologie, Religionen, usw.).

Überall ist Information (Sprache, Schrift, Büchern, Kochrezept, Tonbändern, Disketten, Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen, gemalten Bildern, Fotos, Verkehrszeichen, Form, Farbe, Temperatur, Mimik, Geschmack, Geruch, Umwelt, Mitwelt, Telefon, Funkverkehr, Erbgut, Verknüpfungen bei neuronalen Netzen, Cyberspace, Cyberwar, Internetcafé, Virtual Reality, lokale und globale Netzwerke, usw.

Es gibt eine Informationsmenge, bei der neue Informationen sinnlos werden.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird die "Information" oft mit deren "Bedeutung" gleichgesetzt. Information kann mit Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verbunden sein, Ungewissheiten klären und ein Gewinn an Wissen darstellen. In seinen erfassbaren Ähnlichkeitsmustern können Informationen (interpretierbare raum-zeitliche Signalmuster) Weisheit auf den Lebenswegen repräsentieren und unterschiedliche Lebensorientierung aufzeigen.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird unter einer Information oft eine Nachricht verstanden, die zweckorientiert ist. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Informationsbegriff vielfach vereinfacht verwendet und als "Bedeutung" begriffen.

Information entspricht dann einer Mitteilung, die beim Empfänger ein bestimmtes Verhalten bewirkt (oder bewirken soll).

Der Einzelne wird im Alltag mit Informationen überschüttet (Presse, Fernsehen, Radio, News, Kommentare, Internet, Bücher, "small talk", Sitzungen, elektronische Datenbanken, usw.) und wünscht sich dennoch mehr "konkrete" Informationen. Wir fühlen uns informiert, wenn wir ausreichende Kenntnisse über Vorgänge, Ereignisse oder Sachverhalte haben. Wir wollen Entscheidungen rational (auf der Grundlage von vorhandenen, zuverlässigen, sicheren Informationen) treffen. Eine neue, Zusatzinformation kann die verfügbaren Informationsmuster ändert. Ein Informationszuwachs (Beispiel "Geheimtipp") ändert den Informatiosgrad, die Entscheidungsmöglichkeiten und den erkennbaren Sinn.



Information und Gesellschaft

Mit Informationen wird gehandelt. Informationen werden gekauft und verkauft. Informationsnetze werden zur Präsentation von Waren genutzt. Es gibt der elektronischen Dienstleistungs- und Warenhandel, Globalisierung, Macht und Geld im Cyberspace. Es gibt neue Wortschöpfungen und Anglizismen, wie z.B. Cyberspace, eCash, Cybercafé, Cybersex.

Was ist kollektive Intelligenz in einer Informationsgesellschaft?
Was können Menschen vom Leben über den Cyberspace lernen?
Was können wir vom Cyberspace über das Leben lernen?
Wieviel kollektive Intelligenz birgt der Cyberspace?

Im Zeitalter des Postmodernismus entwickelten sich zahlreiche Technologien für die Informationsverarbeitung (Computer, Informationsverarbeitungen, Datenautobahn, Information Highway, lokale und globale Netzwerke, Mailboxen, usw.). Es gibt Infrastrukturen für Informationen, die frei-zugänglich, nur verteilend, kostenpflichtig, abbonierbar sind. Es gibt Zeitungsangebote, Radiosendungen, Fernsehen, usw.

In einer Informationsgesellschaft hat der Informationsbegriff eine recht vielschichtige Bedeutung und gehört doch auch zu einer grundlegenden Basis.

Neben den Begriffen Energie und Materie gewinnt als dritter Kernbegriff der Naturwissenschaften der Informationsbegriff zunehmend an Bedeutung.

Die Ressourcen einer Industrie-Gesellschaft sind

Es sieht oft so aus, als können Information neu (aus dem Nichts) produziert werden (Zeitungen, Bücher, Kamera, Fotoapparate, Aufzeichnungsinstrumente, neue Gedanken, neuronale Muster, Abbildungsverfahren, Erforschung von Sachverhalten, Naturgesetze, usw.). Beim näherem Hinschauen zeigt sich, dass diese Informationen in gewisser Form bereits vorher existierten und neue Informationen einer (andersartigen) Zusammenstellung, einer (angepaßten) Strukturierung und einer (aktualisierten) Präsentation von Information im (gewandelten) Informationskontext entspricht.

Für die Menschheit sind Energie (Leistungssteigerung), Rohstoffe (notwendige Ausgangsmaterialien), Geld (Steuer- und Kontrollinstrument) und die Kommunikation von zentraler Bedeutung. Im Informationszeitalter kommt zu diesen Produktionsfaktoren (Arbeit, Rohstoffe, Kapital) als eine weitere Grundgröße die Information (Abhängigkeiten, Verfügbarkeit, Komplexitätsgrad) hinzu. Information wird in der Informationsgesellschaft (neben Materie, Energie, Kapital) zu einem "Rohstoff", der den Erkennungprozeß der Welt, die Bweußtseinsweite von Welt, das individuelle Leben, die technischen Prozesse, usw. strukturiert. Jürgen Mitterstrass über den Verlust des Wissens (Konstanz 1992):

Jürgen Mitterstrass:
Information darf nicht an die Stelle des Nachdenkens und der Urteilskraft treten. Urteilskraft lässt sich nicht lernen oder lehren, sie muss erfahren werden. Wissen entsteht erst aus der im eigenen Kontext verstandenen Information.

Eine unerwartete Verletzung von Erwartungshaltungen und gewohnheitsmäßigen Tendenzen können die aktuelle Aufmerksamkeit fokusieren, vorgefertigte Gedankenmuster entkoppeln und Lernprozesse auslösen.



Information und Gesellschaftsbereiche

In einer modernen Gesellschaft hat der Informationsfluss wirtschaftliche Bedeutungen und Auswirkungen. Es wird zwischen analogen und digitalen Formen unterschieden. Diskutiert werden die technischen Möglichkeiten für:

Informationen kann in einem Bedeutungszusammenhang mit den Verwendungsbereichen stehen:



Informationswandlung

Das Wesen der Information kann in unterschiedlicher Tiefe (Anzahl der Bezugsebenen) beschrieben werden.

Information kann verändert, aktualisiert, verfälscht, verworfen, vernichtet, kopiert, vermehrt, zusammengefaßt, konzentriert, gefiltert gespeichert, übertragen werden.

Information ist ein Ordnungmuster (von Materie- oder Energieformen in Raum und/oder Zeit), das von einem Betrachter (in einem bestimmten Kontext) wiedererkannt werden kann und im Erkennen eine Bedeutung gewinnt.

Interner Sinn entspricht im Interpretationskontext partiellen Ordnungsrelationen. Erst im Interpretieren ensteht aus dem Ordnungmuster eine mögliche Bedeutung. Information als nicht interpretiertes Ordnungmuster hat keine inhaltliche Bedeutung. Die Übertragung von Sinn entspricht einer transportierten Information.

Im Alltag wird Information oft mit gespeicherten Fakten oder mit Wissensgewinn verwechselt und die räumliche und/oder zeitliche Struktur des Informationsträgers wird mit Information gleichgesetzt.

Soziale Systeme beziehen sich (in sich) und in ihren Operationen und Strukturen auf sich selbst. Für die Beschreibung von strukturellen Eigenschaften und funktionalen Leistungen von natürlichen, sozialen oder technischen Systemen wird die Systemtheorie verwendet. Eine Gesellschaft konstituiert sich nach Luhmann nicht aus Subjekten, sondern aus Kommunikationen.

Persönliches (privates, inneres) Wissen kann die Quelle von neuen, modifizierten Informationen sein. Die Informationsübertragung auf den Menschen hängt von psychischen Vorgängen ab. Die in der Zeitung enthaltene Informationsmenge unterscheidet sich von der aufgenommenen.



Information und Lernen Wie kann gelernt werden?

Lernprozesse bewirken eine Wissensänderung. Informationen gehören zum begreifenden Lernen und verringern (beseitigt) Ungewissheit und Nichtwissen, und können damit zu (sofortigen/späteren/gezielten) Verhaltensänderungen und Anpassungen führen.

Lernen kann als ein aktiver, eigengesteuerter, konstruktiver, situativer und sozialer Prozess gesehen werden.

Eine unerwartete Verletzung von Erwartungshaltungen und gewohnheitsmäßigen Tendenzen können die aktuelle Aufmerksamkeit fokusieren, vorgefertigte Gedankenmuster entkoppeln und Lernprozesse auslösen.

Ein Lernvorgang bezieht sich oft auf ein Problem, das in gewisser Weise grob umrissen werden kann, herausfordernd und interdisziplinär ist, und keine bekannte, entgültig-fertige Lösung hat und Anlaß zu weiteren Untersuchungen gibt.

Gerhard Roth (aus Sicht des Gehirns):
"Die Feststellung, dass die von mir erlebte Welt des Ich, meines Körpers und des Raumes um mich herum ein Konstrukt des Gehirns ist, führt zu der vieldiskutierten Frage: Wie kommt die Welt wieder nach draußen? Die Antwort hierauf lautet: Sie kommt nicht nach draußen, sie verlässt das Gehirn gar nicht. Das Arbeitszimmer, in dem ich mich gerade befinde, der Schreibtisch und die Kaffeetasse vor mir werden ja nur als 'draußen' in Bezug auf meinen Körper und mein Ich erlebt. Diese beiden sind aber ebenfalls Konstrukte, nur ist es so, dass mit der Konstruktion meines Körpers auch der zwingende Eindruck erzeugt wird, dieser Körper sei von der Welt umgeben und stehe in deren Mittelpunkt. Und schließlich wird [...] ein Ich erzeugt, das das Gefühl hat, in diesem Körper zu stecken, und dadurch wird es erlebnismäßig zum Zentrum der Welt."

Der Lernvorgang bei Kindern (Entwicklungspsychologie) kann spielerisch sein (Lernspielzeug, "spielen und lernen"). Im spielerische Herangehen, dem absichtslosen Ausprobieren, Erkennen von eigenen Fähigkeiten und Grenzen können sich vielfältige Erfahrungen bilden, die eine personale Integrität entwickeln und den Raum des Selbst weiten kann.

Auch bei Erwachsenen ist das Lernen ein komplexer, vielschichtiger Prozess, der im Zusammenhang mit Wahrnehmungs- und Erkenntnistheorien, kollektivem Kontext, Neurobiologe, Neuroinformatik, Kognitionswissenschaften betrachtet werden kann.

Eine unerwartete Verletzung von Erwartungshaltungen und gewohnheitsmäßigen Tendenzen können die aktuelle Aufmerksamkeit fokusieren, vorgefertigte Gedankenmuster entkoppeln und Lernprozesse auslösen.

Lernen kann im Zusammenhang mit der molekularen Basis (Gehirn, Neuronen, synaptischen Veränderungen, Hebbsche Regel) und der damit einhergehenden Erinnerungsfähigkeit betrachtet werden. Synaptische Veränderungen (Kandel) sind Beispiele für Lernvorgänge nach der Hebbschen Regel (Activity-dependent presynaptic facilitation and hebbian LTP are both required and interact during classical conditioning in Aplysia). Auf molekularer Basis (Erinnerungsfähigkeit im Hippocampus, Neurotransmitter, Second Messenger, Proteinkinasen, Ionenkanäle) gibt es Lernmechanismen, die bei allen Lebewesen in ähnlicher Weise ablaufen. Lernen kann als ein aktiver, eigengesteuerter, konstruktiver, situativer und sozialer Prozess gesehen werden.



Information und DNA

Die in der DNA gespeicherte Struktur entspricht der Erbinformation, die Auswirkungen auf das Leben hat. In der Duchführung des "Programmes der Urzelle" (Stammzelle) entsteht ersten (unter Energieaufnahme) ein Lebewesen, indem sich die DNA-Information entfaltet.

Alle Zellen (Menschen, Tiere, Pflanzen) enthalten Information, die quasi-statische (Daten) und auch prozedural (Funktionen) ist.

Die Mikrobiologie untersucht den genetischen Code und den Informationsaustausch innerhalb einer Zelle (DNA). Mit Methoden der Medizin wird der Tod festgestellt (Hirntod, kein Informationsaustausch mehr möglich).



Informationssuche

Existieren bereits umfangreichen Sammlung von Daten und Wissen, so ist das Auffinden der benötigten Informationen wesentlich.

Larry Page (Mitgebegründer von Google):
"Die perfekte Suchmaschine würde genau erkennen, was der Nutzer meint und genau die Ergebnisse anzeigen, die er sich wünscht"

Sollen Beurteilung von komplexen Zusammenhängen auf umfangreichen Datenbeständen erfolgen, so ist das schnelle Suchen und Wiederfinden von Informationen und das geeignete Zusammenstellen und Aufbereiten der gewünschten Informationen ein zentrales Mittel zur Problemlösung. Es gibt charakteristische Ausgangs- und Startzustände (auch mehrere Zielzustände) und funktionale Vorgehensweisen.

Die Informationstheorie behandelt Informationen als messbare Nachrichten und deren

Informationen können

Die Information an sich ist ein wissenschaftlicher Begriff, der unabhängig von dem Träger ist. In der Kybernetik hat Information eine ähnlich grundlegende Bedeutung wie Materie und Energie. Dieselbe Information kann unterschiedlich gespeichert werden. Bei der Informationsübertragung kann z.B. der (materielle) Träger transportiert werden oder es werden elektrische Signale oder masselose elektromagnetische Wellen zur Übertragung benutzt werden.

Eine Information wird oft mit dem Träger der Information verwechselt.

Weil durch eine Nachricht gewisse Unbestimmtheiten ausgeschlossen werden, bedingt eine Nachricht ein gewisses Maß an Ordnung.

Das Maß für die Unordnung ist die Entropie.

Zum Überbringen einer Information werden physikalische Effekte benutzt. Der Informationstransport ist gerichtet und bedarf eines Trägers. Weil die erhaltenen Signale dechiffrierbar sein müssen, ist das physikalische Phänomen der

allein ist noch keine Informationsübertragung.



:: Web-Crawler (Information-Suchmaschine)
Software-Agenten Automatische Suche?

Software-Agenten (z.B. für Informationsrecherche, E-Commerce, Simulation, Erledigen von Routineaufgaben, Gruppensimulation) sind autonom (arbeiten weitgehend unabhängig von Benutzereingriffen), proaktiv (lösen Aktionen aufgrund eigener Initiative), reaktiv (reagieren auf Änderung der Umgebung), sozial (kommuniziert mit anderen Agenten) und sind lern- und anpassungsfähig (lernen aufgrund zuvor getätigter Entscheidungen bzw. Beobachtungen). Mobilen Agenten selbsttätig den Ausführungsort wechseln (migrieren). Autonomen Agenten, die miteinander kommunizieren, nennt man eine Population.

Der Web-Crawler ist eine zentrale Komponente von Suchmaschinen. Ein Web-Crawler beginnt mit einigen Start-URLs (seed pages, "citation analisis"/"social analisis") und sucht in den Webseiten nach weiteren Hyperlinks zu anderen (neuen) Webseiten und durchforstet sukzessive das zugängliche Netz. Gesammelt werden URLs und zugehörige Merkmale.

Ein Web-Crawler ist das Werkzeug zur Identifikation und Extraktion von Ressourcen aus dem Internet. Web-Crawler (Konzeption, Architektur) werden hinsichtlich der Anwendung bzw. Verwendung und der gewonnenen Ressourcen unterschieden.

Einfache Web-Crawler erstellen für die Dokumentbasis einen Schlüsselwort-Index, um (mit einer nach Relevanz geordneten Trefferliste) Suchanfragen über Schlüsselwörter zu beantworten.

Fokussierte Web-Crawler verwenden Inhalts-orientierte Algorithmen, Hintergrundwissen und Strukturinformationen, um den besten Pfad durch das Web zu finden und (für ein Thema) irrelevante Bereiche des Webs auszusparen.

Die fortgeschrittene Interpretation von Webinhalten durch Suchmaschinen bedarf der User-Unterstützung ( Markup-Schema ). Es gibt Mikroformate, Mikrodaten oder RDFa für Rich Snippets. Derzeit können die meisten Suchmaschinen RDF noch nicht vollständig unterstützen.

Derzeit ( 2014 ) sind die strukturierten SEO-Markups
schema.org ( Getting started ), w3.org HTML Microdata , w3.org RDFa ( Rich Structured Data Markup for Web Documents ), Open Graph protocol (enables any web page to become a rich object in a social graph ) und microformats wiki gebrächlich.

Webmaster wünschen sich für die SEO-like-Webseitenerstellung ein gemeinsames, einheitliches Markup-Vokabular. Auch ist für Suchmaschinenbetreiber ein einfaches, klares Markup-Schema für strukturierte Daten aussagekräftiger. Derzeit ( 2014 ) ist ein Gemeinschaftsprojekt schema.org in der Erprobung, an dem sich die "weltumspannenden Suchmaschinenbetreiber" beteiligen.

SEO (von engl. search engine optimization, Suchmaschinenoptimierung ) möchte das Suchmaschinenranking von Webseiten beeinflussen. Siehe z.B. de.wikipedia Suchmaschinenoptimierung . Such-Robots können Eindeutigkeitsproble mit Website-Teilen haben ( identifizieren, erkennen, zuordnen, bewerten ). Welche Anteile sollen indiziert/nicht indiziert werden? Welche Gewichte sind für die Bewertungskriterien "am besten"? Was stellen Bitmap-Bilder dar? Welche Bedeutung haben Bitmap-Bilder? Welche regionalen, rechtlichen Bedingungen sind zu berücksichtigen? Welche properitären Vorteile erwachsen aus "Big-Data"? Welche Kosten können "Datenfriedhöfe" verursachen?

  • Eine XML-Sitemap-Datei kann die kooperativen Robots unterstützen.
  • Eine robots.txt-Dateien kann die kooperativen Robots unterstützen ( URLs, Datei-Extensions und Verzeichnisse, usw. ).
  • Such-Robots möchten eine bevorzugte Domain haben.
  • Such-Robots möchten eine Besitzüberprüfung der Site durchführen.
  • Such-Robots möchten Site-Verschiebungen und doppelten Content unter verschiedenen URL's erkennen.
  • Such-Robots möchten mit Meta-Tags des Typs "title", "description" verstehen.
  • Such-Robots möchten die seitenspezifische Ursachen für häufigste Suchanfragen verstehen.
  • Such-Robots möchten vielfältige Daten, Website-Aktivitäten zusammentragen, analysieren, Berichte und Timelines erstellen.
  • Such-Robots möchten den gesamten Traffic und das User-Verhalten auf der Website messen und zuordnen.
  • Such-Robots möchten komplette Backlinks-Analysen vornehmen ( Site intern/extern ).
  • Wer war wann, wie lange und an welchen Stellen auf der Webseite.
  • Welches Such-Keyworts führen zu der URL? Schlüsselwörter, Top-Keywords für organischen Suche, Suchvolumen für ein bestimmtes Keyword, usw.
  • Welche "Click Through Raten" sind optional?
  • Such-Robots möchten Webmaster unterstützen ( kostenlos/kostenpflichtig ).
  • Such-Robots möchten OnPage-Mängel aufdeckt und bewerten ( Markup-Prüfer, tote Links, Broken Links ).
  • Such-Robots möchten aus den Suchergebnissen unerwünschte Sitelinks entfernen.
  • Such-Robots sind im eigenen Wirken nicht transparent und können properietäte Eigen-Produkte "bevorzugt" bewerten.
  • Such-Robots möchten die Glaubwürdigkeit/Vertrauenswürdigkeit von Internet-Inhalten bewerten, was durchaus prorpietät und politisch gefärbt sein kann.

Auf Troja, heute ein UNESCO-Welterbe, geht in der griechischen Mythologie der Begriff "Trojaner" zurück: Ein kostenloses Geschenk wurde dankbar angenommen ( Bubi möchte ein "kostbares" hölzernes Pferd haben ). Gemäß der griechischen Mythologie waren im Bauch des "Trojanischen Pferdes" Soldaten versteckt, die sichernden Stadttore nachts von innen öffneten. Der Informatik-Begriff "Trojaner" erinnert daran, daß ein "großzügiges Geschenk" ein proprietärer Trick sein kann, um das "Datengold" erfolgreich von innen zu holen.

Ein Sprichwort sagt:
Bequemlichkeit und Sicherheit sind zwei verfeindete Geschwister.

Es gibt Kostenlose SEO Tools für die Webseiten Analyse und Optimierung von Websites:



Beispiel: Markup nach schema.org Wie sieht sowas aus?

Beispiel: Wie sieht ein schema.org - Markup-Schema als Teil des Body-HTML-Source-Code aus?

<pre itemscope itemtype="http://schema.org/Person">
<span itemprop="jobTitle">Prof. Dr. </span><span itemprop="name">Hans Schlaumaier</span>
Homepage: <span itemprop="url">http://www.myDomain/index.htm</span>
</pre>

<pre itemscope itemprop="member" itemtype="http://schema.org/Organization">
Technische Hochschule Mittelhessen
Fachbereich 06 
Wiesenstraße 14 
35390 Giessen
</pre>

<pre itemscope itemtype="http://schema.org/Person">
<span itemprop="name">Prof. Dr. Hans Schlaumaier</span>
<span itemprop="url">http://www.myDomain/index.htm</span>
<span itemprop="address">
Prof. Dr. Hans Schlaumaier |
Postfach im MNI-Sekretariat |
Technische Hochschule Mittelhessen|
Wiesenstraße 14 |
35390 Giessen |
Germany
</span>
</pre>


Zum Beispiel Was ergibt ewa eine schema.org-Markup-Suche?

Beispiel: Was extrahiert ( etwa ) die Suchmaschiene aus dem schema.org-Markup-Schema?

Item Type: http://schema.org/person
	 jobtitle = Prof. Dr. 
	 name = Hans Schlaumaier 
	 url = http://www.myDomain/index.htm 
	 Item Type: http://schema.org/person
	 name = Prof. Dr. Hans Schlaumaier 
	 url = http://www.myDomain/index.htm 
	 address = Prof. Dr. Hans Schlaumaier | 
	 Postfach im MNI-Sekretariat | 
	 Technische Hochschule Mittelhessen | 
	 Wiesenstraße 14 | 
	 35390 Giessen | 
	 Germany


Zum Beispiel Wie sehen die "XML results view in Custom Search" aus?

Beispiel: Was ergibt ( etwa ) eine "konventionelle" Suche ( XML results view in Custom Search )?

 person (source = MICROFORMAT) 
 role = Prof. Dr. 
 hcard (source = MICROFORMAT) 
 fn = Hans Schlaumaier 
 title = Prof. Dr. 
 url = http://www.myDomain/index.htm 
 hcard (source = MICROFORMAT) 
 fn = Prof. Dr. Hans Schlaumaier 
 adr = 
 url = http://www.myDomain/index.htm 
 metatags (source = METATAGS) 
 viewport = width=480, initial-scale=1.6, user-scalable=yes 
 msvalidate.01 = f471164cc63c58ed1496a... 
 norton-safeweb-site-verification = mkg3cd4od9m07hn2... 
 title = Homepage von Prof. Dr. Hans Schlaumaier 
 author = Prof. Dr. Hans Schlaumaier 
 publisher = Prof. Dr. Hans Schlaumaier 
 person (source = MICRODATA) 
 jobtitle = Prof. Dr. 
 name = Hans Schlaumaier 
 url = http://www.myDomain/index.htm 
 person (source = MICRODATA) 
 name = Prof. Dr. Hans Schlaumaier 
 url = http://www.myDomain/index.htm 
 address = Prof. Dr. Hans Schlaumaier | Postfach im MNI-Sekretariat |
 Technische Hochschule Mittelhessen| Wiesenstraße 14 | 
 35390 Giessen | Germany
 


Zum Beispiel Was sieht etwa das Ergebnis von "Custom Search" aus?

Beispiel: Welche stukturierten Daten filtert etwa "Custom Search"?

 more:pagemap:adr
 more:pagemap:adr-value
 more:pagemap:hcard
 more:pagemap:hcard-adr
 more:pagemap:hcard-fn
 more:pagemap:hcard-fn:schlaumaier
 more:pagemap:hcard-fn:dr
 more:pagemap:hcard-fn:em
 more:pagemap:hcard-fn:Hans
 more:pagemap:hcard-fn:prof
 more:pagemap:hcard-fn:prof._dr._hans_schlaumaier
 more:pagemap:hcard-fn:Hans
 more:pagemap:hcard-fn:hans_schlaumaier
 more:pagemap:hcard-title
 more:pagemap:hcard-title:dr
 more:pagemap:hcard-title:em
 more:pagemap:hcard-title:prof
 more:pagemap:hcard-title:prof._dr.
 more:pagemap:hcard-url
 more:pagemap:metatags-author
 more:pagemap:metatags-author:schlaumaier
 more:pagemap:metatags-author:dr
 more:pagemap:metatags-author:em
 more:pagemap:metatags-author:hans
 more:pagemap:metatags-author:prof
 more:pagemap:metatags-author:prof._dr._hans_schlaumaier
 more:pagemap:metatags-author:hans
 more:pagemap:metatags-msvalidate.01
 more:pagemap:metatags-msvalidate.01:f471164cc63c58ed1496a......
 more:pagemap:metatags-norton:safeweb
 more:pagemap:metatags-publisher
 more:pagemap:metatags-publisher:schlaumaier
 more:pagemap:metatags-publisher:dr
 more:pagemap:metatags-publisher:em
 more:pagemap:metatags-publisher:hans
 more:pagemap:metatags-publisher:prof
 more:pagemap:metatags-publisher:prof._dr._hans_schlaumaier
 more:pagemap:metatags-publisher:hans
 more:pagemap:metatags-title
 more:pagemap:metatags-title:schlaumaier
 more:pagemap:metatags-title:dr
 more:pagemap:metatags-title:em
 more:pagemap:metatags-title:homepage
 more:pagemap:metatags-title:hans
 more:pagemap:metatags-title:prof
 more:pagemap:metatags-title:von
 more:pagemap:metatags-title:hans
 more:pagemap:metatags-viewport
 more:pagemap:metatags-viewport:1.6
 more:pagemap:metatags-viewport:480
 more:pagemap:metatags-viewport:initial
 more:pagemap:metatags-viewport:initial
 more:pagemap:metatags-viewport:scalable
 more:pagemap:metatags-viewport:scale
 more:pagemap:metatags-viewport:user
 more:pagemap:metatags-viewport:user
 more:pagemap:metatags-viewport:width
 more:pagemap:metatags-viewport:yes
 more:pagemap:person
 more:pagemap:person-address
 more:pagemap:person-jobtitle
 more:pagemap:person-jobtitle:dr
 more:pagemap:person-jobtitle:em
 more:pagemap:person-jobtitle:prof
 more:pagemap:person-jobtitle:prof._dr.
 more:pagemap:person-name
 more:pagemap:person-name:schlaumaier
 more:pagemap:person-name:dr
 more:pagemap:person-name:em
 more:pagemap:person-name:hans
 more:pagemap:person-name:prof
 more:pagemap:person-name:prof._dr._hans_schlaumaier
 more:pagemap:person-name:hans
 more:pagemap:person-name:hans_schlaumaier
 more:pagemap:person-role
 more:pagemap:person-role:dr
 more:pagemap:person-role:em
 more:pagemap:person-role:prof
 more:pagemap:person-role:prof._dr.
 more:pagemap:person-url
 


Information als vielschichtiger Kernbegriff ...

Eine eindeutige Information ist an materielle bzw. energetische raum-zeitlich-verteilte Ordnungsmuster (z.B. Buchstabe als "aufgereihte Bildchen") gebunden. Zu Informationen gehört (partielle) Wiedererkennbarkeit. Ein (igenwie geordnetes) in Raum und Zeit verteiltes Musters von Materie (Energieformen) können bei der Betrachtung eine kontextabhängige Bedeutung erhalten (Interpretation).

Der Informationsbegriff hat viele Bezüge (nachrichtentechnisch, sprachwissenschaftlich, kybernetisch, kulturwissenschaftlich, naturwissenschaftlich, gesellschaftlich, ...).

Der Informationsbegriff hängt mit Strukturen, Bedeutung, Sinn, Daten, Wissen, Nachrichten, Interpretation, Hermeneutik, der Kultur, der Kybernetik, usw. zusammen. In vielen Wissenschaften ist der Informationsbegriff grundlegend und unabdingbar. (Biologie, Informatik, Nachrichtentechnik, Linguistik, Philosophie, usw.). Die Bedeutung von Information (semantische Aspekte) existiert (vielschichtig) innerhalb von Informationskontexten. Zu den Begriffen Energie-Zeit, Materie-Struktur tritt der Informationsbegriff und verbindet Naturwissenschaften und den Geisteswissenschaften. Eine "Information als solche", die z.B. in der "Reinheit der Idee (Plato)" masselos und ohne materielle Trägheit ist, ist keine Information im engeren Sinne, deren physikalische Energiemuster an einen materiellen Informationsträger gebunden sind (in Materie geritzte Informationsstruktur). Energieänderungen entsprechen physikalischen Signalfolgen. Energie und Raum-Zeit bedingen einander.

Norbert Wiener (Begründer der Kybernetik):
"Information ist Information, weder Materie noch Energie. Kein Materialismus, der dies nicht berücksichtigt, kann heute überleben."

Das Vakuum (luftleeren Raum zwischen Himmelskörpern) ist voller Informationen. Im Vakuum sind physikalische Felder (elektromagnetische Wellen, Licht, usw.), die mit Sensoren erfaßt (Antennen, Augen, Messgeräte, usw.), verstärkt und im Kontext eines Empfängers interpretiert werden können. Jeder Stein im Universum trägt Informationen (seiner Herkunft, seine Form, Oberfläche, Farbe, seine Größe, Gewicht, Temperatur, seine chemische Zusammensetzung, sein atomarer Aufbau, usw.).

Alles was ist, ist nur deshalb, weil es ein Zweites gibt, das es erkennt.

Es gibt Sprachinformation, Toninformation, Textinformation, Bildinformation, genetische Information, Geist in Nervensystemen, neuronale Informationsmuster, usw. Information kann zeitlich (z.B. Trommel-Rhythmen) räumlich strukturiert (z.B. Atom-Anordnungen in Kristallen), hierarchischen Aufbau haben und historische Strukturen bilden.

Im vollständigen Raum aller möglichen Informationen bildet eine aktuelle Informationsdarstellungen eine konkretisierte Präsentation.

Information kann in zufälligen/determinierten Sequenzen vorliegen, Information kann Unordnung/Ordnung, Entropie/Negentropie bilden. Die Erkenntnistheorie versucht Sachverhalte mit Information zu fassen. Information kann sich geordnet zeigen in Formen, Mustern, Strukturen. Zu einer Form gehört eine Grenze der Form, jenseits derer die Form nicht ist. Diese "Gegenform" ist ebenso Form.

Die Raum-Zeitliche-Verteilung von Information im Universum kann nur mit Informationen erfaßt werden, wobei Erfassung, Strukturierung und Interpretation auf informationsändernden Prozessen beruhen.

Zufallsinformationen treten (im Raum der möglichen Zeichen) mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auf. Das Wort "Zufall" deutet darauf, dass die letzte Ursache unbekannt ist. Eine Information zu unterteiltbaren Einzel-Ereignissen ist wieder Information und ist als Ganzes nicht vollständig beschreibbar.

Beschreibungen, Bedeutungen und Sinn von Informationen sind wieder Informationen. Informationen hängen mit Informationen in unterscheidbarer Komplexität zusammen.

Es gibt digitale und analoge Informationen. Es gibt gespeicherte Informationen und eine mittlere Lebensdauer der Träger. Eine Information "an sich" braucht keinen Träger. Eine kodierte Repräsentation von Information kann in unterschiedlichen physikalisch Formen erfolgen. Es gibt digitale und analoge Informationen. Es gibt gespeicherte Informationen und einen Lebensdauer der Träger.

Es gibt Informationsmengen, Desinformationen, Negentropie, Entropie, informationsgehalt, Datenquellen, information literacy, Neurolinguistische Programmierung.

Zu physikalisch real-existierenden Möglichkeiten der Verteilung von Informationen gehören "anthropologische Infrastrukturen". Eine kollektive Kommunikationen benötigt einheitliche Nutzungsprotokolle der Netzwerken.

Die Entwicklung einer eigenen Netzkultur, folgt in gewisser Weise den technischen Spezifika von Geräteplattformen. Weltweite Netzwerke haben eine symbolische und soziale Realität, sind Mythos und Multikulti.

Es gibt Infrastrukturen für Informationen, die frei-zugänglich, nur verteilend, kostenpflichtig, abbonierbar sind. Es gibt Zeitungsangebote, Radiosendungen, Fernsehen, usw.

In einer Informationsgesellschaft hat der Informationsbegriff eine grundlegende und doch recht vielschichtige Bedeutung. Neben den Begriffen Energie und Materie gewinnt als dritter Kernbegriff der Naturwissenschaften der Informationsbegriff zunehmend an Bedeutung.

Verarbeitbare Informationen können der Kommunikation dienen und Wissen kodieren. Eine Übertragung von Informationen wird Kommunikation genannt.

Das Internet enthält sehr viele unzusammenhängende, statische Dokumente. Erst bei einer partiellen Interpretation wird aus Information eine Interpretation, eine Kommunikation und eine analysierte Nachricht.

Christian Morgenstern (6.5.1871-31.3.1914):
Eine Wahrheit kann erst wirken, wenn der Empfänger dafür bereit ist.

Es gibt viele, unterschiedliche Definitionen für den Begriff der Information (z.B. Information als widergespiegelte Viefalt; Brockhaus beschreibt Information als "Auskunft, Nachricht, Unterrichtung, Belehrung, Mitteilung"). Im übertragenen Sinne bedeutet Information: "jemanden durch Unterweisung bilden". Unter einer Information wird im Alltag oft auch der Mitteilungsinhalt verstanden.

Die wissenschaftliche Objektivität von Erkenntnis gründet im Erfassen, Speichern und Interpretieren von Informationen und der subjektunabhängigen Validierbarkeit. Wissen, Kreativität und Intuition sind Voraussetzungen für wissenschaftliche Modellbildung. Verläßliches Wissen muß sich hinterfragen lassen, wissenschaftliche Teorien müssen in subjektunabhängigen Experimenten und Überprüfungen ohne Wiedersprüche bleiben.



Information und Abhängigkeiten

Zu Informationen gehören Zuordnungen von Bedeutungen, die eindeutige/mehrdeutige sein können, Besitz- und Verfügungsrechte des Informationsträgers und Rechtsvereinbarungen, die sich kollektiv auf mehrere Rechtssysteme erstrecken können.

Richard Stallmann:
Ich denke, dass jede allgemein nützliche Information frei sein sollte. Mit 'frei' beziehe ich mich nicht auf den Preis, sondern auf die Freiheit, Informationen zu kopieren und für die eigenen Zwecke anpassen zu können. Wenn Informationen allgemein nützlich sind, wird die Menschheit durch ihre Verbreitung wieder reicher, ganz egal, wer sie weitergibt und wer sie erhält.

Es gibt offene, editierbare Formate zum Dokumentenaustausch, wie z.B. OFD (Open Document Format), OOXML (Office Open XML) PDF/A (Portable Document Format Archive)



Freier Zugang zu Informationen

Es gibt Privates, das nicht für die öffentlichkeit bestimmt ist. Um einen Eigenanteil am Markt zu sichern, verbergen Firmen zentrale Herstellungsverfahren und spezielle Kenntnisse, die geheim gehalten werden.

Geheimdienste leben im Aufspüren von Geheimnissen, die dem Eigen nutzen bringen sollen und behindern und verhindern die Weitergabe von eigenen Geheiminformationen. Geheimdienste können Desinformationen in die Welt setzen, die dem Gegner diskretitieren und schaden sollen.

In allen Wissenschaften gibt es Wissenzusammenhänge, deren Verständnis und Nutzung einem langen Prozess der Einarbeitung benötigen. Erst nach einer langjährigen Ausbildungen (Studium) wird die vielschichtigen Komplexität (auch mit Hilfe von unterstützenden Geräten und Tools) meisterbar.

Werner Heisenberg:
Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.

Insofern kann Wissenschaft esoterisch sein, denn eine Interpretation von wissenschaftliche Ergebnissen, die öffentlich frei zugänglich sind, in einem "engstirnig-flachen" Kontext repräsentiert in erheblichen Anteilen die "Schnellurteile" des beurteilenden Subjekts.

Isaac Newton:
Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean.

Mit zunehmenden Umfang und Komplextität ergeben sich Aufteilungen und Spezialisierungen von vorher ungeteilten Wissensgebieten.

William Blake:
Vernuft oder die Ratio all dessen, was wir schon wissen, wird nicht mehr dasselbe sein, wenn wir mehr wissen.

In gewisser Weise gehören zu jeder Gesellschaft Besonderheiten, die intern offenkundig, aber von außen schwer einsichtig oder unzugänglich sind. Es gibt "Esoterisches", das individuell vorhanden und gegenwärtig und doch unbewußt und unzugänglich ist. Es gibt esoterisches Wissen, das geheim gehalten wird (z.B. Geheimgesellschaften).

Der menschliche Geist hat die Fähigkeit Bilder, Symbole, Konzepte, Regeln zu erstellen, die eine gedachte, virtuelle Welt repräsentieren. Doch worin liegen die tieferen Ursachen, wenn im Bewusstsein die Repräsentation eines "geistigen Dinges" als verfügbare Information, als gedachtes Handlungssubjekt auftaucht? Wie zuverlässig sind diese (subjektiven) Reflexionskriterien? Denken, Vernunft, Logik, Analyse bilden eine intellektuelle Ebene (wissenschaftliche Methoden), die Gefühle eine emotionale Ebene. Roland Bartes: "Die ganze Realität ist ein Mythos, eine Form der Erzählung." Lévi-Strauss suchte tiefere Einsichten in Ordnungen, die sich hinter einer scheinbaren Unordnung verbergen, und versuchte, die in allen Kulturen und Gesellschaften gemeinsamen Grundlagen zu rekonstruieren. Er beschäftigte sich mit dem "strukturell Unbewussten"), das allem menschlichen Denken zugrunde liegt und es durchgängig bestimmt. Claude Gustave Lévi-Strauss (1908-): "Wir wollen also nicht darstellen, wie die Menschen in den Mythen denken, sondern wie die Mythen in den Menschen denken, ohne dass es ihnen bewusst wird."

Zu einem Kontext eines Wissensgebietes gehören geeignete Zugangsmethoden. Der Zugang zu der orginal-ersten Quellen von Information scheinen zunächst klar, doch bei genauerem Hinsehen wird ersichtlich, dass die dort auffindbaren Information bereits "entstanden, geworden" sind. Informationen erreichen über ein Kette von partiellen Weitergaben den Empfängen. Das Prüfung von Kriterien an der ursprünglichen Information kann wegen deren schwierig/unmöglich sein (mangelnde Vollständigkeit, kontextinvariante Prüfverfahren, schwierige Zugänglichkeit, usw.). Die Informationsströme haben Einfluss auf die Gesellschaft, deren Wirkmechanismen und gestalten Gesellschaft.

Stets haben Neuerungen verschiedene Aspekte. Die Wissensfortschritte der Menschheit beeinflussen die Noosphäre. Der freie Informationszugang im Internet hat rechtliche und ethische Aspekte und in manchen Ländern eine politische Dimension.

Die vollkommene Informationsfreiheit gibt es nicht. Bei der Informationsbeschaffung gibt es zahlreiche Möglichkeiten und Begrenzungen. In weltweiter Betrachtung gibt es das Wissensmanagement, die "Ethik der Cyperkultur", Knowledge-Management, Medienethik, Gesellschaftsethik sowie wirtschaftlich und kulturelle Zusammenhänge.

Infolge des weltweiten Informationsaustausches entstehen weltumspannende Gesellschaften mit nachhaltigen Auswirkungen auf den lokalen Charakter.



Information und Bewußtsein

Wissenschaftliche Theorien erschaffen subjekt-unabhängig-prüfbare Modelle der Wirklichkeit und benutzen zur Beschreibung "wissenschaftlich geschriebene Sprache", die dennoch in gewisser Form Metaphern, Allegorien und Symbole enthält und braucht. Metaphorik kann eröffnend und verstellend wirken. Wissenschaftliche Begriffe, wie z.B. Feld (Ackerbau, Elektrizität), Atom (unteilbare Teilchen, Moleküle), Welle (Wasser, elemtromagnetische), Trägheit, Kraft, Widerstand, usw. kommen aus einem historischen Kontext, werden terminologisiert und bestimmen in der residuale Hintergrundmetaphorik dennoch infolge von unbewußten Übertragungen, Projektionen, mapping, inneren Kartierung, Abbildungen und Verschmelzungen die Theoriebildung. Das wissenschaftliche Begriffspaar "Inhalt" und "Form" beruht z.B. auf der Metapher des Gefäßes.

In gewisser Weise gehört zu einem wissenschaftlichen Modell die Integration von "Vorherigem".

Der technische Informationsbegriff ist an raum-zeitliche Materimuster/Energie gebunden und kann in vielfältiger Weise geteilt, analysiert und mit Hilfe von wiederholbaren Experimenten eingegrenzt werden. Dieser technisch-substanzielle Informationsbegriff kommt an Grenzen, wenn es darum geht zu erklären, warum die Information auf einem materiellen Träger ungeändert bleibt, wenn Information entnommen wird.

Ein raum-zeitliches Lichtmuster (masselos) kann Informationen beherbergen. Der Informationsbegriff an sich hat einen masselosen Charakter. Offensichtlich ist aber der idealisierte Begriff für eine Idee (Plato) experimentell nicht subjekunabhängig prüfbar.

Erst im interpretierenden Auslesprozeß wird dann konkrete Information (Laser-Forschung). Die Welt entsteht im Menschen durch Interpretation. Es ist der Geist, der seine Welt erschafft.

Wird das Gehirn von außen zu beobachtet, so können Signale registriert werden. Eigenbeobachtungen und ein Hineinfühlen in sich selbst zeigen Gefühle, Leiden, Schmerz, oder andere innere Empfindungen auf. Beobachtungen von außen bzw. innen kommen aus unterschiedlichen "Registriermechanismen" und liefern äußere Signale bzw. innere Gefühle.

Jede Reflexionsebene kann neue Objekte erzeugen, Unterscheidungen klären, Gegensätze koppeln.

Die Frage nach sich selbst, wie z.B. "Wer bin ich?" kann das Individuum nicht durch äußere Messungen beantworten.

Selbstbewußtsein ergibt sich aus dem Beobachten des Beobachters durch den Beobachtenden, der er selbst ist.

Die Biologie des menschlichen Bewußtseins ist mit der Sprache verbunden. Information kann massebehaftet (materieller Datenträger) und auch masselos (elektromagnetische Welle) transportiert werden. Im Alltag wird vielfach das Vorhandensein von Information an das Vorhandensein von Materie bzw. Energie gebunden und vereinfachend Information mit dem Informationsträger gleich gesetzt. Denken erfolgt im Gehirn.

Die beobachtbare Gesamtheit des Universum "bewegt sich im Mittel" auf einem Zustand hoher Entropie hin. Die Evolution bringt es dagegen fertig, diesem Trend entgegenzuwirken, und lokal die Entropie zu verringern und unter Einsatz von Information komplexe Strukturen zu schaffen. In der Philosophie Platos haben die Ideen als "reine, masselose Information" eine eigene Existenz.

Geist und Information sind Geschwister: Der philosophische Begriff Geist läßt eine offene Vielgestaltigkeit zu. Bei der technischen Information wird Reproduzierbarkeit und Eindeutigkeit angestrebt.

Wesentlich für die technische Kommunikation ist der Prozess, dass von einem Sender Information (Zeichen, Signale) abgegeben werden, die zu einem Empfänger gelangen und von diesem interpretiert (dekodiert, entschlüsselt, entziffert, usw.) und partiell verstanden werden (Code als gemeinsamer Zeichenvorrat).

Christian Morgenstern (6.5.1871-31.3.1914):
Eine Wahrheit kann erst wirken, wenn der Empfänger dafür bereit ist.

Der Informationsbegriff hat einen naturwissenschaftlichen/materiellen und einen geisteswissenschaftlichen/masselosen Zugang. Einerseits wird die Struktur auf dem Informationsträger und anderseits die ideengeschichtliche Bedeutung, das Wesen, der Sinn betrachtet.

Was wird dem Informationsträger (z.B. einem optischen Datenträger) entnommen, wenn Informationen entnommen werden? Nach der Entnahme von Information ist diese immer noch auf dem Träger. Die Information an sich (Idealisierung) existiert auch ohne materielle Träger (z.B. als elektromagnetische Welle). Eine "reine Information" benötigt keinen Träger.

Eine Information an sich hat viele interessante Eigenschaften:

In den Kognitionswissenschaften (Wahrnehmen, Verstehen, Wissen) wird der Frage nachgegangen, wie aus Lichtimpulsen, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf räumlich verteilte Zellen in der Netzhaut treffen, eine elektrische Struktur wird und wie der "Dekodierungsprozess" solche Raum-Zeit-Muster in Bedeutungen übersetzt.

Wo ist die Grenze zwischen rein technischen Strukturinformationen und womit beginnt die Bedeutungsinformation?

In gewisser Weise entspricht diese Grenze der Grenzziehung zwischen einer mechanischen Maschine (Roboter, künstliche Intelligenz) und einem Menschen. Je näher der Betrachter dieser Grenze kommt, umso mehr löst sie sich auf und wandert ins analysierende Subjekt ("Wer bin ich?").

Je tiefer diese Grenze angesetzt wird, um so metaphysischer aggiert diese Information (tiefliegende, strukturbildende Ordnungsprinzipien). Bedeutung kann auch als Folge eines Prozesses entstehen, in dem die prozessgenerierende Information Selbstähnliches und Neues zeugt (DNA, Proteine, Nukleotide). Aus diesen Betrachtungen ergeben sich Ebenen, unter denen der Begriff der molekularbiologischen Information heute betrachtet wird.

Molekularbiologisch gesehen ist die DNA eine Struktur gespeicherte Erbinformation, ein möglicher Plan für die individuelle Entwicklung, und kann doch auch (in gewissen Grenzen) gen-überschreitende Bedeutungen der Evolution beinhalten.

Ohne Menschen gibt es keine Information. Trotz der Bedeutung der Information gibt es zahlreiche, offene Fragen, wie z.B.:



Kultur und Symbole

In archaischer Zeit können Zeichen und Zeichenanordnungen den inneren Sinnbildern der Seele entwachsen sein.

Isaac Newton:
Keine große Entdeckung wurde je gemacht, ohne dass ihr eine kühne Vermutung vorausging.

Alphabete entstanden z.B. aus Mythologisierungen (Orakelknochen in China, kretische Keilschrift, Sanskript in Indien, Piktographie der Sumer, usw.).

Humboldt:
Ein früheres Ahnen geht dem späteren Wissen voraus.

Die Schriftkultur der Menschheit beginnt etwa 5000 v.Chr. Gemachte Erfahrungen und Erfindungen werden mit Hilfe der Schrift über Generationen weiter gereicht. Eine "Symbolgemeinschaft" hat kollektiv-verständliche (Symbol-) Entitäten (Entitätstypen, Attributkombination als Identifikator, Abstaktionsgrad, Entitätsmenge, Eigenschaften, identifizierende Attribute, Attributswertigkeit, gegenseitige Beziehungen, relationship, usw.). Vielfach versuchten Nationalstaaten ein (vereinheitlichtes) Schriftsystem durchzusetzen.

Die Übergabe von Nachrichten und die Übertragung von Informationen sind so alt wie die Menschheit. Einige Stichworte können dies verdeutlichen:

Zuruf bei Gefahr, einfühlsames Sprechen, sprechende Gefühle, melodischer Gesang, ästetische Ausdrucksformen, stumme Gesten, sakrale Symbole, rhytmisches Klopfen, Trommeln, erklärendes Sprechen, Weitergabe in oraler Tradition, Briefpost, Flaschenpost, Keilschrift, Hieroglyphen, Zeremonialschrift,

Bilder, Schriftensysteme, Kharosthi-Scrift, Brahmi-Scrift, Hangul, Alphabet, Worte, Silbenschrift, Zahlen, Kodes, ästetische Präsentation von Information, Darstellungsarten, Fonts, Informationssammlungen, Bibliotheken, Datenbanken, kulturelles Gedächtnis, Internet, Informationsfriedhof.

Aus Japan:
Meister der Schrift sein, heißt ein wahrer Mensch sein.

Daten entsprechen Zeichenfolgen, Lautfolgen, Bildfolgen, denen durch Vereinbarungen Bedeutungsinhalte zugewiesen werden können. Zum Beispiel hat ein Verkehrsschildes im Straßenverkehr eine zugeordnete Bedeutung.

Begriffe entsprechen einer Ettikettierung der inneren Form. Ein Begriff ist Form, der auf Formen hinweist. Das Unbegreifliche ist Unanschaubar und Undefinierbar. In diesem Sinne entspricht Information einer möglichen, formgestaltende Objekt-Subjekt-Beziehung ("Ordnungrelation") zwischen der objektivierbaren Welt und dem Bewusstsein.

(A. D. Ursul: Information, op.cit. S. 187):
Der Erkenntnisprozeß stellt unter dem Aspekt der Information einen Prozeß der Übermittlung einer objektiv existierenden Vielfalt zum erkennenden Subjekt dar. Die in den Objekten enthaltene Information ist sozusagen eine Information "an sich", und im Ergebnis der Erkenntnis verwandelt sie sich in eine Information der Abbilder, in eine Information "für uns". Aus diesem Grunde verwendet man dafür häufig die Begriffe potentielle Information und aktuelle Information. Das bedeutet, daß in der objektiven Welt einerseits und im Bewußtseins andererseits verschiedene Arten der Information existieren. Die erste wird vermittels Widerspiegelung und Erkenntnis in die zweite verschlüsselt; ein Informationstyp geht in den anderen über.



Informationstrukturierung und Kultur

Wilhelm Nestle beschreibt (1940, in dem Buch "vom Mythos zum Logos") die Anfänge des westlichen Denkens, das im 6.Jh.v.Chr. mit der griechischen Philosophie beginnt. In den philosophischen Schulen der Achsenzeit waren tiefe Erkenntnisse, Wissen und Informationen esoterische Güter, die nur intern weiter gegeben werden durften. Z.B. wurde der Verrat der Irrationalität von sqrt(2) mit dem Tod bestraft.

Claude Gustave Lévi-Strauss (1908-):
Wir wollen also nicht darstellen, wie die Menschen in den Mythen denken, sondern wie die Mythen in den Menschen denken, ohne dass es ihnen bewusst wird.

Nach M.Eliade wiederholt das "in illo tempore"-Ereignis im Mythos, der den Menschen in die "ewige Gegenwart der mythischen Zeit" stellt.

Aus den bildhaften Geschichten (Mythos und Weltdeutungsmodelle) und den Verflechtung mit Kultus und Ritus (Sophistes, Eleaten, Sokratiker, usw.) wurde nach und nach die heutigen Formen von Wissenschaft (Verifizierbarkeit, Falsifizierung, Validierbarkeit, subjekunabhängig prüfbares Wissen).

Die Wissenschaftsgeschichte und die moderne Erkenntnistheorie sind von dem Mythos des Francis Bacon (1214-ca.1292, mittelalterlichen Erfahrungswissenschaft, Experimentalphilosophie, führte den Begriff des Naturgesetzes ein) geprägt, dass Wissenschaft mit Beobachtung beginnt und zu Theorien fortschreitet. Kritisches Denken kann zu neuen Einsichten führen und im "Verstehen-Wollen" neues Wissen zeugen, das in Verifizierbarkeit nicht in eine "rein magische Ecke" abgedrängt werden kann (z.B. Chemie, früher Alchemie; Techniker, früher Banausen), wozu natürlich auch die Aufklärung beigetragen hat.

Fridtjof Nansen (In Nacht und Eis):
Unsäglich langsam nur vermochte das menschliche Auge die Nebel des Eismeeres zu durchdringen; hinter der Nebelwand lag das Land des Mythos.

Das kulturelles Gedächtnis, das Generationen überspannt, braucht Medien zur Weitergabe von Informationen. Die frühesten Zeugnisse von Buchstabenschriften stammen aus dem 2. Jahrtausend v.Chr. Der moderne Fortschritt beruht auf vorherigen Erkenntnissen und Erfahrungen.



Informationsgesellschaft

In den 1970er-Jahren beschäftigte sich Daniel Bell mit den Änderungen, die von einer Güter-produzierenden-Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft führen. Im späten 20. Jh. wurde mehr und mehr die Wandlung zu Informationsgesellschaften sichtbar. Information (Gewinnung, Speicherung, Verarbeitung, Vermittlung, Verbreitung) wurde zu einem grundlegendem Gut und Kommunikationstechnologien zu einem Produktionsfaktor mit wachsender Bedeutung im Alltagsleben.

Es ist die "gewünschte" Information, die gesucht wird.

Nach Schätzungen werden können die Informationen (" Informationsdschungel") in den deutschen Massenmedien Zeitung, Zeitschrift, Hörfunk und Fernsehen im Durchschnitt zu 98 % der Informationseinheiten von Nutzern nur unvollkommen und nicht beachtet werden.

Neue Medien Hilfestellungen und Ansätze zum individuellen Informationsmanagement und erhöhen doch den Informationszufluss. Die einhergehende Informationsüberflutung zeugt (trotz effizientem Informationsmanagement) psychologische Schattenaspekte. Psychogene-somatogene-endogene Störungen, deren Symptome das Erleben und Verhalten einer Person betreffen, nehmen zu (z.B.depressiven Erkrankungen). Kulturell-geistig Bezugssysteme, die ungegenwärtig überholte sind, bieten oft keine hinreichende Sinnbasis für die unüberschaubare Komplexität des modernen Lebens.



Zahlen-Symbole

Zahlen sind ein wesentlicher Bestandteil (Grundelemente) der modernen Mathematik. Informationen werden mit Hilfe von Codes in Zahlen abgebildet. Z.B. bildet die Informationstheorie grafische Zeichen (optische Aussehen) auf identifizierende Zahlen ab.

Das Dezimalsystem wurde zuerst von den Indern benutzt und gelangte über die Araber (al-Khwarizmi, 820) im 12.Jh. nach Europa. In Deutschland wurde das Rechnen im Dezimalsystem durch Adam Ries (Rechenbücher von 1518) verbreitet.

Die Entwicklung von Zahlwörtern, Zahlzeichen und Zahlensystemen führte zu einem symbolischen Zahl-Begriff. In der Mathematik ist Zahl ein Grundbegriff, der die Mächtigkeit einer endlichen Menge (Kardinalzahlen, G.Frege, G.Cantor und B.Russell) bezeichnet oder zur Charakterisierung einer Ordnung innerhalb einer Menge (Ordinalzahlen) dient.

Der Intuitionismus [lateinisch, math. Grundlagenforschung, L.Kronecker, H.Poincaré, H.L. Lebesgue ] geht z.b. davon aus, dass die Gesamtheit der natürlichen Zahlen intuitiv ist und nicht abgeleitet werden kann. Als Intuition wird das unmittelbare und ganzheitliche Erkennen oder Erfahren von realen Sachverhalten verstanden, die "schlagartig klar" werden.

Ursprünglich beinhaltete der Zahlenbegriff nur die zum Zählen geeigneten natürlichen Zahlen, die positiv gerade (2, 4, 6...) oder positiv ungerade (1, 3, 5...) sind. Mit natürlichen Zahlen (Menge N, G.Peano 1889, P.Lorenzen 1950) kann uneingeschränkt addiert und multipliziert werden. Die Subtraktion führte zur Null (0) und zu den negativen Zahlen und somit zu den ganzen Zahlen (Z,). Durch Hinzunahme der gebrochenen Zahlen (Bruch) ergibt sich die Menge der rationalen Zahlen (Q,). In Q sind alle Gleichungen der Form a*x+b=c lösbar. Durch Hinzunahme von Lösungen anderer algebraischer Gleichungen entsteht die algebraischen Zahlen. Transzendenten Zahlen (nichtalgebraische Zahlen, z.B. e, Pi) sind nicht als Lösung algebraischer Gleichungen zu erhalten. Algebraische und transzendente Zahlen bilden zusammen die irrationalen Zahlen, die sich durch unendliche nichtperiodische Dezimalbrüche darstellen lassen, rationale und irrationale zusammen die reellen Zahlen (R,), deren Erweiterung die komplexen Zahlen (C,) sind. Die Erweiterung des Zahlenbereichs über die komplexen Zahlen hinaus führt zu den Quaternionen.

Beispiel: Ziffern sind vereinbarte Zeichen. Die römische Schreibweise von (Jahres-) Zahlen benutzt das Zeichensystem I (=1), V (=5), X (=10), L (=50), C (=100), D (=500), M (=1000). Sind die römischen Ziffern der Größe nach (von links nach rechts) aufgeschrieben, so ergibt sich das Ergebnis ddurch Addition der Ziffern. Falls eine kleinere Ziffer vor einer grösseren Ziffer steht, dann wird der Wert der kleineren Ziffer von der grösseren subtrahiert (14 = VVIIII oder 14 = XIV oder 14 = XIIII usw.).

In den Kulturen strukturieren (insbesondere kleine) ZAHLEN auch Arten von Weltsichten (Informationen zur Welt). Als Abstraktion für Mengen sind solche ZAHLEN-Vorstellungen (natürliche Zahlen) schon aus der Jungsteinzeit bezeugt. Werden die ZAHLEN der Tiefenzeit im Wandel der Evolution betrachtet, so können Strukturierungen "in" kleinen ganzen ZAHLEN ein Denken zum Vorschein bringen, das nicht an eine rein abstrakt-mathematische Zahlendefinition gebunden ist.

Natürlich hängt das Maß für den Nutzen von kulturellen Symbolen von der subjektiven Bewertung ab.

Das Wort "Zahl" hängt etymologisch mit "Erzählung", "behauen", "Kerbe", "Geldstücke hinzählen", "bezahlen" zusammen.

  1. Die Wurzelsilben sind:
  2. germanische "tal" (klar- und offenbarmachen),
  3. griechische "delos" (erläutern, belehren, anzeigen, bezeichnen),
  4. gotische "talzjan" (belehren),
  5. englische "tell" (erzählen),
  6. semitisch "s(a)ph(a`)r" (bezeichnen).

Schon vor 4000 Jahren rechneten die Ägypter und Sumerer mit Bruchzahlen; 500 v.Chr. wurden in Griechenland die ersten Versuche unternommen, auch irrationale Zahlen als Zahlen anzuerkennen. Die damalige Wissenschaft war verbunden mit Mystik, Religion, Magie. Die Forschung fand unter Eingeweihten statt. Vor der Eingeweihung lag eine lange Lehr- und Probezeit. Der Verrat von internen Geheimnissen wurde bestraft. Z.B. wurde der Verrat der Irrationalität von sqrt(2) mit dem Tod bestraft.

Für Pythagoras existierte eine "mystische Mathematik" als Symbolweg der Annäherung an die Schöpfungsgeheimnisse Gottes, des "allmächtigen Baumeisters aller Welten". Für Pythagoras wollen ZAHLEN etwas "erzählen". ZAHLEN als Symbole entstammen einer Veraunschaulichung und versuchten das "innere Wesen" darzustellen. Harmonien sind ZAHLEN (Proportionen, heute: 16 Bit-Samples mit 44.1 kHz, 4 Kanäle, Quadrophonie):

pitagoras.jpg
Pythagoras, Erforscher der Harmonie.
Italienischer Holzschnitt, 1492

E. Bischoff:
Die ZAHL ist eben eine mystische "signatura rerum", eine gedankliche Wesensbezeichnung geheimer Art voll tiefen, inneren Sinnes.

zahlen.gif


Dual-Systeme

Dualsysteme basieren auf 2 unterschiedenen Zuständen (aufeinander bezogene Gegensätze). Der archetypische Charakter im (polaren, dualen) Bewusstsein ist weltweit verbreitet. Es gibt zahlreiche Gegensatzpaare, die als Grundlage einer bipolare Ordnungen dienen (Tag/Nacht, Mann/Weib, Leben/Tod, Tier/Mensch, Yin/Yang, Himmel/Erde, Gott/Teufel, Seligkeit/Verdammnis, oben/unten, links/recht, Reinheit/Sünde, Sonne/Mond, Brennendes/Flüchtiges, Seele/Leib, Mutter/Kind, diesseits/jenseits, lebendes/totes, Geist/Materie, gut/böse, innen/aussen, Strom/kein Stom, ja/nein, 1/0, hell/dunkel, usw.).

Ein neugeborenes Kind erfährt angenehm/unangenehm und entwickelt mit dem eigenen Ich die abgrenzenden Gegensätze von MEIN und DEIN. Es entsteht das Besitzdenken und -streben. Es entsteht Ich-haftigkeit.

Bereits die eiszeitliche Höhlenmalerei deutet auf eine dualistische Weltsicht hin. Viele schriftlose Kulturen teilen (religiös motiviert) die Gesellschaft in zwei komplementäre Hälften. Frühe Hochkulturen kennen das Phänomen des Doppelkönigtums (auch Gott/Teufel, Heiden/Gläubige, religiöse/weltliche Führung, usw.). Ein politisch-fundamentale Weltsicht teilt die Welt in 2 Lager (zwei große Welt-Macht-Blöcke). In Demokratien gibt es oft zwei um die Macht konkurrierende Blöcke oder Parteien.

Aristoteles (384 v. Chr.-322; Metaphysik):
Denn alles ist entweder entgegengesetzt oder besteht aus Gegensätzen, die Prinzipien aber für die Gegensätze sind das Eine und das Viele, und diese sind Gegenstände einer einheitlichen Wissenschaft, sei es, daß sie unter einen einheitlichen Gesichtspunkt gestellt werden oder nicht, welches letztere doch wohl der Wirklichkeit mehr entspricht.

Bei scharfer Abgrenzung der Gegensätze ist kein Zwischenraum (kein unbewerteter Freiraum). Es entsteht eine "entwerder/oder"-Welt ohne Übergänge zwischen angenehm/unangenehm, mein/dein, gut/böse, "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!". Gegensatzpaare erinnern an Getrenntes, an Zwietracht, Zwiespalt, Pole, Unvereinbares.

alchemistisches-symbol-vereinigung.jpg alchemistisches-symbol-polaritaet.jpg
Dualsysteme: Alchemistisches Emblem der Vereinigung der Pole Männlich-Weiblich zu höherer Einheit (M.Maier, Atalanta, 1618 ) Dualsysteme: Sonne und Mond, alchemistische Symbole der Polarität (Michael Maier, Symbola, 1617)

Im Raum dieser Gegensätze existieren kraftgelade Spannungen zwischen jeweils zwei begrenzenden Komponenten (bei rein dualer Betrachtungsweise) nur in digitalisierter Form. Die Welt zerfällt in eine binäre. Eine erweiternde Weltsicht von These (Ich-Person einschließend) und Antithese bringt Dynamik mit sich. Mit der Einführung von weiteren, zusätzlichen Polpaaren öffnet sich die eingegrenzte Sichtweise. Aus der Kombinationen von verfügbarer Gegensätzlichkeit (z.B. Geschlechter, "Er und Sie ziehen sich magisch an") entsteht Vielfalt (Chromosome, Genetische Vererbung, Bevölkerungsexplosion auf der Erde). Im hochdimensionalen Koordinaten-Raum der Gegensätze sind nicht alle wechselseitigen Zustands-Abhängigkeiten zuverlässig verfügbar. Ein Teil dieses Zustandsraumes (Weltsicht) kann dann "gewürfelt" erscheinen (Zufall, Statistik, Boolsche Algebra).



ying-yang.jpg aztekisches-symbol-krieg.jpg
Seit dem 5.Jh.v.Chr existiert in der chinesische Philosophie das kosmologische Grundprinzip von Yin und Yang. Dualsysteme: Aztekisches Symbol für Krieg, zwei verschlungene Ströme aus Feuer und Wasser (atltlachinolli)

In der chinesische Philosophie sind Yin und Yang kosmische Grundkräfte. In Yang kann Yin entstehen. In Yin kann Yang entstehen.

Die moderne Beschreibung des Dualsystems mit 0/1 geht auf Gottfried Wilhelm Leibniz (1.7.1646-14.11.1716; "Rechnung mit Nullen und Einsen") zurück. Leibniz war ein Univesalgenie, wurde 1673 in die Royal Society aufgenommen. Bemühungen um eine bezahlte Anstellung am Collège de France und die Aufnahme in die Académie des sciences zu Paris scheiterten (trotz der Vorführung der von ihm erfundenen Rechenmaschine 1675). Leibniz wurde Bibliothekar in Wolfenbüttel. Leibniz entwickelte die Infinitesimalrechnung ( 1673-75, unabhängig von Newton), Lösungsverfahren für diophantischer Gleichungen, und das Dualsystem ("Rechnung mit Nullen und Einsen").

Leibniz' Philosophie folgt dem Grundsatz, dass das begründende Prinzip nicht von der Art des Begründeten sein kann, wenn ein Regress ins Unendliche vermieden werden soll. Bei Leibniz wird Gott (erstmals?) nicht als die erste Ursache einer Ursachenkette verstanden, sondern als der "außerhalb der Reihe" liegende zureichende Grund für das Bestehen der Kette als Ganzes. Seine Gedanken ("Theodizee") sind zu einem wichtigen Bestandteil der deutschen Aufklärung des 18.Jahrhunderts geworden.

Erst im 20.Jh. wurden bei B.Russell, L.Couturat, E.Cassirer, E.Husserl, M.Heidegger die leibnizschen Gedanken wieder entdeckt. In seinem philosophischen System (Lehren von der Monade und der prästabilierten Harmonie) ist die Monade der Zentralbegriff für seine Welterklärung (infinitesimal kleine, unteilbare, virtuelle Einheiten, die keinen äußeren mechanischen Einwirkungen zugänglich sind). Monaden sind die Ursache der spontan gebildeten Wahrnehmungen (Perzeptionen), die das ganze Universum spiegeln können. Wegen der Perzeptionen (trotz des Prinzip von der Identität des Ununterscheidbaren, "principium identitatis indiscernibilium") erscheinen Monaden individuell. Während Gott (als oberste Monade) ungetrübte Wahrnehmungen hat und damit die gesamte Entwicklung des Universums überschaut, sind die Wahrnehmungen der gebildeten Monaden großenteils unbewusst. "Seelenmonaden" verfügen über Bewusstsein und Gedächtnis, "nackten Monaden" (die "wahren Atome" sind ohne Bewusstsein und ohne Gedächtnis) können das Universum nur unbewusst spiegeln. Leibniz unterscheidet zwischen der lebendigen, aufsteigenden Kraft ("impetus") und einer "toten", virtuellen Kraft ("conatus").

Leibniz
(aus: Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand; Von den Worten)

Da Gott den Menschen als ein geselliges Geschöpf geschaffen hat, hat er ihm nicht nur den Wunsch eingehaucht und ihn in die Notwendigkeit versetzt, mit Wesen seiner Gattung zu leben, sondern hat ihm auch das Vermögen zu sprechen gegeben, welches das große Werkzeug und gemeinsame Band dieser Gesellschaft sein sollte. Daher stammen die Worte, die dazu dienen, die Ideen darzustellen und sogar zu erklären.

In der Tat glaube ich, daß wir ohne den Wunsch, uns verständlich zu machen, niemals die Sprache ausgebildet hätten. Nachdem sie aber einmal gebildet war, dient sie dem Menschen auch, Überlegungen für sich anzustellen, sowohl dadurch, daß die Worte ihm das Mittel geben, sich abstrakter Gedanken zu erinnern, als auch durch die Nützlichkeit, die man beim Überlegen darin findet, sich der Zeichen und tauben Gedanken zu bedienen. Es würde nämlich viel Zeit in Anspruch nehmen, wenn man alles erklären und immer die Definitionen an die Stelle der Termini setzen wollte.



Trinitäten

Physikalische Relationen können dyadisch beschrieben werden. Z.B. ziehen sich 2 Massen m1, m2 gemäß der Gravitation F(m1,m2) an. Gibt es eine weitere Masse m3, so liefern die Wechselwirkungen F(m1,m2), F(m2,m3), F(m3,m1) das Gesamtverhalten. Im täglichen Leben gibt es auch 3-er Verknüpfungen (Trinitäten), wie z.B.

Für jede Beziehung zueinander sind 3 Wechselwirkungen erforderlich. Viele grundlegende Zerlegungen nutzen vielfach die 3-Teilung. Ein kreativer Akt besteht dann z.B. aus drei möglichen Wechselwirkungen.

Die DREI (als kulturell "eingepflanztes" Symbol) hat in vielen Kulturen eine herausragende Bedeutung. Beispiele sind:

  • indischen Religionsphilosophie: Sein, Denken, Wonne (Sanskrit: sat, cit, ananda)
  • indische Dreiheit der Seelenkräfte: das Finstere, das Bewegte, das Seiende (Sanskrit: tamas, rajas, sattvam).
  • Brahma (Schöpfer), Vishnu (Erhalter), Shiva (Zerstörer)
  • ägyptische Götter-Dreiheit (Osiris, Isis und Horus)
  • ägyptische Götter-Triade mit dem Vatergott Ptah, der Muttergöttin Sekhet und dem Sohn Imhotep
  • römische Triade Jupiter, Mars und Quirinus (später Jupiter, Juno und Minerva)
  • skythisches Pantheon (Tabiti, Papaios und Api)
  • christliche Trinität (Vater, Sohn, hl.Geist)
  • Information: Syntax, Semantik, Pragmatik
  • Redewendungen (aller guten Dinge sind drei, in drei Teufels Namen)
  • Liebe, Glaube, Hoffnung
  • Einteilung der Welt (Himmel, Erde, Unterwelt)
  • These, Antithese, Synthese
  • Schicksalsgottheiten (die griechischen Moiren, die römischen Parzen, die germanischen Nornen).
  • Volksmärchen (drei Wünsche, drei Brüder)
  • Militärwesen 3 Arten von Streitkräften (konventionelle Streitkräfte, nukleare Kurz- und Mittelstreckensysteme, interkontinentalstrategische Kernwaffen)
  • Militärwesen 3 Trägersysteme strategischer Kernwaffen (landgestützte ballistische Interkontinentalraketen, seegestützt und strategische Langstreckenbomber)
  • Triaden [ von griechisch triás, triádos Dreizahl ] sind Gruppen der organisierten Kriminalität, die nach ihrem Symbol (dem Dreieck Himmel, Erde, Menschheit) bezeichnet werden.


Das semantische Web (Semantic Web) ist eine Erweiterung des World Wide Web (WWW). Wissenschaft basiert auf vielfältigem Wissen. , das :Wissen erfassen, Wissensaustausch, das heißtKommunikation der Ergebnisse. Das Semantic Web bietet eine Grundlage für die Zusammenstellung und den Austausch von Wissen durch maschinenlesbare (Meta-) Annotationen bei (XML-) Ressourcen. Es geht darum, zusätzlich zu der für Menschen lesbaren Informationen eindeutige Bedeutungen hinzuzufügen, die auch von Maschinen verarbeitet werden können. Bei feiner Granularität der Annotationen ist ein hoher Grad automatischer Verarbeitung möglich.

Berners-Lee et. al. im Scientific American (2001-05):
The Semantic Web is an extension of the current web in which information is given well-defined meaning, better enabling computers and people to work in cooperation.
Siehe de.wikipedia: Semantisches Web ('Web 3.0')

Die Annotation der HTML/XML-Seiten im Web geschieht z.B. mit Hilfe von RDF (Resource Description Framework, WWW 1999, Repräsentation von Metadaten) oder OWL (weiter entwickelte Web Ontology Language). RDF basiert auf den CG (Conceptual Graphs, John F. Sowa, 1976).

Eine Annotation benennt inhaltliche-fachliche Zusammenhänge.

Ein WWW-Link kann z.B. zu einem übergeordneten Thema führen
oder zu einer übergeordneten Homepage,
oder kann auf den Lebenslauf des Autors,
oder die Historie des Gebietes,
oder zu Zusammenstellungen von Teilgebieten,
oder auf ein Anmeldeverfahren verweisen, usw.

Schlüssel-Wert-Paare ermöglichen lediglich nur einer beliebigen Eigenschaft einen Wert zuzuordnen. RDF entspricht einer Auszeichnungssprache für Metadaten. Es werden triples (Subjekt, Property, Objekt) verwendet. Z.B. ist die URL der Webseite das Subjekt, der Name des Autors das Objekt und das Erstelldatum ein Attribut.



Quaternitäten

Quaternitäten deuten auf die Bedeutung der "VIER" hin. Die Nucleotide (a,g,c,t) sind die Grundlage für das Leben (Pflanzen, Tiere, Menschen) und beruhen auf einem "Digitalsystem" mit der Basis 4.

In vielen Bereichen des kulturellen Lebens sind (oft unbewußt) Quaternitäten beteiligt. Es sind immer 4 Elemente, 4 Qualitäten, vier Farben, 4 Kasten in Indien, 4 edlen Wahrheiten im Buddhismus.

Die Quaternität ist (nach C.G.Jung) ein universell vorkommender Archetyp und eine Vorausseztzung für jedes Ganzheitsurteil. Z.B. wird die Ganzheit des Horizontes durch die 4 Himmelsrichtungen ausgedrückt.

Auch psychologische Tests zum Herausfinden von charakteristischen Merkmalen, Veranlagungen, Stärken von Menschen verwenden nach C.G.Jung die Quaternität (Gegensätze). Es gibt die 4 psychologischen Aspekte:

Die Quaternität hat oft eine (3+1)-Struktur. Wenn zur 3 die 1 hinzutritt, entsteht Ganzheit. In der Psychologie ist das Hinzutretende vielfach unbewußt. Ihre Integration stellt eine der Hauptaufgaben des Individuationsprozesses dar.

Alle Weltkulturen kennen die 4 Elemente als symbolisches Ordnungsprinzip. In Heiltheorien (bis in die Neuzeit hinein) wird eine Harmonisierung der 4 Komponenten im Menschen angestrebt.

Die Antike unterschied die beiden Urqualitäten (Stoicheia) des Aktiven und des Passiven (was an die ostasiatische Dualitätsordnung nach Yin und Yang erinnert), aus welchen einerseits die Urqualitäten kommen.

Bis in die Neuzeit dienten "diese Elemente" als "naturwissenschaftliche Welterklärungshilfen". Paracelsus (1493-1541) fügte noch Salz hinzu. Aus ihrer Kombination ergeben sich die eigentlichen Elemente:

  • Erde: Trocken und Kalt;
    Herbst, schwarzen Galle, Milz, Bleifarbe;
    Würfel;
    Melancholiker
  • Feuer: Trocken und Warm;
    Sommer, gelbe Galle, Leber;
    Tetraeder;
    Choleriker
  • Luft: Feucht und Warm;
    Frühling, Blut, Herz, glänzende Farben;
    Oktaeder;
    Sanguinikers
  • Wasser: Feucht und Kalt;
    Winter, Körpersaft Schleim, Gehirn, weiße Farbe;
    Ikosaeder;
    Phlegmatiker
Der Dodekaeder symbolisierte das Weltganze.
vier-elemente

Merkvers:
Wasser erzeugt Holz; zerstört jedoch Feuer;
Feuer erzeugt Erde, zerstört jedoch Metall;
Metall erzeugt Wasser, zerstört jedoch Holz;
Holz erzeugt Feuer, zerstört jedoch Erde;
Erde erzeugt Metall, zerstört jedoch Wasser.

Aus dem "Buch der Urkunden":
In der Natur des Wassers liegt es, zu befeuchten und abwärts zu fließen;
in jener des Feuers, zu lodern und nach oben zu schlagen;
in jener des Holzes, gebogen oder geradegerichtet zu werden;
in jener des Metalls, gehorsam zu sein und sich formen zu lassen;
in jener der Erde, bestellt und abgeerntet zu werden.

Hippokrates
(gest. 377 v.Chr.)
Charakterbeschreibung
mit 4 Temperamenten
sanguinisch,
melancholisch,
cholerisch,
phlegmatisch
Ernst Kretschmer
(1877)
unterscheidet die Typen
hinsichtlich des Körperbaues
pyknische (untersetzte, Neigung zu manisch depressiver),
leptsome (dünne, Neigung zur Schizophrenie) und
athletische Körpertypen (Neigung zur Epilepsie).
Carl Gustav Jung
(1875 - 1961)
bildet 3 Funktionspaare
und Kombinationen daraus
Extraversion - Introversion,
Empfinden und sinnlich Wahrnehmen - Intuition,
Denken - Fühlen
Isabel Briggs Myers fügt dem Modell
von Carl Gustav Jung
ein weiteres Paar hinzu.
Der Test mit 16 Typen
ist heute weit verbreitet.
Neigung zu schnellen klaren Urteilen
- Empfänglichkeit für vielerlei Informationen
Karen Horney
(1885 - 1952)
nimmt als Grundlage
die Lebensängste
Unterwerfung (Hinwendung zu anderen),
Feindseligkeit (Aggression gegen andere),
Rückzug (Isolation von anderen)
Fritz Riemann
(1902 - 1979)
verwendet
4 Grundängste
Liebe (Angst vor Nähe, schizoide),
Unterwürfigkeit (Angst vor Distanz, depressive),
Macht (Angst vor Veränderung, zwanghafte),
Distanzierung (Angst vor Beständigkeit, hysterische)


Quinquatät

Zwar war das Fünfeck (Pentagramm) das Symbol der Phythagoreer (Quintessenz), doch waren in der westlichen Antike oft ("idealisierende") Quaternitäten anzutreffen. In asitischen Kulturen ist es die Quinquatät. Das ostasiatische Weltbild kennt die Urprinzipien Yin und Yang und 5 Himmelsrichtungen, wobei die Mitte als eine zusätzliche "Richtung" gilt.

Eine Einteilung in 5 Elemente ist:
  • Wasser
    Norden, salzig, Behaarte
  • Holz
    Osten, Blau, bitter, Befiederte
  • Feuer
    Süden, Rot, sauer, Beschuppte
  • Erde
    Mitte, Gelb, scharf, Gepanzerte
  • Metall
    Westen, Weiß, süß, Nackte
Der Sanskrit-Sammelname der Elemente lautet Tattwa:
  • Wasser - Apas
    silberne liegende Mondsichel
  • Luft - Vayu
    hellblaue Scheibe
  • Feuer - Tejas
    rotes Dreieck mit nach oben gerichteter Spitze
  • Erde - Prithivi
    gelbes Quadrat
  • äther - Akasha
    violette Eiform

Zur gedanklichen Systematisierung des Kosmos wird neben der Fünferordnung als Ordnungsprinzip eine Achter-Teilung verwendet.

Seit dem 7.Jh. gab es in Japan (parallel zu den Samurai) Ninja's (japanisch Kundschafter, in Geheimbünden organisierten Kriegerkaste).

fuenf-elemente.jpg

In Teilen des Buddhismus werden die 5 Zustände im Zusammenhang mit dem Gemütszustand, der Verfassung und dem Wesen eines Menschen gesehen. Es gibt Zustandsübergänge zwischen den fünf Elementen (mögliche Reihenfolge: Ku -> Fu -> Ka -> Sui -> Chi):

Solche Lehren werden in unterschiedlichen Formen und auf unterschiedliche Anwendungsgebiete angewendet:












Information und Infosphäre (Noosphäre) Infosphäre als erdumspannendes Informationsnetz

Der Begriff Infosphäre ist eine Wortschöpfung, die die beiden Begriffen Information und Biosphäre vereint. Infosphäre bezeichnet das erdumspannende Netz aus zahlreichen Informationssystemen und sich daraus entwickelnden neuen Formen von weltweiten Kommunikationsmöglichkeiten und deren Informationsnutzung.

Tim Berners-Lee beschreibt (2006, in "Creating a Science of the Web") das Web als einen aus spezifischer formeller Sprache und Protokollen konstruierten (interdisziplinären) Raum, der durch menschlichen Interaktionen zwischen den Erstellern von verlinkten Websites und spezifische Strukturen, die eigenständig wachsend. Die menschlichen Interaktionen erfolgen im Raum des Eigen und soziale Konventionen und Gesetze.

Im unendlichen Universum gilt heute die "Mutter Erde" als Basis allen Lebens für Menschen, Tiere, Pflanzen. Ohne Erde existiert wohl kein Mensch, kein Tier, keine Pflanze. Die Evolution kann als fortschreitende Entwicklung betrachtet werden.

Genese bezeichnet eine gerichtete Evolution mit irreversibler Konvergenz.

Der Begriff der Noosphäre (zu altgr. nous, "Geist", "Verstand") bezeichnet bei Teilhard de Chardin (1922) die Phase der geistigen Entwicklung, in der die Menschheit zu einem Geist zusammenwächst.

Noosphäre ist die denkende Hülle der Erde, eine schützende Hülle, in der geistiges Leben möglich ist.

Für Wladimir Iwanowitsch Wernadski (1926) wird die Noosphäre durch Transformation und Umwandlung der Biosphäre zu einer Sphäre der menschlichen Vernunft.

Für Marshall McLuhan ist die Noosphäre wie eine kosmische Membran, die unsere verschiedenen Sinne erfaßt.

Für Raymond ist die Noosphäre der "Raum aller denkbaren Gedanken".

internet-aktivitaeten.jpg
Internet-Aktivitäten auf der Nordhalbkugel

In einer dünnen Schicht verlaufen die Signale (Telefongespräche, Handys, Radio, Fernsehen, Funkverkehr, Internet, usw.), die zu einer lebendigen Kommunikation gehören. Ähnlich ist es mit den Energieströmen, Warenströmen, Geldströmen. Auch die täglich rund um die Erde ausgelösten Blitze zeichnen ähnliche Muster und ein Bild, das in gewisser Weise dem obigen gleicht.